Nach Häupl-Vorschlag

Integrations-Ministerium kommt nicht

03. Oktober 2009 14:39

Faymann dreht Diskussion ab - Wiens Bürgermeister Häupl und Grüne hatten eigenes Ministerium gefordert

ien - Es wird kein eigenes Integrationsministerium geben. Diesbezüglichen Vorstößen drehte Bundeskanzler Werner Faymann am Montag den Hahn ab.

"Eine Vergrößerung der Regierung steht sicher nicht zur Diskussion", lässt Bundeskanzler Werner Faymann via Aussendung wissen. Über Kompetenzverschiebungen zwischen Regierungsmitgliedern könne man sprechen, ein zusätzlicher Posten käme aber nicht in Frage. "Auch andere Wortmeldungen aus der SPÖ seien im Sinne einer Klärung und Stärkung der Integrationskompetenzen zu verstehen", heißt es in der SPÖ-Aussendung weiter.

Häupl-Forderung

Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) war, wie auch Grünen-Chefin Eva Glawischnig, für ein eigenes Integrations-Ressort in der Bundesregierung eingetreten. "In der Regierung sollte es eine klare hierarchische Zuordnung dieser Querschnittsmaterie in einem Ressort geben - ob das jetzt ein Ministerium oder Staatssekretariat ist, ist zweitrangig", sagte er gegenüber der Tageszeitung "Österreich" (Samstag-Ausgabe).

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter äußerte sich positiv zum Vorschlag des Wiener Bürgermeisters. Während der ÖVP-FPÖ-Regierung seien große Probleme im Bereich Integration entstanden. Damals habe massive Zuwanderung stattgefunden, Integration sei vernachlässigt worden. Daher sei es hoch an der Zeit, etwas zu machen.

Kräuter korrigiert sich

Kräuter korrigierte kurz nach der Aussendung Faymanns seinen bisherigen Kurs vorsichtig. "Ich beharre nicht darauf, dass ein zusätzliches Regierungsamt geschaffen wird, sondern es geht vor allem um die Stärkung und den Ausbau von Kompetenzen im Integrationsbereich", meinte er.

ÖVP lehnt Vorschlag ab

Innenministerin Maria Fekter (V) meinte am Montag im Ö1-"Mittagsjournal", bei der nächsten Regierungsbildung könne man die Frage diskutieren, jetzt ändere sich nichts. ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger sprach sich gegen ein "Aufblähen des Regierungsapparats" aus.

Blau und Orange dagegen

Erwartungsgemäß ablehnend haben sich Blau und Orange nach den jüngsten SPÖ-Vorstößen zu einem eigenen Integrations-Ressort in der Bundesregierung geäußert. 

Franz Küberl schlägt ab

Glawischnigs Wunschkandidat als Integrationsstaatssekretär, Caritas-Chef Franz Küberl, hat unterdessen abgewunken. "Ich bin Caritas-Präsident und bleibe das auch", sagte er. (APA)

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taxpayer
05.10.2009 18:11
wir brauchen keine integration - wir haben fekter :-(

Jambala Magdalena
05.10.2009 12:54

Warum werd ich das Gefühl nicht los, dass es bei dem Integrationsstaatssekretariat nicht um Integration geht, sondern um Einflussnahme, Macht und Kontrolle über österr. Staatsbürger mit Migrationshintergrund. Warum glaubt man eigentlich, diesen Personenkreis bevormunden zu müssen?

Manuel Eder, hinter mir die Sinnflut
05.10.2009 12:54

BK Flachmann nehmen sie den Hut und zwar sofort!

guzo
04.10.2009 23:30
Bei der derzeitigen Besetzung

bin ich für die Abschaffung des Kanzlers zugunsten eines Integrationsministers.

transparenz1
04.10.2009 19:43

BK Faymann trifft hier eine wohlbedachte Entscheidung, mit einem eigenen Ministerium/Staatsekretariat müsste die SPÖ ihre eigenen Verabsäumnisse betr. Integratiionspolitik eingestehen. Vor allem, wer macht das? Bislang waren das SP-FunktionärInnen, in Wien aus der Gewerkschaft.

Orakel1
04.10.2009 18:30
Das wäre ein Schachzug, der als ein Ventil für ein virulentes...

..österreichisches Problem wirken könnte. Der Aspirant bräuchte nur die Gesetzgebung anderer Länder studieren und die gewohnter Manier abkupfern. Damit könnte er auch der FPÖ in die Parade fahren. Doch in seiner total fehlenden Fähigkeit zur Problemlösung ist Faymann, der sogenannte Bundeskanzler, nicht zu übertreffen.

