Jonglieren verbessert räumliches Vorstellungsvermögen

3. Oktober 2009, 18:08
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Deutsches Team untersuchte Einfluss des Jonglierens auf die mentale Rotationsleistung

Regensburg - Dem Jonglieren wird ein wohltuender Einfluss zugeschrieben, zum Beispiel die Steigerung von Konzentrationsfähigkeit und Gleichgewichtsgefühl. Dass Lernprozesse wie ein Jonglier-Training das Gehirn Erwachsener zum Wachsen anregen können - der Anteil der grauen Hirnmasse stieg bei den Probanden an -, hatten Forscher der Universitäten Regensburg und Jena im Jahr 2004 im Journal "Nature" beschrieben. Nun untersuchte ein Team um Petra Jansen vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Regensburg, welchen Einfluss Jonglieren auf die mentale Rotationsleistung von Erwachsenen und Kindern hat - also auf die Fähigkeit, sich Objekte gedreht vorstellen zu können.

Sie konnten zeigen, dass sich Erwachsene bei mentalen Rotationstests wesentlich verbessern, wenn sie drei Monate lang eine Stunde pro Woche Unterricht im Jonglieren erhalten und dieses auch zuhause weiterüben. Bei einer Kontrollgruppe, die im gleichen Zeitraum nicht jonglierte, trat dieser Lerneffekt nicht ein, schreibt das Forschungsteam im "International Journal of Sport Psychology". Auch bei den Kindern hatten sich die Ergebnisse der Rotationstests durch das Jonglier-Training deutlich verbessert. (red)


Abstract
International Journal of Sport Psychology: The influence of juggling on mental rotation performance

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