UN-Resolution ist "historischer Schritt"

3. Oktober 2009, 10:00
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Die neue Resolution des UN-Sicherheitsrates gegen sexuelle Gewalt "ist ein historischer Schritt vorwärts"- Sie sieht die Einsetzung von Sonderbeauftragten zu sexueller Gewalt in Konfliktgebieten vor

Wien - Die internationale Hilfsorganisation Care bezeichnete die neue Resolution des UN-Sicherheitsrates gegen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten als historischen Schritt vorwärts. "Diese Resolution ist ein großer Erfolg und ein wichtiges Mittel, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen wirkungsvoll entgegentreten zu können", so Robert Glasser, Generalsekretär von CARE International.

Sonderbeauftragte

Die Resolution1888 sieht die Einsetzung einer oder eines Sonderbeauftragten zu sexueller Gewalt in Konfliktgebieten vor. Damit würde die Führungs- und Koordinierungsrolle der UN im Kampf gegen Gewalt gestärkt werden, so Care. Die Resolution anerkennt auch, wie wichtig es ist, dass umfassende Maßnahmen ergriffen werden: Von einem besseren Zugang zu Gesundheitsbetreuung, über die rechtliche Unterstützung von Opfern bis hin zur Überwindung von Stigmatisierung.

Internationalen Versprechen

Care und andere Organisationen, die in Krisengebieten tätig sind, haben immer wieder eingefordert, dass die internationalen Versprechen zum Schutz von Frauen und Mädchen in Kriegen eingehalten werden, und dass die Gewalt von Grund auf bekämpft wird. Viele dieser Versprechen wurden bisher nicht gehalten. "Jetzt müssten die UN-Unterorganisationen genauso wie Regierungen und Vertragspartner die wegweisende Resolution umsetzen. Die UNO habe damit die Möglichkeit, das Leben von Millionen von Frauen und Mädchen entscheidend zu verbessern", heißt es in einer Aussendung von Care. (red)

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