derStandard.at-Interview

"Anerkennung Abchasiens würde zur Entspannung beitragen"

5. Oktober 2009, 10:54
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Völkerrechtler Otto Luchterhandt, der am EU-Georgien-Bericht mitarbeitete, über die Lektionen aus dem Augustkrieg

Über ein Jahr nach dem Kaukasuskrieg wurde am Mittwoch der EU-Untersuchungsbericht zu den Ursachen des Konflikts veröffentlicht. Der Hamburger Völkerrechtler Otto Luchterhand war an der Erstellung des 900-Seiten-Dokuments maßgeblich beteiligt. Im Gespräch mit Berthold Eder erklärt Luchterhandt, was die Welt aus dem Konflikt lernen sollte und wie sich die Lage im Norkakasus entwickeln könnte.

***

derStandard.at: Was kann die internationale Gemeinschaft, die während des Augustkriegs ja wie vor Schreck erstarrt und handlungsunfähig war, aus diesem Konflikt lernen?

Otto Luchterhandt: Die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern, aber es gilt zu verhindern, dass ähnliche Konflikte in der Region sich in diese Richtung entwickeln. Leider muss ich feststellen, dass die Entwicklungen in Berg-Karabach, der dritten Irredenta im Südkaukasus, von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet werden. Man hat also offenbar nichts gelernt.

Der Krieg begann unter anderem, weil der Westen es zuließ, dass Präsident Saakaschwili sich standhaft weigerte, ein Gewaltverzichtsabkommen mit Abchasien und Südossetien abzuschließen. Wenn es eine solche Übereinkunft gegeben hätte, wäre es für ihn viel schwerer gewesen, die Entscheidung für den Angriff zu treffen, weil er dann damals schon vor der Weltöffentlichkeit als Aggressor dagestanden wäre, wie er es nun, nach Veröffentlichung des Berichts, ohnehin tut.

Der Präsident Aserbaidschans, Ilcham Alijew, hat Mitte Juli bei einem Vortrag in London die Lösung des Karabach-Problems mit militärischen Mitteln ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Mit Hilfe aus der Türkei und anderen Staaten hat das Land in letzter Zeit vor allem seine Luftwaffe massiv aufgerüstet, und Alijew könnte wie Saakaschwili versuchen, mit einem raschen Vorstoß vollendete Tatsachen zu schaffen, bevor die Weltöffentlichkeit aufwacht.

derStandard.at: Wird Ihrer Meinung nach die Veröffentlichung des Berichts Konsequenzen für Präsident Saakaschwili haben?

Luchterhandt: Damit rechne ich nicht. Er hat die Machtstrukturen fest im Griff und in den fünf Jahren seiner Präsidentschaft die oppositionellen Medien unter Kontrolle gebracht und damit das Instrument ausgeschaltet, das die „Rosenrevolution“ möglich gemacht hat. Auch die Justiz kontrolliert er, und zusammen mit der Mehrheit seiner Partei im Parlament kann man sagen, dass die Gewaltenteilung de facto abgeschafft ist. Die Opposition, deren bedeutendste Anführer alle bis vor kurzem im Lager Saakaschwilis beheimatet waren, kann zwar demonstrieren, wird aber nichts verändern.

derStandard.at: Hatte Präsident Saakaschwili eine realistische Chance, mit seiner Behauptung, die Beschießung der Stadt Zchinwali sei nur Reaktion auf einen bevorstehenden russischen Angriff, durchzukommen?

Luchterhandt: Nein. Die Tatsachen waren gegen ihn. Die EU-Mission hat die Frage, was in den Tagen vor dem Angriff auf Zchinwali passiert ist, außerordentlich intensiv untersucht, und keine einzige seiner Behauptungen hat sich als hieb- und stichfest erwiesen.

Auf die Informationen, die Geheimdiensten wie CIA und BND zum Zeitpunkt des Angriffes vorlagen, hatte die Untersuchungskommission leider keinen Zugriff.

derStandard.at: Ein Jahr nach dem Konflikt haben sich die Fronten verhärtet, zehntausende Flüchtlinge können nicht zurück. Eine Autonomielösung für Abchasien und Südossetien, die den Krieg verhindern hätte können, ist jetzt unmöglich. Wäre eine solche Lösung vorher realisierbar gewesen?

Luchterhandt: Durchaus. In den 90er Jahren wäre für Süd-Ossetien eine Lösung wie das Gruber-De-Gasperi-Abkommen, das 1946 die Autonomie Südtirols regelte, erreichbar gewesen. Natürlich ist im Kaukasus die Lage schwieriger als in Mitteleuropa: Gewaltbereitschaft und Emotionalität sind stärker, weswegen stärkere internationale Garantien als im Fall der Schutzmacht Österreich erforderlich wären.