Jedenfalls hat sich ein Ressort für Migrationsfragen bislang durchwegs bewehrt. Doch der Kanzler lehnt dies mit lächerllichen Argumenten ab. Und die Argumente (Kosten) sind so dämlich und unglaubwürdig, dass ich inzwischne fast glaube der BK leidet an einer pathologischen Entscheidungsschwäche

Toni Meister
04.10.2009 18:07
Es ist zu vermuten

Wenn Organisationen oder Bürger ein echtes Integrationsproblem hätten , würden sie lieber in ein Integrationsministerium gehen als ins Polizeiministerium. Es sei denn das Anliegen ist Fekter-kompatibel.

Wilbert Sandor
04.10.2009 18:06
Sehr vernünftig der Herr Faymann.

Herr Häupl dürfte nur noch betrunken sein.

-joB
05.10.2009 02:45

Der Herr Schandor - ein 150%ig Assimilierter?

Papp Kamerad
04.10.2009 17:12
FP/BZÖ war eh nix anderes zu erwarten - bei den Intelligenzbefreiten

Aber dass die VP diesen einzig richtigen Vorschlag so abkanzelt spricht wahrlich nicht für die Schwarzen.

@Faymann: hoffnungsloser Fall.

Philodoofi
04.10.2009 22:50
bei den Intelligenzbefreiten ...

hochmut kommt vor dem fall, besonders wenn man so an dieses problem herangeht!

Papp Kamerad
05.10.2009 09:22
FPÖ/BZÖ hetzen seit 20 Jahren

SP/VP sind nicht in der Lage irgendwas entgegen zu setzen - ein Integrationsressort ist der einzig richtige Zugang um diesem massiven Komplex zu begegnen.

Dominik Leitner
 
04.10.2009 16:58

Die Einführung eines Integrationsministeriums wäre die sinnvollste Sache, die die Politik in den letzten Jahren und Jahrzehnten im Bereich der Asylpolitik und im Umgang mit Immigranten gemacht hätte.

Dass ÖVP, FPÖ und BZÖ dagegen sind, zeigt mir, was sie für eine Lösung im - sagen wir - Ausländerproblem haben. Nämlich gar keine, und sie bemühen sich nicht einmal, eine zu finden

Mir gefällt Günther Kräuter. Bei so manchem Vorschlag linkerer SP-Politiker stimmt er freudig überein, bis ihn sein sanfter Wachhund und Chef Faymann zurückbellt. Um wieder rund zu werden und jede einzelne Kante auszuglätten.

Einen Blogeintrag mit meiner Meinung zu diesem Thema findet man hier:

http://polilog.wordpress.com/2009/10/0... nspolitik/

freethinker
04.10.2009 16:40
scheint so, als würde ein gewisser SPÖ-Kanzler

Angst davor haben, seinen Koalitionspartner zu verärgern..

Kaiser Schmarren
04.10.2009 16:31
migration lässt sich nicht verhindern, nur behindern

asylanten sind ja nur ein teil des " problems "

den vielen destruktiven rülpsern unten zum trotz - die einzigen, die an keiner bzw. einer mißlungenen integration (von wem auch immer, können ja auch deutsche oder amerikanische mitbürger sein ;) profitieren, sind große firmen / konzerne - sonst niemand

insertnamehere
 
05.10.2009 09:02
Inwiefern profitieren Konzerne von einer mißlungenen Integration?

Hamit_Hatemi
04.10.2009 15:42
Unverständlich !

Wieso lehnen gerade FPÖ und BZÖ einen Staatssekretär (bzw. einen Minister) für Integrationsangelegenheiten ab?

joe steele
04.10.2009 15:19

ständig die integration fordern und dann auf "gefährliche Drohung für die Bevölkerung"? höchstens eine gefährliche drohung für die fpö. kotz mich an. und die in der löwelstraße brauchen sich nicht wundern, dass sie keiner mehr wählt.

Steverino
04.10.2009 15:38

Die Rechtsextremen fordern keine Integration, die fordern im, für sie schlimmsten Fall, Assimilation, im Regelfall "Abschieben!" und "Raus mit denen!".

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
04.10.2009 14:56

Erinnert sich noch jemand an Minister i.R. Jürgen Weiss?

suboptimal
 
04.10.2009 14:41
Faymann ist vorauseilend

doof. Die "klaren ÖVP-Initiativen" von Innenministerin Maria Fekter in diesem Bereich können doch nicht alles sein, was die SPÖ an Integrationswünschen und Ideen hat.

Eine eigenständige staatliche Integrationskompetenz ist heute überall rundherum Standard.

Nestor1979
04.10.2009 13:43
Ich finde, daß Faymann (wieder einmal) Recht hat !

Harry Meier
 
04.10.2009 13:17
Und dann wundert sich der Faymann wenn ihm die

.. Wähler davonspringen.

gerhard maierhofer
04.10.2009 17:03

das liegt eher an größen wie häupl, die etwas vorschlagen, von dem sie wissen müssten, dass das mit dem koalitionspartner nicht vereinbart wurde und dass dieser das auch nicht will.

Searles
 
04.10.2009 17:33

Koennte man auch Gio Hahn ins Novomatic-Stammbuechlein schreiben.

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