Prozess um Anschläge von Mumbai erneut vertagt

3. Oktober 2009, 23:31
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Sieben mutmaßliche Hintermänner der Anschlagsserie vor Gericht

Rawalpindi - Im Prozess gegen sieben mutmaßliche Hintermänner der Anschläge im indischen Mumbai (Bombay) hat sich das Gericht in Pakistan erneut vertagt. Die Anhörung sei um eine Woche verschoben worden, teilte der Verteidiger Shahbaz Rajput am Samstag mit. Der Prozess vor einem Sondertribunal in einem Hochsicherheitsgefängnis in der Garnisonsstadt Rawalpindi nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad findet hinter verschlossenen Türen statt.

Den Grund für die neuerliche Verzögerung und weitere Details zu dem Verfahren wollte der Anwalt nicht nennen. Unter den Verdächtigen sind zwei mutmaßliche Anführer der verbotenen pakistanischen Islamisten-Organisation Lashkar-e-Taiba (LeT), Zarar Shah und Zakiur Rehman Lakhvi.

Gespannte Beziehungen

Indien macht die LeT für die verheerenden Angriffe im November vergangenen Jahres verantwortlich, bei denen eine Gruppe von Attentätern zwei Luxushotels und andere Ziele in Mumbai attackiert hatte. Dabei starben 174 Menschen, unter ihnen zehn der mutmaßlichen Attentäter.

Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Indien und Pakistan hatten sich nach der Anschlagsserie weiter verschlechtert. Dem wohl einzigen überlebenden Attentäter der Anschläge wird in Indien der Prozess gemacht. Der auch als Kasab bekannte Angeklagte Mohammed Ajmal Amir Iman hatte Anfang August überraschend angekündigt, sich in allen Anklagepunkten schuldig zu bekennen. (APA)

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