Potenzial für höhere Kursniveaus bis Jahresende

2. Oktober 2009, 16:26
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Ein Kommentar aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research

USA

Die zuletzt recht uneinheitlich ausgefallenen Konjunkturindikatoren - allen voran der Rückgang des ISM Geschäftsklimaindex für die Industrie - drücken vermehrt auf die Stimmung der Marktteilnehmer. Wir rechnen aber damit, dass der aktuelle Knick in der Dynamik einiger Vorlaufindikatoren eher ein erstes Warnsignal ist als bereits der Anfang vom Ende des Aufschwungs. Die im Oktober startende Berichtssaison wird zudem unserer Meinung nach wieder
positives Überraschungspotenzial in sich bergen und im kommenden Jahr ist sogar mit einer nachhaltigen Gewinnwende zu rechnen. Die wesentlichen Einflussfaktoren sprechen daher weiterhin für einen freundlichen Jahresausklang auf dem US-Aktienmarkt. Erst im neuen Jahr drohen dann unserer Meinung nach mit einer ersten Rücknahme von geldpolitischen Stimuli und einem tatsächlichen Abflauen der Konjunkturdynamik - vorübergehend - einige Schlaglöcher auf dem weiteren Weg nach oben.

Europa

Die gute Stimmung an Europas Aktienmärkten hat zuletzt einen Dämpfer erhalten. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren aber nicht so sehr europäische, sondern vor allem US-Daten, deren Aufwärtsbewegung einen leichten Rückschlag aufwies. Auch wenn die Konjunkturindikatoren zuletzt hinter den Erwartungen zurückblieben, befindet sich die Wirtschaft weiterhin auf Erholungskurs. Als Kurstreiber für die Aktienmärkte sehen wir vor allem die bevorstehende Quartalssberichtsaison. Wir gehen davon aus, dass sich - wenngleich die Erwartungen tief angesetzt sind - die wirtschaftliche Erholung auch in Form von verbesserten Ausblicken der Unternehmen bestätigt. Auch wenn die Bewertungen mittlerweile nicht mehr unbedingt günstig erscheinen, sehen wir weiteres Potenzial für höhere Kursniveaus bis Jahresende.

Japan

Der japanische Aktienmarkt zeigte sich jüngst besonders anfällig für US-Wachstumssorgen. Hinzu kommt ein für die Exportindustrie unangenehm fester Yen. Für neuerliche Kursgewinne spricht
jedoch die mittels ultra-expansive Geldpolitik ausreichend vorhandene Liquidität. Ferner werden auch die Unternehmensgewinne im Zuge der Konjunkturerholung eine Wende zum Guten vollziehen.

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