Petrikovics dementiert Aussage zu Hochegger-Kontakte

2. Oktober 2009, 14:09
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Ein Magazinbericht sorgt für einen neuen Aufreger in der Buwog-Affäre

Wien - Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics hat am Freitag ein Detail in einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Format" (hier nachlesen) dementiert, in dem er zum Informationsfluss in der Buwog-Affäre mit den Worten "Hocheggers Tipp kam entweder von einem Mitbewerber oder aus dem Finanzministerium. Woher genau, war damals egal" zitiert wird. Peter Hochegger war wie berichtet im Zuge des Buwog-Verkaufes als Berater für die Immofinanz tätig und hat dafür eine Provision von knapp zwei Millionen Euro erhalten. Petrikovics betont nun, dass weder er noch sein Anwalt mit dem Magazin gesprochen haben und kündigte rechtliche Schritte an. Vom "Format" hieß es wiederum: "Wir stehen voll inhaltlich zu dem Bericht und sehen rechtlichen Schritten gelassen entgegen."

In der Buwog-Affäre geht es um den schon damals umstrittenen Verkauf der staatlichen Immobiliengesellschaft an die Immofinanz unter dem Eigentümervertreter Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Für die Immofinanz waren die beiden Grasser-Freunde Walter Meischberger und Peter Hochegger beratend tätig. Sie haben dafür laut "Format" eine Million Euro pro Beratungstag erhalten, in Summe 10 Mio. Euro. Dieses Honorar haben sie nicht versteuert und kürzlich deswegen Selbstanzeige erstattet - es gilt die Unschuldsvermutung. Grasser betont, dass er von der Beratertätigkeit von Meischberger und Hochegger nichts wusste. Seine Bürogemeinschaft mit Meischberger will er aufkündigen, wie Grasser kürzlich sagte. (APA)

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