Tote nach Tsunami angeschwemmt

2. Oktober 2009, 13:09
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Nach wie vor Mangel an Medikamenten und Blutkonserven - Behörden bestätigen rund 150 Todesopfer

Wellington - An den einst paradiesischen Sandstränden von Samoa werden drei Tage nach dem schweren Tsunami immer mehr Leichen angeschwemmt. 30 Tote wurden allein im Ort Lalomanu an der Südküste geborgen, berichtete ein Deutscher am Freitag. Dort gab es eine populäre Ferienanlage. Am Strand ragen zwischen den Trümmern von Häusern und Hütten nur noch einzelne Palmen in den Himmel. "Lalomanu gleicht einer Müllhalde", beschrieb ein Augenzeuge die Lage in der Zeitung "New Zealand Herald" vom Freitag.

Die Behörden gaben die Opferzahl mit rund 150 an. Viele Menschen wurden weiterhin vermisst. Am Freitag erschütterte ein Beben der Stärke 6,3 den Inselstaat Tonga mehrere hundert Kilometer südlich von Samoa. Schäden wurden nicht gemeldet. Eine der nördlichsten Inseln von Tonga war bei dem Tsunami am Dienstag von einer meterhohen Welle getroffen worden. Mehrere Menschen kamen dort ums Leben.

In den Krankenhäusern von Samoa fehlt es an Medikamenten und Blutreserven. Im Rundfunk wurde die Bevölkerung zu Blutspenden aufgerufen. Verletzte in Spitälern berichteten über die Horrorszenen, als am Dienstag in der Früh wenige Minuten nach dem schweren Erdbeben der Tsunami anrollte. Eine Großmutter packte ihre beiden Enkelkinder an den Händen, verlor sie aber in der Welle, die sie erfasste, berichtete die Frau im Fernsehen. Ein Kind wurde später lebend am Strand gefunden, das andere blieb zunächst vermisst.

Charlie Pearse aus Neuseeland arbeitete als Lehrerin auf Samoa und war in einem Schulbus voller Kinder unterwegs. Die Welle erfasste das Fahrzeug. "Ich bin sicher, dass einige sofort tot waren", sagte sie weinend zu Reportern. "Ich habe ihre leblosen Körper gespürt." Sie selbst habe sich auf den bevorstehenden Tod eingestellt und habe wie durch ein Wunder überlebt, als sie aus dem Bus geschleudert wurde.

Die Regierung hat den Angehörigen der Opfer ein Massenbegräbnis in der kommenden Woche vorgeschlagen. Sie wollen die Kosten tragen und Gräber auf einem Friedhof in Tifaigata zur Verfügung stellen. (APA/dpa)

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    Helfer suchen die Strände ab.

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