8.120 Sirenen getestet - 99,64 Prozent heulten

3. Oktober 2009, 17:49
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Vier Signale zwischen 12.00 und 12.45 Uhr

Wien - Die Mittagssirenen heulten am Samstag etwas häufiger als sonst. Wie jedes Jahr fand zwischen 12.000 Uhr und 12.45 Uhr der bundesweite Zivilschutz-Probealarm statt, bei dem 8.120 Sirenen getestet werden. 99,64 Prozent funktionierten einwandfrei, was eine Verbesserung des Vorjahres um acht Hundertstel Prozentpunkte bedeutete.

Die an jedem ersten Samstag im Oktober vorgesehene Alarmierung diene nicht nur der Überprüfung der technischen Einrichtungen. Es soll auch die Bevölkerung mit der Bedeutung der Warnsignale vertraut gemacht werden, erklärte die Leiterin der Abteilung Zivilschutz, Krisen- und Katastrophenschutzmanagement im Innenministerium, Doris Ita, schon vor der Probe.

Bestwerte gab es in Oberösterreich (ein Ausfall bei 1.410 Sirenen) und in Niederösterreich (zwei Ausfälle bei 2.400 Sirenen). In den anderen Bundesländern kam es zu lediglich geringen Ausfällen. Die Ausfälle werden wieder gemeinsam mit den Bundesländern zum Anlass genommen, Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen.

Vier Signale

Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr waren vier Signale zu hören sein. Zunächst sollen für 15 Sekunden alle Sirenen "probeweise" heulen. Dann folgt ein drei Minuten anhaltender Dauerton, der im Ernstfall vor einer herannahenden Gefahr warnt. Hier sollte man in einer echten Krisensituation das Radio oder den Fernseher einschalten, um sich über entsprechende Verhaltensmaßnahmen zu informieren.

Ein 60 Sekunden dauernder auf- und abschwellender Heulton bedeutet anschließend "Alarm". Im Ernstfall wären hier schützende Bereiche bzw. Räumlichkeiten aufzusuchen und die über Radio und TV durchgegebenen Maßnahmen zu befolgen. "Entwarnung" bedeutet der abschließende, eine Minute anhaltende Dauerton. Entsprechende Zusatzinformationen erfolgen wieder über Hörfunk und Fernsehen. (APA)

 

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