"Ich hoffe, dass alle Tierquäler und Kinderschänder an den Eiern aufgehängt werden"

4. Oktober 2009, 20:31
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SALZBURG - KÄRNTEN

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): "Es ist nicht selbstverständlich, am Ende einer so wichtigen Woche eine derartige Leistung zu erkämpfen, zu erspielen. Wir wollten es Kärnten durch ein hohes Tempo schwierig machen. Mit einer schnellen Führung ist es auch einfacher, den Ball laufen zu lassen. Das ist natürlich ein gutes Ergebnis von uns. Marc (Janko) ist ein Teil der Mannschaft, und die Mannschaft funktioniert. Daher funktioniert er auch. Das war eine Leistung der ganzen Red-Bull-Familie."

Marc Janko (Salzburg-Vierfachtorschütze): "Heute ist sehr viel aufgegangen, die ganze Mannschaft hat sehr gut gespielt. Die Mannschaft hat auch nach dem Spiel gegen Villarreal alles gegeben, den inneren Schweinehund überwunden. Ich habe das 3:1 eher nicht so empfunden, dass es Abseits war. Man kann heuer nicht mit dem letzten Jahr vergleichen, es ist eine andere Situation für mich. Solange die Mannschaft gewinnt, bin ich zufrieden. Mein Ziel ist, dass wir als Mannschaft Erster sind und auch international weit kommen. Da sind wir auf einem guten Weg."

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): "Wir sind hergekommen und haben auf ein Wunder gehofft. Aber ich hoffe auch, dass alle Tierquäler und Kinderschänder an den Eiern aufgehängt werden. Das passiert auch nicht. Ich habe nach der Pause eine Mannschaft gesehen, die sich wie in der Schule angestellt hat. Wir haben schulmäßige Tore bekommen. Ich habe keine Aggressivität gesehen. 7:1 - das wird eine sehr schwierige Nacht für mich, das geht tief in mich hinein. Ich bin ein Fußball-Trainer mit Ehre und mit Herz. Die zweite Hälfte war eine Katastrophe, so etwas tut weh. Das muss die Mannschaft auch auf ihre Kappe nehmen."

AUSTRIA - MATTERSBURG

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Ich bin nur bedingt zufrieden. Die erste Hälfte haben wir klar beherrscht. Mattersburg war phasenweise völlig verunsichert, aber wir waren nicht konsequent genug, um den Sack zuzumachen. Nach der Pause hat sich ein ganz anderes Bild geboten, Mattersburg war zumindest ebenbürtig. Entweder waren meine Spieler verunsichert oder doch müde vom Europacup. Die erste Hälfte war hui, die zweite pfui."

Zlatko Junuzovic (Austria-Offensivkraft): "Wir haben den Gegner in der ersten Hälfte an die Wand gespielt, dann aber nicht mehr so viel Druck erzeugen können. Wir müssen konsequenter vorm Tor sein. Mit mir persönlich war ich sehr zufrieden, auch wenn ich ein Tor hätte machen müssen."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir haben ein billiges Tor bekommen, noch dazu aus einer Abseitsposition. Dadurch waren wir bis zur Pause völlig von der Rolle. Wir waren da überhaupt nicht vorhanden. In der zweiten Hälfte haben wir eine Pari-Partie geboten mit Chancen auf den Ausgleich. Die musst du als Mattersburg im Horr-Stadion natürlich nutzen."

WR. NEUSTADT - RAPID

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Die Mannschaft ist sehr konzentriert zur Sache gegangen. Es war schön zu sehen, dass die Mannschaft nach der frühen Führung hinten nichts anbrennen lässt."

Helmut Kraft (Neustadt-Trainer): "Hut ab. Es wundert mich immer weniger, dass die Rapidler so tolle Ergebnisse im Europacup einfahren."

STURM - KAPFENBERG

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Es war ein schwieriges Spiel, das habe ich vorher schon gewusst. Es gab viele Gründe, warum wir nicht gewonnen haben. Wir hatten in der ersten Halbzeit drei Möglichkeiten, die haben wir nicht genutzt. Es hat mir die Unterstützung der Fans für die eigenen Spieler gefehlt. Die Mannschaft braucht die Fans nicht nur, wenn es gut läuft, sondern gerade dann, wenn es schlecht läuft."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Die Mannschaft war defensiv hervorragend, offensiv müssen wir aber viel mehr Selbstbewusstsein haben. Kozelsky hat eine tausendprozentige Chance vergeben. Die Mannschaft hat sich als Einheit präsentiert."

LASK - RIED

Matthias Hamann (LASK-Trainer): "Heute kann ich sehr schlecht mit dem Punkt leben, weil wir zweimal in Führung waren, dann in Überzahl waren. Wir hätten drei Punkte verdient gehabt. Wenn man das Auftreten der Mannschaft in der ersten Hälfte gesehen hat, denke ich, dass wir das nicht mehr aus der Hand hätten geben dürfen. Wenn man die vier Hälften (der beiden Derbys, Anm.) sieht, haben wir drei davon dominiert." Zum Glasner-Tor: "So etwas kann bei einer Standardsituation immer passieren, aber generell müssen wir das Abwehrverhalten schon verbessern."

Thomas Prager (LASK-Torschütze zum 2:2): "Besser ein Punkt als keiner. In Ried haben wir auch geführt und dann noch klar verloren. Ich harmoniere mit Wallner sehr gut, wie man auf dem Platz sieht. Einmal lege ich ihm ein Tor auf, dann wieder er mir."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer) zur Verbannung auf die Tribüne: "Die subjektiven Einschätzungen von Ingenieur Grobelnik haben sich in der zweiten Hälfte fortgesetzt. Ich wollte auf die Ungleichgewichtung verweisen, ich war nicht beleidigend. Nach 25 Jahren Nachwuchsfußball und im zweiten Profijahr war es das erste Mal, dass mir das passiert ist. Das wird aber nicht mehr passieren."

Marcel Ziegl (Ried-Mittelfeldspieler): "Mit vier Punkten (aus beiden Derbys, Anm.) können wir zufrieden sein, wir sind immer wieder ins Spiel zurückgekommen. Für mich ist (mit den beiden ersten Bundesliga-Spielen, Anm.) ein Traum in Erfüllung gegangen, dass es gleich zwei Derbys sind, ist natürlich super. Mein Ziel ist es, bei Ried Stammspieler zu werden, gleichzeitig die Schule fertigzumachen und dann natürlich ins Ausland."

Atdhe Nuhiu (Ried-Torschütze zum 1:1): "Das war eine super Flanke von Lexa, die man mit dem Kopf machen muss, das ist mir gelungen." Zum Abseitstor: "Beim Abspiel von Lexa war ich sicher nicht Abseits, aber man kann schwer sagen, ob es ein Pass war oder nicht."

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