New York

Anarchist wegen Tweets zu Protestaktion verhaftet

4. Oktober 2009, 13:17

Soll Demonstranten gegen G-20-Gipfel gesteuert haben

Ein 41-jähriger New Yorker ist verhaftet worden, weil er im Kurzmitteilungsdienst Twitter über Polizeiaktionen während einer Demonstration berichtet hat. Der sich als Anarchist bezeichnende Elliot Madison soll wegen Behinderung der Strafverfolgungsbehörden angeklagt werden. Anlass war eine Protestaktion gegen den G-20-Gipfel in Pittsburgh.

Ferngesteuert

Mit seinen Tweets über Einsatzorte und Bewegungen von Polizeieinheiten soll er nach Darstellung der Behörden das Verhalten der Demonstranten gesteuert haben. FBI-Beamte durchsuchten am vergangenen Donnerstag das Haus Madisons im Stadtteil Queens und beschlagnahmten Computer und anarchistische Literatur, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. (APA/AP)

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Posting 1 bis 25 von 36
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Michael Bakunin
00
6.10.2009, 12:51
unglaublich

was soll daran verboten sein, meldungen über polizeibewegungen weiterzugeben?

Joe_Chip
00
5.10.2009, 18:03
unglaublich oder?

wenn überhaupt ist es nur mehr ein winziger Schritt bis der erste Journalist, Zeitungsverleger oÄ verhaftet wird, weil er die Ermittlung durch Berichterstattung beeinflusst. Dann sind wir da wo der kleine Gschreierte mit dem quadratischen Bart hinwollte.............

Peter W1
 
10
5.10.2009, 00:17

Will ich doch hoffen, dass das Verhalten der DemonstantInnen gesteuert war. Nennt sich Ordnerdienst und ist Demonstrationsgrundwissen. Oder darf ein Grundrecht nicht mehr organisiert wahrgenommen werden.

Ich hoffe mal, dass eine Grundrechtsbewegung dem Typen einen guten Anwalt gibt. Dann sind die Behörden mit ihrer demokratiefeindlichen Aktion gleich so richtig dran.

Ava Tar
01
4.10.2009, 22:54
und so sehen diese "Verschleppungen" aus

http://www.youtube.com/watch?v=G8CNa_viKg0

Michail Bakunin
110
4.10.2009, 19:36

Offensichtlich kann der Iran noch viel von den USA lernen...

bixente uhudla
 
00
4.10.2009, 23:57

ich glaub in der hinsicht ned wirklich...bin mir ziemlich sicher,daß in amiland mehr anarchisten frei rumlaufen als im iran

Michail Bakunin
00
5.10.2009, 09:25

Ja eh, ist natürlich Polemik und keine tiefschürfende Vergleichsanalyse der beiden politischen Systeme ;-).

bixente uhudla
 
00
5.10.2009, 15:06

gut-akzeptiert...;-)

Heimwerkerkönig
 
33
4.10.2009, 14:14
Auch wenn ich für Anarchisten ...

... rein gar nichts übrig habe, so muss ich doch sagen, dass diese Anklage eine unglaubliche Sauerei ist.
Und das ausgerechnet in dem Land, wo man angeblich so viel von der freien Meinungsäußerung hält.

Ich erinnere mich aber auch noch daran, als bei uns private Radiosender damit begannen, die Autofahrer über Radarmessungen zu informieren.
Der Aufschrei diverser Politiker und hochrangiger Polizisten war groß und man fragte laut: "Ja derfen denn die privaten Radiosender des?"
Ja, sie dürfen und mittlerweile hat sich auch die Polizei damit abgefunden.
Interessanterweise ist aber das Warnen anderer Autofahrer vor Radarfallen, mittels Lichthupe, nach wie vor verboten.
Was für eine schizophrene Rechtslage.

Mathias
 
00
7.10.2009, 12:42
Anarchisten

Sie verwechseln wieder mal Anarchisten mit Chaoten. Ein richtiger Anarchist weis, daß Gewalt Faschismus ist!

PatriotInnen sind IdiotInnen
00
17.11.2009, 11:15

aua, deine Faschismus-Analyse ging aber sowas von Kilometer am Ziel vorbei ...
Demnach wären also die Anarchistinnen und Anarchisten welche gegen Franco gekämpft haben in wirklichkeit Faschisten?

Und was "wirkliche Anarchisten" (Frauen sind da keine?) sind musst mir auch unbedingt nochmal erklären.

Nix für ungut aber wenn du dich schon von "Chaoten" (was auch immer das sein mag) abgrenzen will schreib einfach das du mit Leuten die militante Aktionsformen anwenden nicht klar kommst. Aber den stuss von "wahren Anarchisten" und "Gewalt ist Faschismus" vergiss bitte einfach wieder.

The Alien
 
15
5.10.2009, 08:33
Würden Sie mir erklären, warum sie für Anarchisten rein gar nichts übrig haben?

Anarchie (lt.Wikipedia): Der Begriff Anarchie bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft.
Anarchisten sind also solche Menschen, welche keine Lust darauf haben, von irgendwem beherrscht zu werden.

Mich würde nur interessieren, ob sie hier irgendeiner Anti-Anarchie-Propaganda aufgesessen sind und zum braven, kritiklosen Wahl- und Konsumvieh gehörend jeden Schwachsinn glauben, den Ihnen die herrschenden Eliten so erzählen, oder ob Sie wirklich einen stichhaltigen Grund für eine Anarchie-Aversion haben!?

Als Alien bin ich definitiv auch ein Anarchist - ich lass mich nicht gern beherrschen, denke kritisch, übernehme gern Eigenverantwortung und möchte so viel Freiheit, wie möglich (innerhalb eines sozialen Zusammenlebens).

