Drei Albaner wegen Kriegsverbrechen verurteilt

2. Oktober 2009, 14:17
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Ehemaligen UCK-Angehörigen wurden illegale Festnahmen und unmenschliche Behandlung von Zivilisten angelastet

Pristina - Drei ehemalige Angehörige der albanischen Befreiungsarmee des Kosovo (UCK), darunter mit Rrustem Mustafa einer ihrer bekanntesten Befehlshaber, sind am Freitag in Pristina (Prishtina) zu insgesamt 13 Jahren Haft wegen illegaler Festnahmen und unmenschlicher Behandlung von gefangenen Zivilisten, mehrheitlich Albaner, während des Krieges (1998-1999) verurteilt worden.

Mustafa kam mit vier Jahren Haft davon, zwei Mitangeklagte wurden zu jeweils sechs und drei Jahren Haft verurteilt. Die drei ehemaligen UCK-Angehörigen in der Region nördlich von Pristina waren bereits einmal im Jahr 2003 zu Haftstrafen verurteilt worden. Im Falle Mustafas betrug das verhängte Strafmaß 17 Jahre Haft. Vom obersten Gericht wurde das Urteil später außer Kraft gesetzt. In dem neuen Verfahren wurde die Anklage von einem EULEX-Ankläger vertreten.

Die Festnahme Mustafas, der während des Krieges als "Kommandant Remi" bekannt wurde, hatte im August 2002 zu Ausschreitungen in Pristina geführt, bei denen Dutzende Demonstranten, aber auch mehrere UNO-Polizisten verletzt wurden. (APA)

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