"Diskriminierung verboten": Lounge FM wird national erhoben

2. Oktober 2009, 18:23
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Die Ultrakurzwelle ist nicht mehr allein Kriterium, wie Sender im Radiotest abgefragt werden

Die Ultrakurzwelle ist nicht mehr allein Kriterium, wie Sender im Radiotest abgefragt werden. Denn die Bundeswettbewerbsbehörde erinnerte ORF und Privatsender als Auftraggeber der heimischen Studie über Radioreichweiten und Marktanteilen: "Das Diskriminierungsverbot fordert, Gleiches gleich zu behandeln." 

Lounge FM bemühte die Behörde

Privatsender Lounge FM bemühte die Behörde. Er hat UKW-Frequenzen in Oberösterreich, dort fragte der Radiotest den Kanal ab. Nicht aber österreichweit, obwohl Lounge über Handy-TV und Web (derStandard.at/Radio) zu empfangen ist. Österreichweite UKW-Radios indes könnten von anderen Übertragungswegen profitieren.

Das machte Lounge-Chef Florian Novak unrund. Auch wenn er "re-laxten Sound" verspricht, die Betreiberfirma Entspannungsfunk heißt und er sich national keine gewaltigen Hörerzahlen verspricht.

"Bevorzugung"

Die Wettbewerbsbehörde sah eine "Bevorzugung" und befand: "Ob alleine österreichweite UKW-Verbreitung eine solche Ungleichbehandlung rechtfertigt, darf zumindest bezweifelt werden."

Novak einigte sich mit den Radiotest-Machern: Sein Sender wird 2010 erstmals ausgewiesen. Lounge FM ist damit neben Kronehit das zweite national ausgewiesene Privatradio. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 3./4.10.2009)

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