Der damalige Präsident Schewardnadse hat es leider nicht einmal versucht, Südossetien einen Status wie den Adschariens zu gewähren: Diese Region, die von ethnischen Georgiern besiedelt ist, die während der osmanischen Herrschaft islamisiert wurden, genießt den Status einer Republik im georgischen Staatsverband.

In Tiflis hielt man aus Angst vor einer möglichen Unabhängigkeitserklärung einer Republik Südossetien, die sich dann vielleicht sogar im Rahmen der Russländischen Föderation mit Nordossetien vereinigt hätte, eine solche Lösung für völlig indiskutabel.

derStandard.at: Hätte Ihrer Meinung nach Russland ohne den Krieg jemals die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens anerkannt?

Luchterhandt: Nein. Die Russen hatten kein Interesse, ihre Möglichkeiten, über ihren Einfluss auf Südossetien und Abchasien in der georgischen Innenpolitik zu intervenieren, zu verlieren. Außerdem müssen sie jetzt die beiden Provinzen erhalten.

derStandard.at: Werden Ihrer Meinung nach in absehbarer Zeit weitere Staaten die beiden abtrünnigen Provinzen anerkennen?

Luchterhandt: Das würde ich nicht ausschließen. Nach dieser Konfrontation werden diese Gebiete nie wieder Bestandteil Georgiens sein. Eine Anerkennung Abchasiens durch europäische Staaten würde im Gegensatz zur derzeitigen Politik nicht den Prozess der Annäherung an die Russländische Föderation fördern, sondern zur Entspannung beitragen und eine Annäherung an Georgien ermöglichen. Schließlich sind ein Viertel der heutigen Bevölkerung Abchasiens Georgier.

In Südossetien ist die Lage komplizierter, weil durch die Beziehungen zur benachbarten Republik  Nordossetien das Schwergewicht der Bevölkerung in Russland liegt. (derStandard.at/5.10.2009)

Zur Person

Der Hamburger Völkerrechtler Otto Luchterhandt nahm an den Reisen der EU-Mission nach Moskau und Tiflis teil.

Link

Völkerrechtliche Aspekte des Georgien-Krieges - Von Otto Luchterhandt

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 84
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Girgl Galgenstein
58
30.10.2009, 03:23
Unlogisch

Georgien hätte Teilgebieten seines Staates gegenüber also vor dem Krieg ein Gewaltverzichtsabkommen unterzeichnen sollen. Würde Wien auf die Idee kommen ein solches Gewaltverzichtsabkommen gegenüber Tirol und Vorarlberg zu unterzeichnen? Das ist natürlich Unsinn, denn beide Länder sind Teil des eigenen Staatsgebietes zumindest aus der Sicht Wiens.

Lécollier Emmanuel
 
51
14.12.2009, 16:22
Tirol und Vorarlberg

sind aber von Österreichern bewohnt, Abchasien nicht von Georgiern. Ich meine, Sie betrachten doch nicht Vorarlberger und Tiroler als ethnische Minderheiten oder?

Girgl Galgenstein
24
21.12.2009, 12:00
In Abchasien stellten die Abchasen

vor dem Krieg nur 20% und auch heute noch keine 50% der Bevölkerung. Erst nach Vertreibung der Georgier gibt es dort mehr Abchasen als Georgier.

Lucky Luke 1988
63
17.1.2010, 14:09
im kosovo

stellten die albaner um 1900 10% der bevölkerung die serben 90% heute ist es genau umgekehrt.

Mal ein bisschen am Nachdenken
14
16.3.2010, 12:48

achja 1989. 1900 ..... das vermischens einfach mal so....

....also 1900 war auch noch Triest und die Adriaküste, oder Ungarn Österreichisch?


Was wollens mit diesen Ungenauigkeiten und Vermischungen erreichen?

Also 1900 ist schon fast zwei Zeitalter vorbei, 1989 aber in vielerlei Hinsicht noch hochaktuell: Baltikum, Kaukasus, Ukraine, Transnistrien, etc.

Aber macht nix, halt weiterer billiger Versuch

Tatarata
24
wie schon mal geantwortet, ist Ihre Antwort lächerlich, da um 1900 Russland gerade Abchasien frisch entvölkert hatte und so um die 500.000 Abchasen umgebracht bzw. vertrieben hatte.....so schnell ändern sich die Russischen Freundschaften im Kaukasus!

....auch hatte um 1900 noch kein Ossete auch nur eine Ahnung, dass es mal ein SOssetien geben wird.

So lebten 1957 in Zvinchvali genau 3 Ossetische Familien.

