"Golden Icon Award" für Morgan Freeman

4. Oktober 2009, 00:00
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Drei Hauptpreise vergeben

 

Zürich - Am von der Verhaftung des Regisseurs Roman Polanski überschatteten 5. Zürich Film Festival sind am Samstag zum Schluss noch einmal die Filme im Zentrum gestanden. Vergeben wurden die Hauptpreise der drei Wettbewerbskategorien. Morgan Freeman wurde für das Lebenswerk geehrt. Der Preis in der Kategorie für internationale Spielfilme ging an den russischen Beitrag "Wolfy" von Vasilj Sigarev, wie es in einem Communiqué des Filmfestivals hieß. Die Jury würdigte die eindringliche und konzentrierte Vision.

Die Krone bei den deutschsprachigen Filmen trug "66/67 - Fairplay war gestern" von Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser davon. Das Werk zeige die Geschichte einer Gruppe von Fußballfans, die vergeblich aus ihrem Teufelskreis aus Rache, Gewalt und Loyalität ausbrechen wollten. Die Jury in dieser Kategorie wurde von This Brunner anstelle des an Grippe erkrankten Til Schweiger präsidiert.

Dokumentarfilme

In der Kategorie für internationale Dokumentarfilme siegte die deutsch-schweizerische Koproduktion "The Sound After the Storm" von Patrik Soergel, Ryan Fenson-Hood und Sven O. Hill, die in Zürich Weltpremiere hatte. Gelobt wurde der Mut, die Opfer des Orkans "Katarina" in den USA wieder zu besuchen, lange nachdem die Medien sie vergessen hatten.

Der Dokumentarfilm "Defamation" aus Israel sowie die deutschsprachigen Filme "13 Semester" und "Schwerkraft" erhielten eine besondere Erwähnung. Das Publikum vergab seinen Preis an "Waffenstillstand" von Lancelot von Naso, einen Bericht über Hilfe im kriegszerstörten Falludschah (Irak).

Der Schauspieler Morgan Freeman erhielt am Samstagabend den "Golden Icon Award" für seine überzeugende Gestaltung verschiedenster Charaktere in seiner mittlerweile über 50-jährigen Karriere. Michael Keaton wurde mit dem erstmals verliehenen "Career Achievement Award" geehrt.

Der ebenfalls erstmals verliehene Kritikerpreis "Critic's Choice Award" ging an Martin Pieter Zandvliets' Drama "Applause". Die dänische Produktion zeigt, wie eine alkoholkranke Schauspielerin und Mutter um ihre Würde kämpft.

Im Rahmen des Internationalen Spielfilmwettbewerbs wurde am Freitagabend zudem der "Variety New Talent Award" verliehen. Der Preis für junge Talente ging an das Auswandererdrama "Amreeka" - eine US-amerikanische, kuwaitische und kanadische Koproduktion. Anstelle der Regisseurin Cherien Dabis nahm die palästinensische Schauspielerin Hiam Abbas den Preis entgegen.

Wie die Organisatoren mitteilten, fand mit den Preisverleihungen ein turbulentes Festival ein Ende. Der Publikumsaufmarsch dürfte jenen des Vorjahrs (36.000) leicht übertreffen. (APA/sda)

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