Outing im Job

"Da hört man die Stecknadel fallen"

Florian Vetter, 4. Oktober 2009, 16:50
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    foto: regine hendrich

    Norbert Pauser klärt beruflich darüber auf, warum Diversity alles andere als ein Randthema für Unternehmen ist.

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    foto: roswitha hofmann

    Setzt sich für die Sichtbarkeit von Lesben und Schwulen im Berufsleben ein: Genderforscherin Roswitha Hofmann.

Ein Interview mit Genderforscherin Roswitha Hofmann und Diversity-Manager Norbert Pauser über Homosexualität im Berufsleben

Österreichs Unternehmen haben bei der Integration von homosexuellen Mitarbeitern viel Nachholbedarf, schwul oder lesbisch zu sein wird in der Wirtschaft noch immer tabuisiert. Dabei könnte sich ein offener Umgang mit Homosexualität auch positiv auf das Geschäft auswirken. Genderforscherin Roswitha Hofmann und Diversity-Manager Norbert Pauser über Outing im Beruf, gute Integration von homosexuellen Mitarbeitern und Diversität als Innovationskultur.

derStandard.at: Ist ein Outing im Beruf notwendig bzw. wichtig?

Roswitha Hofmann: Das kann man nicht verallgemeinern, weil es stark branchenabhängig ist. Es handelt sich auch um eine persönliche Frage: Sowohl von Arbeitgeber- als auch von Arbeitnehmerseite gibt es das Argument, dass sexuelle Orientierung nichts mit der Arbeitsleistung zu tun hat. Wir wissen allerdings aus der Organisationsforschung, dass Privatsphäre und Beruf nicht so leicht zu trennen sind. Ich denke dabei nur an Gespräche über Urlaub, Wochenenden etc.

Norbert Pauser: Ja, so sehr es denn notwendig ist eine sexuelle Orientierung im Unternehmen zu thematisieren. Der Vorwurf lautet immer, dass sich Heterosexuelle auch nicht dauernd outen. Vergessen wird aber dabei, dass das Thema in heterosexuellen Zusammenhängen von Früh bis Spät präsent ist. Niemand verlangt also, dass man mit dem Rosa Winkel herumläuft und auf Schwulenrechtler macht. Ein angemessener Umgang mit Schwulen, Lesben und Bisexuellen wäre aber wünschenswert.

derStandard.at: Wie offen ist Homosexualität herzeigbar?

Hofmann: Die sexuelle Orientierung beschränkt sich nicht nur auf Homosexuelle, sie ist ständig Thema in sozialen Beziehungen und betrifft daher jeden. Bei Lesben und Schwulen wird es halt immer hervorgehoben.

Pauser: Immer so weit wie es die Organisation zulässt. Das reicht von großer Zustimmung der Geschäftsführung zum Schutz dieser Person, bis hin zu offenem Mobbing oder Tolerieren sexistischer Witze. Wenn es keine Rahmenbedingungen gibt, wird der Geoutete Manager seiner eigenen Angelegenheiten. Missverständnisse im Arbeitsumfeld sind dann vorprogrammiert.

derStandard.at: Wie äußert sich ein positiver oder negativer Umgang mit Homosexualität im Betrieb?

Pauser: Organisationen, die besonders wertschätzend an die sexuelle Orientierung ihrer Belegschaft herangehen, werden loyale Mitarbeiter bekommen, die sich engagieren und einen Benefit zurückgeben. Anders läuft es bei denen, die in die innere Kündigung gehen, weil sie gemobbt und subtilem Druck ausgesetzt werden, weil sie nicht sie selbst sein dürfen. Ein proaktiver Umgang mit der Thematik wirkt sich auf die Leistungsbereitschaft aus.

Hofmann: Je weniger die Leute sich als Ganzes wahrgenommen fühlen, um so schwieriger ist es die Leistungen zu bringen, die der Qualifikation entsprechen. Auf der anderen Seite ist es auch eine persönliche Entscheidung. Will ich mich ganz outen oder nur bei bestimmten Personen? Das sind Entscheidungen, die natürlich durch ein vorgelebtes Betriebsklima beeinflusst werden.

derStandard.at: Frauen haben ohnehin schlechtere Chancen auf Topjobs. Hat man es als Lesbe im Berufsleben doppelt schwer?

Hofmann: Die doppelte Diskriminierungsgefahr ist gegeben. Vorausgesetzt man sagt, dass Homophobie gegen Schwule und Homophobie gegen Lesben unterschiedliche Qualitäten hat. Es ist aber nicht einfach zu unterscheiden, ob Frauen Sprünge auf der Karriereleiter versagt bleiben, weil sie Frauen sind oder weil sie lesbisch sind. Das ist sehr schwierig zu messen.

derStandard.at: Enstehen Ängste nicht auch in höheren Berufstetagen?

Pauser: Je höher die Funktion ist, desto größer ist die Angst. Nicht umsonst haben wir in Österreich kaum prominente Testimonials. Bei manchen ist es seit vielen Jahren ein offenes Geheimnis, in einem speziellen Fall hat es sich jemand sogar notariell beglaubigen lassen, dass er nicht homosexuell ist. Aber es gibt langsam ein Umdenken, in der Politik etwa oder in den Creative Industries. Dort wo es aber um knallhartes Geschäft gibt, bei börsennotierten Unternehmen etwa, geht Homosexualität gar nicht.

