London bot Libyen Geld für Stopp von IRA-Waffenlieferungen

5. Oktober 2009, 08:49
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In den 70er Jahren - Britisches Nationalarchiv veröffentlichte Dokumente des damaligen Premierministers Wilson

London - Die britische Regierung hat Libyen in den 1970er Jahren 14 Millionen Pfund angeboten, damit das Land Waffenlieferungen an die irische Untergrundorganisation IRA einstellt. Das berichtete die Tageszeitung "Independent" am Montag unter Berufung auf vom britischen Nationalarchiv veröffentlichte Dokumente des damaligen Premierministers Harold Wilson. Der Geldbetrag sei Teil eines Angebots an den libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi gewesen, von dem sich Großbritannien auch bessere Handelsbeziehungen mit dem erdölreichen Staat erhofft habe. Ende der 1970er Jahre sei aber klar geworden, dass die Verhandlungen scheiterten.

Gaddafi hat zugegeben, die IRA mit Waffen unterstützt zu haben, ein großer Teil der Waffen der IRA kamen aus Libyen. In Großbritannien sind mögliche geheime Verhandlungen zwischen Großbritannien und Libyen seit der Freilassung des wegen des Lockerbie-Anschlags im Jahr 1988 verurteilten libyschen Attentäters Abdelbasset Ali Mohammed al-Megrahi im August ein großes Thema.(APA) 

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    Der libysche Staatschef Gaddafi hat zugegeben, die IRA mit Waffen unterstützt zu haben.

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