"Könnte der Anfang vom Ende des Parteivorsitzenden sein"

1. Oktober 2009, 17:11

Der Politologe Anton Pelinka über die Krise der Sozialdemokraten und deren Chef Werner Faymann

(Das Interview im Audio-Format zum Download: )

Die Krise der SPÖ nach den Rekordverlusten bei den vergangenen Wahlgängen "könnte der Anfang vom Endes des Parteivorsitzenden sein", meint der Politologe Anton Pelinka im Video-Interview mit Hans Rauscher. Sollte Werner Faymann als SPÖ-Chef und Bundeskanzler ausgetauscht werden, sei das jedoch nicht die Lösung. "Es ist vielleicht hilfreich, aber die Lösung ist, dass die Partei sich anders aufstellt, unabhängig von der Person." Die SPÖ sollte eine bessere Analyse des Zustandes durchführen. Pelinka: "Was mich erstaunt und wundert ist, dass die Sozialdemokratie nichts gegen ihre langweilige Biederkeit tut." Bruno Kreisky hätte 2.000 internationale Experten eingeladen, um über die Zukunft der Sozialdemokratie medienwirksam nachzudenken. Die aktuelle SPÖ sehe sich hingegen "als sich selbst genügsame Provinz". 

Migration und Wirtschaft

Im Gespräch erläutert Pelinka ausführlich, welche Zugänge die Sozialdemokratie zu den zwei Themenbereichen Migration und Wirtschaft wählen könnte. Bei beiden fordert der Politologe von der SPÖ mehr Internationalität ein. Alles, was jenseits der Grenzen passiere, würde als Bedrohung statt als Chance gesehen. Zum Thema Ausländer meint Pelinka: "Der bloße Geruch von Hammelbraten im Hinterhof kann doch nicht ausreichen, dass man sagt, die Muslime dürfen keine Moscheen bauen. Und der bloße Geruch von Hammelbraten ist aus meiner Sicht nicht negativer als der der Wiener Burenwurst." Die "Burenwurst-Kultur" sei der "Hammmelbraten-Kultur" auch nicht grundsätzlich überlegen.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise sei kein österreichisches Problem, sondern eines der Weltökonomie. Dieses Problem könne man nur mit einer europäischen, internationalen Politik angehen. Die "Insel der Seligen", die es mit dem österreichischen Wohlfahrtsstaat einmal gegeben habe, sei Vergangenheit, weil es statt der Nationalökonomie jetzt nur mehr eine Globalökonomie gebe. Die Sozialdemokratie müsse nun versuchen, ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Kapital herzustellen, "aber sie scheint sich darüber nicht einmal den Kopf zu zerbrechen".

Extrem Rechts

Am Schluss des Interviews erklärt Pelinka, warum auch in Zukunft 25 bis 30 Prozent der Österreicher extrem rechte Parteien wählen könnten, und was die anderen Parteien dagegen tun sollten. (rasch, derStandard.at, 2.10.2009)

"Nach der Windstille" - Eine politische Autobiografie. Von Anton Pelinka.

 

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Niveaulose poster

Wenn man sich international bei anderen Zeitungen auf Standard Niveau ein wenig umsieht, dann kann man sich über die Diskussionskultur der öst. Poster nur mehr wundern. Schade

niveaulose poster...

wissen sie, früher... ich meine ganz früher, als ich noch jugendzeitschriften gelesen habe, jaja genau die mit dem doktor sommer und rennbahnexpr und so,... jedenfalls da waren auch imer poster drinnen.

ob niveaulos oder nicht, ich habe sie an die wand gehängt.

und später hab ich mir darüber keine gedanken mehr gemacht.

möglicherweise können sie mit den postern der neuzeit auch so verfahren.

augenzwinkernd
TF

nachtrag: immmmmer mit 2 m natürlich

iMMer

peinlich. sorry.
TF

Interessante Beiträge

Generell ist RAU TV eine gute Idee. Allerdings ist Herr Rauscher ein Mann der Feder bzw des Keyboards, vielleicht sollten diese Interviews im Team durchgeführt werden, mit jemandem der eine etwas bessere mündiche Komptenz hat. Dann würden die Interviews vielleicht ein wenig besser ankommen. Aber generell würde ich sie, trotz ups and downs in der Qualität nicht missen wollen

Lustig moderiert

Meine Lieblingspassage ist: "Ich möcht nochamal die Frage wiederholen. 26%, das ist das Schlimmste seit dem zweiten Weltkrieg äähh. Wie soll das so leicht wieder hinaufgehen..."

wow, man kann vor und zurückspulen - hi tech

Wer ist gemeint: Faymann oder Vranitzky?

