Erster "Future Policy Award" geht an Belo Horizonte

2. Oktober 2009, 15:09

Erfolgreiches Anti-Hunger-Programm der Drei-Millionen-Stadt Belo Horizonte ausgezeichnet - Preis vom Stifter des Right-Livelihood-Awards initiiert

Hamburg - Der Future Policy Award (Preis für Zukunftspolitik) des vom Stifter der "Alternativen Nobelpreise", Jakob von Uexküll, vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Weltzukunftsrates ist erstmals in Hamburg verliehen worden. Der Preis ging an das Anti-Hunger-Programm der brasilianischen Stadt Belo Horizonte und wurde vom brasilianischen Minister für Sozialentwicklung und Hungerbekämpfung, Patrus Ananias, am Donnerstag in Empfang genommen.

Ananias hatte als Bürgermeister von Belo Horizonte das Programm zur Bekämpfung des Hungers im Jahr 1993 eingeführt. Innerhalb von zehn Jahren sei es gelungen, die Unterernährung von Kindern in der Drei-Millionen-Metropole um 75 Prozent und die Kindersterblichkeit um 60 Prozent zu senken, hieß es in einer Aussendung des Weltzukunftsrates vom Freitag.

Hunger abschaffen

Das jährlich weniger als 10 Millionen Dollar (6,88 Mio. Euro) kostende Programm umfasst unter anderem Gratisessen an Schulen, Subventionen für Restaurants, regulierte Preise der wichtigsten Grundnahrungsmittel sowie die Förderung von Produktion und Vertrieb lokaler Landwirtschaftsprodukte. Die brasilianische Regierung hat es sich zum Ziel gesetzt, den Hunger in dem südamerikanischen Land bis 2015 überhaupt "abzuschaffen".

Ziel des Weltzukunftsrats (World Future Council - WFC) ist es laut seinem Initiator Jakob von Uexküll, fundamentale Werte im Interesse künftiger Generationen zu schützen. Dem Rat gehören jeweils 50 Persönlichkeiten aus aller Welt an. Der Future Policy Award ist zur Bekanntmachung und Würdigung politischer Ansätze für eine nachhaltige und gesunde Welt gedacht. (APA)

Student der Magie
11
5.10.2009, 14:36
es ist wichig

dass es in der Politik auch noch engagierte Leute gibt, die sich scheinbar wirklich um das Wohl ihrer Mitmenschen sorgen.
Viele davon gibt es leider nicht, und scheinbar hat Brasilien fast alle in seinem Land versammelt, weswegen es dort allgemein auch aufwärts geht.

Und Brasilien ist, neben all den noch zu bewältigenden Problemen, und von denen gibt es viele, ein gutes Beispiel das linke Politik nicht gleich Sozialismus oder Kommunismus bedeuten muss.

mich wundert auch nicht, dass Brasilien die Olympischen Spiele zugesprochen bekommen hat: In den USA werden wegen der Wirtschaftskrise zumindest Unruhen befürchtet, in Brasilien gedeiht auch jetzt die Wirtschaft, wird in 6 Jahren vieles noch besser als jetzt sein;)

Ava Tar
01
3.10.2009, 05:24
Hoffentlich findet ihr nicht noch mehr Öl vor der Küste

sonst schießen euch die Amerikaner das halbe Land kaputt. Ihr bastelt ja auch an Massenvernichtungswaffen, das kann man euch notfalls schon irgendwie nachweisen!

frune
01
2.10.2009, 17:38
Sehr schön!

Die Grundpfeiler des Programms in ein allgemeines Weisbuch zur Armutsbekämpfung abfassen und allen Ländern und NGOs zur Verfügung stellen, damit jeder die wertvollen Fakten gegen die 08/15 Methoden und Denkstrukturen der neoliberalen Lobby in Händen hält.

...auf der anderen Seite seh ich schon die Weltbank und WTO ihre Hände reiben und posaunen:
"Seht ihr? Falls unsere Methoden tatsächlich einmal nicht den gewünschten Erfolg bringen sollten, braucht ihr nur 10 Mio. zu investieren um den Schaden wieder gut zu machen!"

;-)

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