Eiertanz um Syndikatsvertrag geht weiter

1. Oktober 2009, 14:32
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B&C: Syndikatsvertrag aufgelöst, keine Angebotspflicht

Wien - Das taktische Spiel rund um den Syndikatsvertrag, mit dem der Porr-Konzern beherrscht wird, geht weiter. Der noch immer größte Aktionär, die B&C-Industriebeteiligung, hat am Donnerstag bekräftigt, dass sie die Aktionärsvereinbarung für aufgelöst hält und sie sich trotzdem nicht in der Pflicht sieht, ein Übernahmeangebot zu legen.

In der vergangenen Woche war über eine Kapitalerhöhung der türkische Investor Renaissance mit 10,2 Prozent eingestiegen, die B&C-Stiftung hatte Bezugsrechte an Renaissance weitergegeben. Das Syndikatsmitglied Wiener Städtische, das schon bisher nur zehn Prozent kontrolliert hatte, zog nicht voll mit und wurde deswegen auf 9,2 Prozent verwässert.

Nach Rechtsmeinung von B&C gilt das Syndikat aus ihr selbst, der Städtischen und dem Tiroler Großaktionär Ortner dann als automatisch aufgelöst, wenn ein Teilnehmer unter 10 Prozent fällt. Laut B&C teilt Ortner diese Rechtsauffassung.

Die Meinung aus der Städtischen, dass B&C nun verpflichtet sei ein Übernahmeangebot zu legen, wies die Industriestiftung am Donnerstag zurück: "B&C hat mehrfach erklärt und bleibt dabei, dass sie keine Mehrheit an der Porr erwerben will. Ein Verkauf von Porr-Aktien ist ebenso wenig ein Thema für die B&C." (APA)

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