Verblüffend, diese Analyse hätte man nach ein paar Jahren Vranitzky genauso veröffentlichen können: Die SPÖ hat es sich geleistet, mehrere Generationen künftiger Parteiführer zu killen: Androsch hätte das Zeug gehabt, die SPÖ zur linken Volkspartei zu machen, in der Hainburger Au entfremdete man die Ökologiebewegten weg zur grünen Partei. Der Niedergang der Löwelstrasse begann schon unter Kreisky, Vranitzky verklopfte das linke Familiensilber wie die AZ, Benya sah hilflos zu, wie der Konsum pleite ging, sein Nachfolger verlor die BAWAG usw. Die jetzige „Parteielite“ ist nur noch drittklassig, Zeit für einen Neubeginn jenseits der SPÖ.

Nur echte Sozialisten

können Pleiteunternehmen wie AZ und Konsum als "Familiensilber" bezeichnen.

na gut "ehemalige Familiensilber"

Nein. Bitte bloß nicht noch mal von vorn. 

Man sollte die Chance nützen, die fatalen Grundirrtümer des Sozialismus zu erkennen, die v.a. wirtschaftlicher Natur sind und deren Widerlegung ohne jegliche "Ideologie" und sinnfreiem Pochen auf einen "Rechtsanspruch" irgendeiner "individuellen Meinung" auszukommen vermag:  

http://www.newurl.us/u/?a=3182

Die "Burenwurst-Kultur" sei der "Hammelbraten-Kultur auch nicht grundsätzlich überlegen.

Der studierte Politologe P. kratzt wieder einmal elegant die Kurve. Seit wann ist die Burenwurst Kultur? Gewohnheit wäre besser artikuliert. Oft ist die Burenwurst, nur eine fettiges kaum genießbares, geschmackloses "Irgendetwas", dass sich der Mensch in unkontrolliert-verzweifelter Fresssucht hineinstopft. Auch der Vergleich m d Hammelbraten-Kultur, ist purer Unfug.Der Dönerkebab riecht hin und wieder nicht nach Kultur, eher nach wildem Mischmasch.Do is alles drinnen was Gott erlaubt. Ist natürlich nicht bei allen so… Immerhin mein Spaniel nimmt immer ganz spontan Reißaus. Habe ich wirklich einmal ein Verlangen, verbellt mich der Vierbeiner. Ist allerdings beim Burenheitl net anders. Die negativen Beispiele sind natürlich nicht die Regel

das hauptproblem

ist dass viele immigranten nicht integreiert sein wollen. Wenn jemand will in einem land leben muss er/sie das Kultur des landes respektieren.

Sie schreiben da grad zum falschen Artikel, oder?

endlich wird mal jemand interviewt...

...der nicht planlos gegen ausländer (fpö, bzö) oder gegen reiche und den sogenannten "raubtierkapitalismus" (spö) losschimpft...
der mann hat gesunde und vernünftige einstellungen...klar dass der nie wirklich politik gegangen ist, ist verständlich...so fähige menschen wären ja dumm, wenn sie ihr talent für ständige beschimpfungen verschwenden würden

Poster ist eine nahestehende Person oder Hr. Pelinka persönlich?

wenn man jemanden...

...für fähig hält aufgrund der aussagen die er macht muss man denjenigen gleich gut kennen? du tust mir leid

Danke für das Interview lieber Standard

Leider ist mir Rauscher unangenehm. Seine Fragen quält er oft zögerlich und gestottert heraus und sind manchmal schlecht formuliert, auch wenn er gut informiert zu sein scheint.

Man darf ...

... auch dankbar dafür sein, dass hier in ruhiger, sachlich fundierter Weise und auch klar wichtige Diskussionsbeiträge gegeben werden. Die mögen dann den Rechtsextremen nicht gefallen. Sie sind aber ein Ausweis für eine doch noch aufzufindende Nische, in der Debatten in diesem Land geführt werden können.

Mir ist ein sehr guter Faymann Nachfolger eingefallen. Der hat Charisma, ist charmant und beliebt bei Jung und Alt:

es ist .......












HANSI HINTERSEER !!!!!!!!!!!

www.hansi-hinterseer.net/eingang.htm



Pelinka macht sich Sorgen um seine Genossen

Rührend.

Falsch informiert! Prof. Pelinka ist kein "Genosse".

Freilich nicht,

Herr Pelinka.

Siiiicher niiiicht. Der Krassnitzer ist ja auch ein latenter FPÖ-ler...

wenn jetzt "Onkel Hans" auch noch seine schützende Hand

von Faymann wegnimmt, dann geht das schnell und Faymann ist weg.

Da es keine sozialdemokratische Ideologie mehr gibt, eruebrigt sich auch eine Sozialdemokratische Partei

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