Aber ebenfalls ist es lächerlich, es als Minderheitenschutz zu verkaufen, dass man erst 300.000 Meschen ermorden und vertreiben muss, um angeblichen Minderheitenschutz für 75.000 zu gewährleisten.

Jeder der sich in den russische Medien auskennt, findet genug Beweise, dass es nur um einen neuen Kriegshafen geht. Russland ist hier leider nicht so gut in seinenMärchenstunden, da Ihnen die eigentlichen Gründe viel zu oft rausrutschen

Sie sehen ich kann auch mal Dinge wiederholen....

kartu
55
8.10.2009, 13:59

Georgian TV Report on EU-Funded Mission’s Expert
Civil Georgia, Tbilisi / 8 Oct.'09 /
One of Georgia’s largest national TV stations, Rustavi 2, claimed in its primetime, evening news program, Kurieri, on October 7 that one of the members of group of experts contracted by EU-funded fact-finding mission into the August war, received “fee” from Russia’s state gas monopoly, Gazprom.

“Fee”, the same report claimed, was given to Otto Luchterhandt, a law professor at the Hamburg University, in exchange of “lobbying for the Russian interests” in the EU-funded inquiry mission into the August war.
Reporter: Kurieri tried to contact with the member of Tagliavinai commission via e-mail. Otto Luchterhandt did not respond to the question.

Lécollier Emmanuel
 
01
14.12.2009, 16:22
Kein Wort

verstehe ich.

MySinn.at
42
7.10.2009, 11:07
Nolens volens ...

wird wohl die Anerkennung durch die EU vorgenommen werden !

leidseplein
35
6.10.2009, 23:36
Lächerlich

die ganze hier dargestellte Geschichte ist reine Demagogie. Es sind sehr viele Völker auf der Welt, die gerne unabhängig sein wollen (Basken, Kurden, Bayer, Adscharier, Tschetschenen, Ingushen, Kabardiner, Tibeten, Tamillen usw.) aber das Problem ist es, dass nicht selbst die Völkeres es wünschen, sondern die aus benachbarten bzw. grossen Ländern unterstützten Anführer, deren Aufgaben - Schikane, Brutalität und Terrorismus - sind. Die Entspannung wäre die Rückkehr von 700,000 Flüchtlingen nach deren Zuhause. Was in Kosovo der Fall war. Erst dann kann von einer Anerkennung die Rede sein, Herr Luchterhandt, damit sieht man Ihre Subjektivität weil nach der Anerkennung wird die keiner mehr haben. Gott sei dank es kommt neuere Generation.

tramtatam
21
7.10.2009, 13:40
Bayer?? wenn überhaupt dann Franken ^^

es wurden bereits zahlreichen Verstecke mit Waffen entdeckt, der Waffen-Zustand offenbart, dass es von langer hand geplant wurde - hier der Beweis:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia... h_arms.JPG

kartu
25
6.10.2009, 19:45
@Serben

Hat Georgien eure Heimat irgendwie geschadet? Falls ja, Verzeihung.

kartu
26
6.10.2009, 19:43
Saakaschwili kontrolliert nicht das ganze massmedien

Fast alle Zeitschriften sind pro-opposition.

Zwei private TVs, "Rustavi 2" und "Imedi TV" sind pro-Regierung. Aber zwei TVs, "Kavkasia" und "Maestro" sind stark anti-Saakaschwili. (auf eine seite, mann kann die nur im Hauptstadt, Tbilisi, schauen, auf andere seite, in Tbilisi wohnt ca ein drittel der Bevolkerung)

Andrew Jones
53
6.10.2009, 10:19
Kluger Mann!! Respekt.

+ Cp6uja +
76
6.10.2009, 10:18
ich glaube die staatsbürger der republiken s-ossetien

und abchasien sehen die anerkennung durch eusa so wie ich: MDE

M-ir D-och E-gal, ob sie anerkennen oder nicht oder halb oder fast ....

nicht nur weil sie es über kurz oder lang machen werden müssen, der praktische wert tendiert gegen null ...

aber der schdandad kann seinen gänsefüßchen-krieg ruhig weiterführen ...

zwecks unterhaltungswert bitte ich sogar darum ... :-)

mfg

Tatarata
11
Pardon es gibt aber dort keine Staatsbürger der Republik SOssetien

Es werden dort nur russische Pässe ausgegeben.

Und es wird dort auch, wenn dann nur Russland geben......falls Eroberungskriege im 21 Jahrhundert doch noch positiv sanktioniert werden.

