Köb und Bogner: "Was hier vorgelegt wurde, ist reine Kosmetik"
Wien - Die zu Beginn der Woche präsentierten Entwürfe zu den
neugestalteten Museumsordnungen der Bundesmuseen und der
Nationalbibliothek finden bei Edelbert Köb, Direktor des Museums
moderner Kunst (MUMOK), und Künstlerhaus-Direktor Peter Bogner wenig
Anklang. Die eingesetzten Beamten hätten "vielleicht erfolgreich in
Banken gearbeitet, verfügen aber absolut nicht über die Kompetenz,
solche Dinge zu verhandeln", erklärte Köb gemäß einer Vorabmeldung
des Nachrichtenmagazins "profil".
"Nichtpolitik der
letzten zehn Jahre"
Köb, dessen Vertrag von Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) über
2010 hinaus nicht verlängert wird, sieht durch die "Nichtpolitik der
letzten zehn Jahre" geschaffene Fakten, "die nur noch zum Teil
umzukehren sind". Schmied habe zwar guten Willen gezeigt, die Dinge
anzupacken, diese seien ihr "aber dann doch über den Kopf gewachsen".
Im Ausland mache man sich "lustig über uns und die Tatsache der
völlig fehlenden Regularien". Bogner schlägt im "profil" in dieselbe
Kerbe: "Wozu hat man Experten an den Tisch geholt, wenn man die
bestehenden Regularien dann nur ein bisschen umschreibt? Was hier
vorgelegt wurde, ist reine Kosmetik."
Schmied hatte bei der Präsentation selbst erklärt, "dass diese
Museumsordnungen keine Revolution darstellen". Die Entwürfe sind
derzeit in Begutachtung, bis 27. Oktober können noch
Verbesserungsvorschläge eingebracht werden. (APA)