Gesundheits- und Pflegewissenschaft

6. Oktober 2009, 14:29
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Die Jobmöglichkeiten im Gesundheitsbereich steigen - Vor allem an Fachhochschulen gibt es ein breites Ausbildungsangebot

Die Berufsmöglichkeiten im Bereich Gesundheit und Pflege sind im Wachsen. Als Gründe dafür nennt das AMS die demografischen Veränderungen, die Verbesserung der medizinischen Leistungen, ein verstärktes Gesundheitsbewusstsein und den wachsenden Betreuungs- und Pflegebedarf in Krankenhäusern, Altenheimen und in der Hauskrankenpflege. In den meisten Gesundheitsberufen könne man demnach mit "guten Zukunftsaussichten" rechnen.

Akademische Höherqualifizierungen

Aktuell werden vor allem Pflegekräfte gebraucht, für die es seit einiger Zeit auch Ausbildungsangebote an Fachhochschulen gibt. Von Menschen, die im Gesundheits- und Pflegebereich in leitenden Funktionen tätig sind, werden laut AMS vermehrt Weiterbildungen oder akademische Höherqualifizierungen verlangt.

Die Medizinische Universität Graz ist die erste heimische öffentliche Universität, die mit "Gesundheits- und Pflegewissenschaft" ein wissenschaftlich ausgerichtetes Studium in diesem Bereich anbietet. An der Privatuniversität Hall in Triol kann man als Bachelorstudium "Pflegewissenschaft", "Betriebswirtschaftslehre - Schwerpunkt Gewundheitswesen" oder "Kombistudium Pflege" absolvieren. Als Masterstudiengänge werden "Gesundheitswissenschaften" und "Pflegewissenschaften" angeboten, zusätzlich gibt es Universitätslehrgänge.

An der PMU (Paracelsus Medizinische Privatuniversität) in Salzburg gibt es neben dem Studium "Pflegewissenschaft" auch ein sehr praxisorientiertes Studium mit dem Titel "2in1-Modell Pflege", das in Zusammenarbeit mit Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege angeboten wird. Zusätzlich werden mehrere Universitätslehrgänge in diesem Bereich angeboten.

Angebote an Fachhochschulen

An den Fachhochschulen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich im Gesundheitsmanagement oder direkt in der Pflege ausbilden zu lassen: Die Fachhochschule Kärnten bietet das Studium "Gesundheits- und Pflegemanagement" an, die FH IMC Krems das Studium "Gesundheitsmanagement".

"Gesundheitsmanagement im Tourismus" heißt ein Studiengang an der FH Joanneum im steirischen Bad Gleichenbeg, an der FH Burgenland kann man in Pinkafeld "Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung" studieren. Am Management Center Innsbruck gib es den Studiengang "International Health Care Management".

Advanced Nursing Practice

An der FH IMC Krems werden neben dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium "Gesundheitsmanagement" vier gesundheitswissenschaftliche Studiengänge angeboten. Einer davon ist "Advanced Nursing Practice", der berufsbegleitend ist und sich an diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen wendet.

Bachelor an der FH, Master an der Uni

An der FH Campus Wien und an der FH Salzburg kann man sich im Bereich "Gesundheits- und Krankenpflege" ausbilden lassen. Wer an einer wissenschaftlichen Laufbahn interessiert ist, kann im Anschluss an das Bachelorstudium an der FH Campus Wien ab 2010 das Masterstudium "Pflegewissenschaft" an der Universität Wien absolvieren.

Andere mögliche Ausbildungen an Fachhochschulen im Bereich Gesundheit und Pflege sind etwa Ergotherapie, Physiotherapie, Diätologie, Hebammen oder Logopädie. (red, derStandard.at, 6.10.2009)

 

 

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