Perun Gromovnik
02
6.10.2009, 07:37

Schön zu sehen wie hier immer über ethnische Probleme geredet wird, humanitäre Einsätze die tausende Zivilisten das Leben kosten, dabei vergisst man das es einzig und allein um die Durchsetzung geopolitischer Interessen der Großmächte geht.

raymond a
106
5.10.2009, 22:56

etwas unausgewogeneres habe ich selten gelesen.

dass er die Oppositionsmedien unter seine Kontrolle gebracht haben soll, ist eine ziemliche Übertreibung - umgefärbt wird von neuen regierungen auch in Österreich.

wer bei dem Konflikt die Zügel in der Hand hatte - und dabei nur gewinnen konnte, ist völlig klar.

http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/08/3... -hypothek/

obwohl "gewinnen" auch sehr relativ ist.

eigentlich haben die Russen mit ihren nordkaukasischen provinzen schon genug probleme:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/01/2... etschenen/

Andrew Jones
52
6.10.2009, 12:08
"Unausgewogen" in Hinsicht auf was?

Auf Ihre derzeitige Meinung? Finden Sie Entspannung in der guttuenenden Texten..

Ava Tar
610
5.10.2009, 21:23
Welche Staaten haben Saakashwili aufgerüstet ?

Das hätte wir nun noch gerne gewußt, und welche Sanktionen und Waffenembargos geplant sind !!!

chilly76
 
98
5.10.2009, 20:58
ich sag nur free republika srpska

alles neu macht der mai
36
6.10.2009, 10:45
gut dass rechtzeitig die 40% vertrieben wurden,

die nicht orthodox waren. jetzt kann man gut behaupten, eine nationale legitimität zu besitzen.

im übrigen finde ich diese abspalteleien völlig kontraproduktiv. selbstverständlich müssen minderheitenrechte respektiert werden, auch durch positive diskriminierung. aber auch die kosovo-geschichte ist m.E. ein fiasko. ich verstehe serbien da schon. das gleiche gilt für bih. wann kapieren die leute, dass in einer globalisierten welt der nationalstaat ein auslaufmodell ist, und dass die zukunft nur in gemeinsamer kooperation liegen kann? hat eigentlich irgendein solches abgespaltenes futzi-land der letzten 10 jahre wirklich so tolle fortschritte geleistet? war der humanitäre preis nicht viel zu hoch?
ja, der humanismus - über den redet niemand.

chilly76
 
21
6.10.2009, 20:07
in einer globalisierten welt ist der nationalstaat das wichtigste für den erhalt der kulturellen vielfältigkeit dieser welt (ich halte von der radikalen gleichschaltungs globalisierung überhaupt nichts)

es ist das selbe wie mit der geschlechtlichen gleichberechtigung (der mann soll meinermeinung nach immer noch gentleman bleiben und die frau eine dame,) oder um der gleichberechtigung nachzukommen öffnet ihnen die dame beim aussteigen jedes zweite mal die autotür?????
der nationalstaat wird überleben denn ihn hatte man schon so oft in der geschiche toterklärt (meistens von imperialen mächten) und immer wieder kam er zurück. diesmal wirds nicht anders sein.

alles neu macht der mai
01
7.10.2009, 09:55
ich bin eine dame, und ich mache mir die türe gerne selber auf

ich stimme vollkommen mit Ihnen überein, wenn Sie sagen dass lokale, regionale, nationale kultur bewahrt werden muss. globale uniformisierung ist ein problem.
ich will den nationalstaat nicht abschaffen, aber ich hinterfrage ihn in dieser klassischen form, die ja auf das 18. / 19. jahrhundert zurückgeht. damals war er ein motor für demokratisierung und republikanisierung, heute bedient er die "eigene" kultur (was ist das überhaupt?), um demagogie zu betreiben. menschen müssen lernen zu kooperieren. dann können sie auch angstfrei ihr kulturelles erbe pflegen.
angst überwinden, vor dem "anderen". ich sehe in einem vereinten europa meine kulturellen wurzeln nicht bedroht. ganz im gegenteil: ich lerne von anderen. eine bereicherung.

chilly76
 
22
7.10.2009, 23:37
dennoch lächelln auch sie genüsslich wenn ein herr ihnen zuvorkommend die tür öffnet

ich sehe meine kulturelle identität und ethnische gleichberechtigung in dieser neuen welt(un)ordnung bedroht... den serben wird mit anderem maß gerichtet als anderen völkern, kosovo und kroatien sind sogut wie serbenfrei ....serben sind die grösste flüchtlingpopulation in europa und der westen schweigt, was für kosovo gilt gilt nicht für republika srpska , serbien muss laut ek dezentralisiert werden aber bosnien auf garkeinen fall. die nordatlantische welle spricht nicht von rechtslage sondern von "das ist im geiste" oder "nicht im geiste von", also ist irgend ein geist gesetz in der natosphäre... solange ich nicht die selben rechte und gleichbehandelt werde wie die anderen ethnien ist für mich die neue welt(un)ordnung ein egsistenz problem

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