OMV beauftragt Banken mit Kapitalerhöhung

2. Oktober 2009, 19:11
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Kreisen zufolge sollen Bank of America Merrill Lynch, Barcleys, JP Morgan und UniCredit sollen Neuemission von 38 Millionen Aktien vorbereiten

Wien/London - Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV AG hat Kreisen zufolge vier Banken mit der Durchführung einer Kapitalerhöhung im Ausmaß von einer Milliarde Euro beauftragt, wie Reuters am Freitag berichtete. Dafür müssten nach heutigem Kurs - die OMV-Aktie notierte kurz nach 15 Uhr bei 26,18 Euro - mehr als 38 Millionen Aktien ausgegeben werden.

Die OMV will mit der Kapitalerhöhung den Kauf der restlichen Anteile des türkischen Tankstellenbetreibers Petrol Ofisi finanzieren. Derzeit hält sie bereits 42 Prozent an Petrol Ofisi und verhandelt mit der Dogan-Familie über einen Anteil von 54 Prozent. Die OMV will die Türkei neben Österreich und Rumänien als dritten Kernmarkt ausbauen.

Um zu verhindern, dass die Verschuldungsrate über 30 Prozent steigt, habe die OMV die Bank of America Merrill Lynch, Barcleys, JP Morgan und UniCredit mit der Kapitalerhöhung beauftragt, wie Reuters am Freitag aus informierten Quellen erfuhr.

"Auf der letzten Hauptversammlung wurde eine mögliche Kapitalerhöhung genehmigt. Das ist ein branchenübliches Vorgehen. Mehr gibt es dazu derzeit nicht zu sagen", wird eine OMV-Sprecherin zitiert. Bei der OMV-HV am 13. Mai wurde der Vorstand zu einer Kapitalerhöhung von bis zu 77,9 Mio. Aktien bis 2014 ermächtigt. Das entspricht nach aktuellem Kurs einem Volumen von 2,04 Mrd. Euro.

Die OMV-Aktie gab am Freitag im Tagesverlauf kräftig nach. Am Nachmittag lag sie zeitweise knapp 5 Prozent im Minus. Allerdings war zu dem Zeitpunkt auch der Gesamtmarkt fast 4 Prozent schwächer, und alle ATX-Werte lagen im negativen Terrain. (APA)

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