Videocast von Robert Misik - Folge 97

Das Ausländerproblem. Gibt's das wirklich?

04. Oktober 2009, 18:18

Man soll über Konflikte reden. Aber es kommt auf den Zungenschlag an.

Die FPÖ gewinnt Wahlen, und jetzt will vor allem die SPÖ die Integrationspolitik überdenken. Aber wie kann eine "neue" Integrationspolitik aussehen? Soll die so restriktiv sein, dass sich die FPÖ-Wähler freuen, dass Ausländer jetzt so richtig gequält werden? Das wäre wohl keine gute Idee. Dennoch: Ja, man soll über Probleme und Konflikte reden. Vor allem in unterprivilegierten Wohngegenden erleben die Eingesessenen den massanhaften Zuzug von Migranten als sozialen Abstieg. Viele Migranten wiederum bilden eine neue soziale Unterklasse. In manchen Vierteln gibt es eine regelrechte Abwärtsspirale von sozialem Abstieg, Deklassierung und Konflikten. Aggression gibt es auf beiden Seiten: auf Seiten der Eingesessenen und auf Seiten der Neuankömmlinge. Und: Sehr lange wurde das Problem ignoriert, oder man dachte, es reicht, die "Integrationspolitik" von Polizei und Innenministerium betreiben zu lassen. Das Ergebnis ist eine verlorene Generation, die jetzt die Parks unsicher macht. Man muss hier schleunigst etwas ändern. Aber ist das wirklich nur Aufgabe der Politik? Oder muss sich nicht jeder die Frage gefallen lassen: Was tust Du eigentlich, damit das, was heute schlecht funktioniert, morgen besser läuft?

Foto: STANDARD/Corn.

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das ist fix
30.11.2009 12:37


wer noch immer negiert, dass es ein ausländerproblem gibt, dem ist nicht zu helfen...

LPFe
07.12.2009 17:44
komisch ...

ich finde das Rassismus-Problem weit beängstigender als das "Ausländer"-Problem

Jürgen Mayer 
26.10.2009 20:54
Andere Menschen

können niemals als Gruppe ein "Problem" darstellen. Höchstens individuell kann das im Sinne von Überwachen und Strafen der Fall sein

Acaloth
18.10.2009 10:03

Sehr guter Beitrag Herr Misik.

Demian Höllwarth 
07.10.2009 14:56

Kompliment, das ist bis dato einer der besten Beiträge!

Arbeiter
07.10.2009 10:01
Verehrter Herr Misik, dürfte ich sie als anders Denkender darum bitte, sich meine zensurierten Postings anzusehen

und sich ein Bild davon zu machen, ob es gescheit ist, das Thema sosehr der Zensur zu unterwerfen? Ich versuche als Nichtlinker mir Spott und Hohn zu verkneifen. Das Thema ist viel zu ernst. Besonders bezüglich Islam müsste Rede- und Gedankenfreiheit gegeben werden.

panda3000
24.11.2009 11:21

Schreiben sies doch hier. Oder zumindest in welchem Punkt sie Misk widersprechen. Würde mich interessieren.

taxpayer
06.10.2009 12:11
vielleicht sollte jeder "österreicher" mit 18, 19 verpflichtend für ein jahr ins ausland geschickt werden

um seinen horizont zu erweitern und selbst mal zu erleben, dass a) die ausländer keineswegs durch die bank böse sind und b) um selbst mal die erfahrung zu machen, was es heißt in einem fremden land zu leben...

cannery row
19.10.2009 14:17
sehr gerne..

ich z.b. hab damals jamaica gewählt. war voll zufrieden.

MacAllen Fine Oak
19.10.2009 10:16
geht nicht...da müssen wir ins BH

auch sehr bewusstseinsfördernd...oder?

kbust
08.10.2009 15:00

ja diesen vorschlag hatte ich auch kürzlich. sollte in ganz Europa stttfinden. Erasmus für alle wäer eine gute Idee.

positivist1 
07.10.2009 21:18
Aber nicht ein Jahr als "Privilegierter"

sondern als Arbeitender in einem nicht prestigereichen Job und in ein Land, wo er die Sprache nicht sehr gut kennt, und wo sich die Kultur von seiner eigenen sehr stark unterscheidet.

Arbeiter
07.10.2009 10:12
Die Zensur hier ist absurd, taxpayer! Ich las weiter unten, dass sie auch lange und oft in den USA waren, wie ich.

Aber es ist nicht möglich, hier in die Diskussion einzubringen, was meine Beobachtungen und Schlussfolgerungen für Österreich sind. Z.B. dass ich die USA als sozial und ethnisch segregierte Gesellschaft (communities mit verschiedenen zoning laws) erlebte. Also kein Vorbild für Ö.

Walter SB
06.10.2009 11:39
Misik hat was zu sagen

Abgesehen vom Titel, der durch das Fragezeichen irreführend ist, finde ich Misik sachlich und konstruktiv.

positivist1 
07.10.2009 21:20
Misik hat was zu sagen

und er sagt alles, was man dazu sagen soll, sachlich und konstruktiv, ich schließe mich dem von Ihnen Gesagten voll an.

matthaeus
06.10.2009 10:50
diversivität?

du hast ja echt ka deutsch glernt!

matthaeus
06.10.2009 10:47
warum setzt sich der von mir sehr geschätzte hr misik

so gern an ein professorenpult. das ewige dozieren habens doch schon am grm stammtisch im phönixhof nicht wirklich haben wollen...

Lucasz
06.10.2009 10:25

Mich interessiert das Thema leider kaum. Ich habe außer an der Uni keinen Kontakt mit Migranten ausserhalb der Konsumgewohnheiten.

Truth Digger 
06.10.2009 10:43
Das Thema wird Sie spaetestens dann interessieren,

wenn die FPOE die staerkste Partei im Land ist und mit der Regierungsbildung betraut wird. Das koennte sehr bald passieren wennl die anderen Parteien keinen Weg finden den destruktiven Slogans der Blauen Paroli zu bieten.

Lucasz
07.10.2009 09:52

Oh, natürlich bin ich gegen eine hetzende FPÖ. Weil es das Problem einfach nicht gibt. Zumindest kenne ich niemanden der ein Problem damit hat und hatte auch selbst noch nie ein Migrantenproblem.

positivist1 
07.10.2009 21:24
Ja aber nur weil Sie kein Problem mit den Migranten

haben, und weil Sie auch niemanden kennen, der eines hat, dürfen und können Sie nicht daraus schließen, daß es die Probleme nicht gäbe.
Es gibt sie und zwar unterschiedlich massiv.

kojak
06.10.2009 10:04
Misik 4 president!

Yes you can!

teifl
07.10.2009 10:48
you can do it!

wäre zu schön, wenn ein paar politiker kritisch und sachlich sein könnten! die psyche des volkes ein bischen reinigen und nützliche tips fürs leben geben! statt nur terror zu machen!

positivist1 
07.10.2009 21:29
Wäre zu schön

aber "Terror" machen geht leichter und wird auch (wie man sehr wohl sehen kann) in Form von Wählerstimmen honoriert!

Truth Digger 
06.10.2009 10:00
Ueberraschend gute Misik Folge ...

Er hat zwar auch kein Patentrezept fuer das Problem, analysiert es jedoch gut und ausgeglichen. Besonders gut gefallen hat mir sein Aufruf zum Schluss, sich nicht immer auf die Politiker zu verlassen sondern ein wenig Eigeninitiative zu uebernehmen.

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