Londo Mollari
 
02
5.10.2009, 11:27
das verträgt der durchschnittsösterreicher einfach nicht

die vorstellung, unbeherrscht und unverwaltet zu sein - ist dem österreicher ein graus.

Michael Bakunin
00
6.10.2009, 12:48

von unverwaltet ist keine rede.
auch eine anarchie muss verwaltet werden.

Londo Mollari
 
00
6.10.2009, 13:06
q.e.d. ?

PatriotInnen sind IdiotInnen
00
17.11.2009, 11:25

was heisst da q.e.d?? Da Herr Bakunin (der ausm Forum, der aus der Geschichte nur bedingt) hatte da völlig recht. Vielleicht liegts ja an euren unterschiedlichen Begriffen von "Verwaltung" aber imo wirst du - ausser du bist Primitivist und möchtst dich nur mehr von Fallobst ernähren - nicht ohne ein Mindestmaß an "Verwaltung"/"Organisierung"/"Gegenseitige Hilfe" auskommen.

Michael Bakunin
00
6.10.2009, 13:19

wolltest du etwas fragen?

The Alien
 
00
5.10.2009, 12:54

Nicht nur dem Österreicher graut vor Eigenverantwortung! Es dürfte dies ein Charakterzug der Mehrheit (Homo QuasiSapiens) sein.

Analog zur Domestizierung von Wildtieren wurde hier beim Menschen scheinbar durch jahrhundertelange Zucht erreicht, dass eine einstmals vor allem durch ihre Neugier und Wissbegierigkeit und Kreativität und ihren Freiheitsdrang aufstrebende Spezies nun größtenteils zu geistig unbeweglichen Nutzmenschen degeneriert ist.

Anders formuliert: die heutigen Sklaven kennen/können keinen Aufstand mehr.

Michail Bakunin
01
5.10.2009, 09:22

Hey Alien, da habe ich den richtigen Buchtip für dich:

Christoph Spehr - Die Aliens sind unter uns! Herrschaft und Befreiung im demokratischen Zeitalter

"Sie gehen nicht einkaufen. Sie kochen nicht, sie ziehen ihre Kinder nicht selbst groß, sie produzieren nichts, was man essen, anziehen, lesen oder anschauen kann. Dafür gibt es andere: normale Menschen eben. Und denen können sie ganz genau begründen, warum sie effizienter werden und den Gürtel enger schnallen müssen, warum alle mitmachen müssen, um den Planeten zu retten, den Standort, das Abendland oder was immer. Christoph Spehr spürt die "Aliens" unter uns auf, in Regierungen und Konzernen genauso wie im Betrieb, in der Familie, in Schule und Universität..."

The Alien
 
01
5.10.2009, 12:46

Danke für den Buchtipp - der Autor dürfte aber hier die Gruppe der A-Löcher (sehr zahlreich vertreten unter Bürokraten, Politikern, Lobbyisten, etc.) mit echten Aliens (unangepasste Systemfremde, die sich meist ziemlich wundern, über die Mehrheit der Homo QuasiSapiens) verwechselt haben ...

Joe_Chip
00
5.10.2009, 18:00
das grüne

ist für den "Homo QuasiSapiens" - geile Ansage!

ich darf den bei passender Gelegenheit weiterverwenden?

The Alien
 
00
6.10.2009, 08:03

"Homo QuasiSapiens" ist kein geschützter Begriff, sondern lediglich ein Versuch, verbal zwischen der Mehrheit (Homo QuasiSapiens) und ihrem defekten Selbtsbild ("Mia san olle so intellent!") zu unterscheiden, um so nicht ungerechtfertigt die Minderheit der Homo VereSapiens (Individuen, die sich als soziale Wesen in globalen ökonomischen und ökologischen Zusammenhängen verstehen und selbständig, kritisch denken) unabsichtlich zu verunglimpfen.

Aber Vorsicht: Homo QuasiSapiens tarnen sich oft gekonnt durch denkähnliche Äusserungen!
Diese erweisen sich dann zwar meist als reflexionslose Reproduktion auswendig gelernter Inhalte, aber man muss hier sehr vorsichtig sein, bevor man Hominiden klassifiziert!

Ava Tar
00
4.10.2009, 21:40

die ersten privaten Radiosender waren dann auch schnell weg - man erinnere sich an Radio CD

DocSnyder
 
14
4.10.2009, 18:04
warum habens für anarchisten nix übrig....

....haben sie sich schon mal mit anarchie beschäftigt ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie

Heimwerkerkönig
 
32
4.10.2009, 18:34
Habe deshalb nichts für sie übrig, weil mir praktizierende Anarchisten bisher immer...

....nur durch ihre Lautstärke und durch den körperbetonten Einsatz für ihre Sache aufgefallen sind.


Der gute Herr Nietzsche meinte zu Anarchisten:

"Wenn der Anarchist, als Mundstück niedergehender Schichten der Gesellschaft, mit einer schönen Entrüstung ‘Recht’, ‘Gerechtigkeit’, ‘gleiche Rechte’ verlangt, so steht er damit nur unter dem Drucke seiner Unkultur, welche nicht zu begreifen weiss, warum er eigentlich leidet, — woran er arm ist, an Leben … Ein Ursachen-Trieb ist in ihm mächtig: Jemand muss schuld daran sein, dass er sich schlecht befindet … Auch tut ihm die ’schöne Entrüstung’ selber schon wohl, es ist ein Vergnügen für alle armen Teufel zu schimpfen, — es gibt einen kleinen Rausch von Macht."

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