Konferenz zu den "Revolutionen von 1989" in Wien

1. Oktober 2009, 15:48
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Öffentliche Podiumsdiskussionen mit Zeitzeugen als Höhepunkte der Tagung

Wien - Eine Internationale Konferenz zum Thema "Die Revolutionen von 1989" hat am Donnerstag in Wien begonnen. Höhepunkte der Tagung werden öffentliche Podiumsdiskussionen mit Zeitzeugen wie dem der früheren tschechischen Außenminister Jiri Dienstbier, dem ersten nichtkommunistischen Ministerpräsidenten Polens der Nachkriegszeit, Tadeusz Mazowiecki, und dem ehemaligen außenpolitischen Berater von Altkanzler Helmut Kohl, Horst Teltschik, sein.

Das Risiko der Menschen, die in den Revolutionen 1989 in Ostmitteleuropa für mehr Freiheit auf die Straße gegangen seien und schließlich die kommunistischen Regime zum Einsturz gebracht hätten, sei erheblich gewesen, hieß es in einer Online-Presseinformation der Organisatoren vergangene Woche. Dies zeigten neue Forschungsergebnisse.

Risiko des Engagements

"Man wusste damals nicht, wie die politische Führung reagieren würde, man wusste nicht, ob nicht doch die Panzer rollen könnten", betonte der Osteuropa-Experten und Organisator der Veranstaltung, Arnold Suppan. Es sei den Menschen die auf die Straße gingen und damit viel riskiert hätten zu verdanken, dass die Revolutionen erfolgreich und weitgehend friedlich gewesen seien. Andererseits hätten auch diejenigen, die keinen Einsatzbefehl für die Panzer gegeben hätten einen großen Beitrag geleistet, erklärte Suppan.

Die dreitägige Konferenz findet in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) statt. Die Zeitzeugenrunden beginnen laut den Veranstaltern jeweils um 19.30 Uhr. (APA)

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