Vox kocht weiter und startet vier neue US-Serien

1. Oktober 2009, 16:33
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Umsatzwachstum "sehr, sehr abgeflacht", aber Marktanteil erstmals über sechs Prozent

Kochen kommt bei VOX nicht aus der Mode. Neben schon bisher erfolgreichen Formaten wie "Das perfekte Dinner" oder die "Kocharena" startet der deutsche Privatsender in der kommenden Saison mit dem "Promi Kochduell" am Nachmittag und den "Küchenchefs" im Hauptabend zwei weitere Formate aus diesem Segment. Außerdem wird in der neuen Vorabend-Dokusoap "Mein wunderbares Wohnlokal" das eigene Wohnzimmer zum Restaurant. Auch Freunde von US-Serien dürfen sich freuen, wie bei der Programmpräsentation am Donnerstag in Wien bekannt wurde. Vier neue Crime-Serien werden gestartet und der Freitag als dritter Serientag neben Montag und Mittwoch fix etabliert.

Dass man bei VOX verstärkt auf Serien setzt, verwundert nicht: Mit "Life" verfügt man über Detectives, die einen Marktanteil von 10,4 Prozent erobern konnten. Auch "Criminal Intent" (9,2 Prozent) oder "Crossing Jordan" (8,3 Prozent) laufen sehr erfolgreich. Im Herbst werden nun vier neue Serien gestartet, erläuterte Senderchef Frank Hoffmann. Mit "Burn Notice", "Leverage", "The Strip" und "Lie To Me" könne man "aus dem Vollen schöpfen", weil man "in den ersten Monaten des Jahres auf Konsolidierung gesetzt" habe. Mit einem Gesamtmarktanteil in Österreich von zuletzt 6,4 Prozent in der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen zeigte sich Hoffmann sehr zufrieden - "aber es ist sogar noch ein bisschen mehr drin."

Nicht die Zeit für Party

Dass heuer mit den Folgen der Wirtschaftskrise nicht die Zeit für Party war, sei am "sehr, sehr abgeflachten Umsatzwachstum" ablesbar, erklärte Gerhard Riedler, Geschäftsführer der RTL-Vermarktungsfirma IP-Österreich. "Das ist ärgerlich, aber nicht existenzbedrohend." Mit dem erstmals über sechs Prozent befindlichen Marktanteil habe man sich gegenüber Konkurrenten wie Kabel1 (4,4 Prozent) abgesetzt und sich nahe an die Marktführer, die sogenannten Privatsender der ersten Generation, Sat.1 (7 Prozent), RTL (8,4 Prozent) und ProSieben (8,9 Prozent) herangetastet. Die Werbepreise werden laut Riedler aufgrund der guten Marktanteilsperformance in Österreich für die kommende Saison "moderat" erhöht - beim ORF sei die Werbung im Vergleich aber immer noch dreimal so teuer.

Auch Hoffmann sparte nicht mit Seitenhieben auf die öffentlich-rechtlichen Sender, die immer mehr einen "Hang zum Trivialen" aufwiesen. Selber setze man sogar am Samstagabend dagegen vier Stunden lang auf Dokumentationen. Als Ziel wurde ausgegeben, künftig am Nachmittag verstärkt komplementär zu programmieren ("da haben wir zu lange an Dokusoaps festgehalten"), die einer Imagestudie zufolge hohe Glaubwürdigkeit intensiver zu nutzen und zuverlässige Sendestrecken zu verlängern. Als neue Formate werden am Nachmittag ein "Frauenzimmer" und am Vorabend eine Dokusoap über Mehrlingsfamilien ("Mehr geht nicht") ausprobiert. Und nicht zuletzt wird auf Promis gesetzt, wie das neue Magazin "Prominent!" und der "VIP-Hundeprofi" belegen. (APA)

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