Europäische Arzneimittelagentur empfiehlt Zulassung von Baxter-Impfstoff

2. Oktober 2009, 11:33
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Österreich besitzt Vorvertrag, wartet mit Impfstoff-Bestellung aber weiter ab - Entscheidung soll erst nach Zulassung fallen

Wien - Die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) empfiehlt - nach der Zulassung von "Focetria" (Novartis) und von "Pandemrix" (GlaxoSmithKline - GSK) durch die EU am Dienstag - nun auch die Freigabe der Baxter-Vakzine "Celvapan". Dies teilte die EMEA am späten Freitagvormittag in einer Aussendung mit. Dabei handelt es sich um die dritte Pandemie-Vakzine und gleichzeitig jenen Impfstoff des US-Pharmakonzerns Baxter, für den Österreich einen Vorvertrag auf 16 Millionen Dosen abgeschlossen hat.

Das österreichische Gesundheitsministerium hat aber nach wie vor keine Entscheidung bezüglich einer Bestellung für die Baxter-Vakzine "Celvapan" getroffen. "Uns freut es, dass wir im Zeitplan sind und wir hoffen sehr auf eine rasche Zulassung", so Ressortsprecher Thomas Geiblinger bezüglich der "Celvapan"-Empfehlung der EMEA.

Ob nach einer Genehmigung Impfstoff für Österreich bestellt werde, steht laut dem Sprecher noch nicht fest. Darüber wird nach der Zulassung entschieden, betonte Geiblinger. Das gelte auch für die Bestellmenge sowie den Verteilungsmodus. Österreich kann laut dem Vorvertrag alle 16 Millionen Dosen auf einmal oder in kleinen Mengen nach und nach ordern. Zeitgleich zu diesem Beschluss soll feststehen, welche Gruppen als erstes geimpft werden.

Für einen Einsatz der Vakzine sprach sich am Freitag Walter Dorner, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, aus: "Ich bin überhaupt für die Grippeprophylaxe per Impfung. Man sollte sich auch gegen die 'andere' (normale saisonale, Anm.) Influenza immunisieren lassen. Natürlich ist es gut, wenn es jetzt auch eine Vakzine gegen die A(H1N1)-Influenza gibt. Ich hoffe sehr, dass man in Österreich so vernünftig ist, diese Impfung breit zu verwenden", sagte Dorner am Freitag.

Dorner: "Wir haben ja einen Vorvertrag für die Vakzine. Wichtig ist, dass man die Gesundheitsberufe durchimpft. Es gibt aber noch viele andere Berufsgruppen, zum Beispiel die Kassierinnen in Supermärkten. Wenn die alle krank werden, haben wir auch ein Versorgungsproblem. Das gilt auch zum Beispiel für Berufsgruppen wie Buschauffeure etc." (APA)

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