Kundgebung vor chinesischer Botschaft in Kathmandu
Kathmandu/Peking - Die Polizei in Nepal hat Dutzende Exil-Tibeter
wegen angeblicher Pläne für Proteste zum 60. Jahrestag der Gründung der
Volksrepublik China festgenommen.
Anti-Aufruhr-Beamte hätten knapp 40 Tibeter festgenommen, die versucht hätten,
vor der chinesischen Botschaft in der Hauptstadt Kathmandu zu demonstrieren,
sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.
Die Demonstranten entrollten tibetische Fahnen und skandierten Parolen wie
"Freiheit für Tibet", bevor sie von Polizisten abgeführt wurden, wie ein
Journalist der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Nach Angaben der Polizei
sollten sie später wieder freigelassen werden. Aus Sorge um die
freundschaftlichen Beziehungen hatte die Regierung Nepals wiederholt vor chinafeindlichen Protesten gewarnt.
Mit einer Militärparade feierte Peking das 60-jährige Bestehen der
Volksrepublik China. Rund 200.000 Menschen
verfolgten eine Militärparade mit tausenden Soldaten auf der Straße des Ewigen
Friedens, Kampfflugzeugen am Himmel sowie militärischer Hochtechnologie,
darunter auch ballistische Interkontinentalraketen. Anschließend marschierten
tausende Menschen singend durch die Straße. Das Spektakel war mehrfach geprobt
worden. Zudem wurde das Sicherheitsaufgebot anlässlich des Jahrestages massiv
erhöht. (APA)