Regierungschef gründet neues politisches Bündnis

1. Oktober 2009, 12:20
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Maliki gewinnt Vertreter unterschiedlichster Gruppierungen - Bisher stark konfessionsgebundene Politik soll überwunden werden

Bagdad - Dreieinhalb Monate vor der Parlamentswahl im Irak hat Ministerpräsident Nuri al-Maliki ein neues politisches Bündnis vorgestellt, in dem alle religiösen Gruppierungen des Landes vertreten sind. "Die Bildung dieser Allianz bedeutet einen historischen Wendepunkt beim Wiederaufbau des modernen irakischen Staates und repräsentiert alle Iraker", sagte Maliki am Donnerstag in Bagdad.

Der Rechtsstaats-Koalition gehören 40 politische Parteien und Gruppierungen an, darunter Vertreter der schiitischen Bevölkerungsmehrheit, einflussreiche sunnitische Stammesführer, Kandidaten anderer Minderheitsgruppen, aber auch Unabhängige und Liberale. Die Koalition wolle eine unabhängigen, föderalen Staat aufbauen, der Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und die Souveränität des irakischen Volks garantiere, sagte Maliki.

Maliki will mit dem neuen Bündnis die bisher stark konfessionsgebundene Politik seines Landes überwinden. Er hatte im August den Zusammenschluss schiitischer Parteien verlassen, mit dem er die Parlamentswahlen 2005 gewonnen hatte. Die wichtigsten schiitischen Parteien haben sich bereits zu einer neuen Koalition zusammengefunden. Die nächste Parlamentswahl im Irak ist für den 16. Jänner geplant. (APA)

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