Mehr Arbeitslose in der Eurozone

1. Oktober 2009, 11:08
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Anstieg auf 9,6 Prozent - Höchster Stand seit zehn Jahren

Luxemburg/Brüssel - Die Arbeitslosenquote in der Eurozone ist im August weiter angestiegen. So erreichte sie im vorvergangenen 9,6 Prozent gegenüber 9,5 Prozent im Juli, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Österreich verzeichnete mit einer Arbeitslosenrate von 4,7 Prozent im August (Juli: 4,8 Prozent) den zweitniedrigsten Stand in der EU. EU-weit stieg die Quote auf 9,1 Prozent nach 9,0 Prozent im Juli.

Für die Eurozone ist dies die höchste Quote seit März 1999 und für die EU seit März 2004. Nach Schätzungen von Eurostat waren im August in der EU insgesamt 21,9 Millionen Menschen arbeitslos, davon 15,2 Millionen in der Eurozone. Gegenüber Juli nahm die Zahl der Arbeitslosen in der EU um 236.000 und in der Eurozone um 165.000 zu. Gegenüber August 2008 stieg die Zahl um 5,0 Millionen Menschen in der EU und um 3,2 Millionen in der Eurozone.

Spanien an der Spitze

Am niedrigsten ist die Arbeitslosenrate weiter in den Niederlanden mit 3,5 Prozent. Die höchsten Quoten meldeten Spanien (18,9 Prozent) und Lettland (18,3 Prozent). Alle EU-Staaten verzeichneten über ein Jahr betrachtet einen Anstieg ihrer Arbeitslosenquote.

Die Arbeitslosenquote der Männer stieg in der Eurozone von 7,0 Prozent auf 9,4 Prozent. Bei Frauen nahm die Rate im selben Zeitraum von 8,3 Prozent auf 9,8 Prozent zu. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg im Jahresvergleich stark an. Sie lag im August in der Eurozone bei 19,7 Prozent und in der EU bei 19,8 Prozent. Im August 2008 hatte sie noch 15,6 Prozent bzw. 15,5 Prozent betragen. Die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit meldeten die Niederlande (6,3 Prozent), die höchsten Quoten dagegen Spanien (39,2 Prozent) und Litauen (31,2 Prozent). (APA)

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