EU-Genehmigung für Baxter-Impfstoff steht bevor

2. Oktober 2009, 12:24
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Offene Fragen bezüglich der Herstellungsqualität der Vakzine geklärt - Klinische Prüfung ist noch im Gange

Wien - Die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) empfiehlt der EU-Kommission nach der Zulassung von "Focetria" (Novartis) und von "Pandemrix" (GlaxoSmithKline - GSK) nun auch den von Österreich bestellten "Schweinegrippe"-Impfstoff "Celvapan" (Baxter). Gründe für die Verzögerung waren offene Fragen zur Herstellung per Zellkultur statt mit den üblichen embryonierten Hühnereiern.

Der nun zugelassene Impfstoff gegen die A(H1N1)-Grippe wurde im Baxter-Biotech-Forschungszentrum in Orth/Donau in Niederösterreich entwickelt. Die Republik Österreich hat mit dem Unternehmen einen Vorvertrag auf die Lieferung von 16 Mio. Dosen der Vakzine für alle Österreicher abgeschlossen. Allerdings ist die Ausbeute in der Produktion offenbar wesentlich geringer als erwartet. Österreich dürfte zunächst nur rund 300.000 Dosen der Vakzine erhalten. Dann sollen pro Woche 70.000 bis 100.000 nachgeliefert werden. Nun stellt sich für das Gesundheitsministerium und die Bundesregierung die Frage der endgültigen Bestellung.

Die klinische Prüfung von "Celvapan" ist noch im Gange. Seit Mitte August läuft sie am Wiener AKH am Institut für Tropenmedizin sowie in Graz und an einem medizinischen Zentrum in Deutschland.

Für einen Einsatz der Vakzine sprach sich am Freitag Walter Dorner, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, aus: "Ich bin überhaupt für die Grippeprophylaxe per Impfung. Man sollte sich auch gegen die 'andere' (normale saisonale, Anm.) Influenza immunisieren lassen. Natürlich ist es gut, wenn es jetzt auch eine Vakzine gegen die A(H1N1)-Influenza gibt. Ich hoffe sehr, dass man in Österreich so vernünftig ist, diese Impfung breit zu verwenden", sagte Dorner. (APA)

 

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