Politiker warten noch

2. Oktober 2009, 19:05
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Ob neuer Impfstoff von Österreichs einzigem Lieferanten geordert wird, ist noch unklar

Wien - Das österreichische Gesundheitsministerium hat nach wie vor keine Entscheidung bezüglich einer Bestellung für den Schweinegrippe-Impfstoff "Celvapan" der Firma Baxter getroffen. Noch immer ist der Vorvertrag für 16 Millionen Dosen aufrecht. "Uns freut es, dass wir im Zeitplan sind und wir hoffen sehr auf eine rasche Zulassung", erklärte Ressortsprecher Thomas Geiblinger nach der Empfehlung der Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) an die EU, den Impfstoff zu genehmigen.

Über die Bestellmenge sowie den Verteilungsmodus soll ebenso erst später nachgedacht werden. Österreich kann laut dem Vorvertrag alle 16 Millionen Dosen auf einmal oder in kleinen Mengen nach und nach ordern. Zeitgleich zu diesem Beschluss soll feststehen, welche Gruppen als Erstes geimpft werden.

Für einen Einsatz der Vakzine sprach sich am Freitag Walter Dorner, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, aus: "Ich bin überhaupt für die Grippeprophylaxe per Impfung. Man sollte sich auch gegen die ,normale', saisonale Influenza immunisieren lassen. Natürlich ist es gut, wenn es jetzt auch eine Vakzine gegen die A(H1N1)-Influenza gibt", sagte Dorner am Freitag.

Wichtig aus seiner Sicht: "Dass man die Gesundheitsberufe durchimpft. Es gibt aber noch viele andere Berufsgruppen, zum Beispiel die Kassierinnen in Supermärkten. Wenn die alle krank werden, haben wir auch ein Versorgungsproblem. Das gilt auch zum Beispiel für Berufsgruppen wie Buschauffeure."

Im Schnitt ist in der vergangenen Woche pro Tag eine Person in Österreich an Schweinegrippe erkrankt. Schulen sind nach wie vor nicht im großen Ausmaß betroffen. Bei allen sei der Krankheitsverlauf mild und nicht Besorgnis erregend, so das Gesundheitsministerium. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Schweinegrippe im April in Österreich 391 Infektionen. (APA)

 

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