Innsbrucker Quantenphysiker unter Favoriten für Nobelpreis

4. Oktober 2009, 16:59
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Peter Zoller laut Thomson Reuters einer von sieben Anwärtern für renommierten Physik-Preis - Auslandsösterreicher Ernst Fehr als möglicher Wirtschafts-Preisträger gehandelt

Wien - Der Quantenphysiker Peter Zoller von der Universität Innsbruck wird von dem Nachrichten- und Finanzdatenanbieter Thomson Reuters als möglicher Physik-Nobelpreisträger gehandelt. Auch der gebürtige Österreicher und Ökonom Ernst Fehr von der Universität Zürich findet sich in der Liste der aussichtsreichsten Wissenschafter im Bereich Wirtschaft. Insgesamt werden 25 Forscher für die vier renommierten Auszeichnungen in den Bereichen Chemie, Physik, Medizin und Wirtschaft als heiße Anwärter gehandelt. Die diesjährigen Gewinner werden durch das Nobelpreis-Komittee im Laufe der kommenden zwei Wochen bekanntgegeben.

In Physik werden von Thomson Reuters sieben Namen genannt. Zoller könnte laut den Experten gemeinsam mit dem Spanier Juan Ignacio Cirac vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching (Deutschland) - 1996 bis 2001 ebenfalls an der Uni Innsbruck tätig - die Auszeichnung für "ihre Pionierforschung über Quantenoptik und Quanten-Computing" erhalten, heißt es auf der Website des Medienkonzerns (http://science.thomsonreuters.com/nobel/).

Der als Pionier der Verhaltens-Ökonomie und Wegbereiter für die Neuro-Ökonomie geltende Ernst Fehr wird gemeinsam mit Matthew J. Rabin von der University of Berkeley (USA) als mögliche Nobelpreisträger für "ihren Beitrag zur Verhaltensökonomie" unter Einbeziehung der Aspekte von Präferenzen, Fairness und Kooperation gehandelt.

Vorhersagen

Thomson Reuters ermittelt alljährlich die aussichtsreichsten Kandidaten für die Nobelpreise. Basis für die Vorhersagen ist u.a. der sogenannte Citation Index, also wie oft die Publikationen eines Forschers von der Forschungsgemeinschaft zitiert werden. Seit 2002 haben laut Thomson Reuters 15 so bestimmte Kandidaten auch einen der renommierten Nobelpreise gewonnen.

Die diesjährigen Nobelpreise werden Anfang Oktober vergeben. Am Montag (5.10.) wird der Medizin-Nobelpreisträger durch das Karolinska-Institut bekannt gegeben. An den beiden folgenden Tagen vergibt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften zunächst Dienstag den Nobelpreis für Physik und Mittwoch den für Chemie. Die nicht zu den traditionellen Nobelpreisen gehörende Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaft wird am folgenden Montag (11.10.) in Stockholm vergeben. (APA)

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