Islamisten vertreiben Rivalen aus wichtiger Hafenstadt

2. Oktober 2009, 16:12
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Menschenrechtler: 28 Zivilisten bei Kämpfen in Kismayo getötet

Mogadischu - Eine Gruppe somalischer Islamisten hat am Freitag nach schweren Kämpfen ihre Rivalen aus einer strategisch bedeutenden Hafenstadt vertrieben. Die Al-Shabaab-Rebellen teilten mit, sie hätten die Hisbollah (Hizbul Islam) aus Kismayo verdrängt. Bei den Kämpfen der vergangenen Tage waren nach Aussagen örtlicher Menschenrechtsgruppen mindestens 28 Zivilisten getötet worden.

Hisbollah-Anführer Mohamed Aden sprach von einer noch größeren Totenzahl: "Jede Seite hat Dutzende ihrer Kämpfer wie Müll in den Gassen vergraben." Seine Gruppe hatte zuvor angekündigt, gegen die Al-Shabaab überall in Somalia zurückzuschlagen, sollte zu Kämpfen in Kismayu kommen.

In Somalia sind bei Kämpfen zwischen verschiedenen Gruppen seit Anfang 2007 19.000 Zivilisten getötet und 1,5 Millionen Menschen vertrieben worden. Die USA werfen der Al-Shabaab vor, Verbündeter der Al-Kaida am Horn von Afrika zu sein. (APA/Reuters)

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