Hofmann: Das beruht im Topsegment ebenso auf starken Stereotypisierungen. Dabei sehe ich einen zentralen Punkt: Eine Förderung von Lesben und Schwulen als Role Models und Führungspersonen könnte helfen, Vorurteile zu beseitigen und Ängste zu nehmen.

derStandard.at: Was bedeutet gute Integration?

Hofmann: Das ist eine Frage der Organisationskultur. Ein wichtiger Punkt wäre sicherlich, dass sich Homosexuelle in Netzwerken zusammenschließen und gegenseitig unterstützen können. Bei IBM oder der Deutschen Bank gibt es diese Netzwerke beispielweise. Ebenfalls zu beachten wären innerbetriebliche Abläufe. Gibt es Systemfehler, die eigentlich heteronormativ sind? Ist es notwendig, in bestimmten Führungspositionen einen Partner oder eine Partnerin vorweisen zu müssen?

Pauser: Das Phänomen darf nicht individualisiert werden. Wir leben in einer vermeintlich indivualisierten Gesellschaft, wo die komische „anything goes"-Haltung salonfähig geworden ist. Das stimmt aber überhaupt nicht. Organisationen und Institutionen sagen uns ganz klar wo es lang geht. Das ist eine hochpolitische Frage und eine Frage der jeweiligen Unternehmenskultur.

derStandard.at: Ist Österreich im Bezug auf Homosexualität reaktionärer als vermutet?

Pauser: Weitaus! Vordergründig ist das alles kein Problem. Wir haben ja den Lifeball und die Parade, die Betroffenen sollen aber schön an den Orten bleiben, die man ihnen zugewiesen hat. Unternehmen, die den Lifeball sponsern, kaufen sich letztendlich frei, denn genau diese können Diversität auf struktureller Ebene nicht glaubhaft verankern. Das machen sie aber nicht, weil sie so böse sind, sondern weil sie einer imaginären gesellschaftlichen Norm folgen, die sie nicht hinterfragen.

derStandard.at: Was haben sie persönlich für Erfahrungen gemacht?

Hofmann: Grundsätzlich ist die Wissenschaft offener, in manchen Bereichen ist es aber ungleich schwieriger sich zu outen, in der Medizin, oder im juristischen Bereich etwa. Norbert Pauser und ich haben aber einen großen Vorteil, weil wir zu dem Thema arbeiten. Bei uns ist das quasi eine Qualifikation.

Pauser: Wenn ich mich als schwuler Mann oute, dann hört man im ersten Augenblick einmal die Stecknadel auf den Boden fallen. Im zweiten Schritt werde ich genau angeschaut, und dann weiß ich, dass ich nun richtig gut sein muss, damit ich mein Standing halten kann. Danach kommen irgendwann die Fragen, wobei vor allem die Unwissenheit der Menschen überrascht. Die offene Homophobie ist nicht das Problem, viel schlimmer sind die subtileren Formen: Mit Homosexualität werden SM-Praktiken assoziiert, dann die Affinität zu Kindern und schließlich Pädophilie, Prositiution, Aids. Da muss sich noch viel in den Köpfen und Herzen der Menschen bewegen.

derStandard.at: Diversity Management als Innovationskultur: Ist das eine Marktlücke?

Hofmann: Als Gegenstand der Organisationsberatung ist es sicherlich eine kaum behandelte Thematik, es gibt nur wenige Experten. Österreich hat im Vergleich zu Deutschland aber auch eine andere Organisationsstruktur, wir haben großteils KMUs. Die meisten Diversity-Management Konzepte sind aber für Großunternehmen konzipiert. Für eine Marktbearbeitung bei uns, muss man das herunterbrechen.

Pauser: Ich habe bereits 2003 begonnen, mich mit Diversity Management zu beschäftigen, habe aber erst 2009 meine eigene Firma gegründet. Die Zeit war damals einfach noch nicht reif, die Leute wussten nicht wovon ich spreche. (Florian Vetter, derStandard.at, 04.10.2009)

Zu den Personen:

Roswitha Hofmann ist Gender- und Diversitätsforscherin und derzeit Projektleiterin der Vorstudie "Lesbische Frauen im Berufsleben" an der WU Wien.

Norbert Pauser ist Experte für betriebliches Diversity Management, Vorstandsmitglied bei der Vereinigung schwuler und bisexueller Unternehmer agpro, und berät mit seiner Firma Pauser & Wondrak Unternehmen. In Kooperation mit dem Standard und Secretary Search läuft derzeit eine Online-Umfrage zum Diversity-Thema.

Links

Online-Umfrage zum Diversity-Thema

agpro

queer business women

Kommentar posten
23 Postings
Andreas B
21
5.10.2009, 15:47
Die Schwulen Neztwerke sind meistens nur Ausgrenzend.

Ich verstehe nicht, warum man als Schwuler, oder als Lesbe in einem Netzwerk sein muss um sich sicher zu fühlen. Es wäre viel sinnvoller sich mit den Heteros anzufreunden und dadurch die Vorurteile abzubauen. Homosexuelle Menschen sind nicht so radikal anders, nur in der heutigen Zeit ist man schon fast selbst schuld wenn man sich ausgrenzt.

truly
01
6.10.2009, 00:09

ich würd mir nicht ein schwulennetzwerk suchen sondern ein netzwerk an "gleichgesinnten". auch heteros können zu so einem netzwerk gehören.

Anna Kuchmann
01
5.10.2009, 10:59

LGBT Menschen suchen sich meist Bereiche in Unternehmen, wo sie am wenigsten glauben, stigmatisiert zu werden, und wo sie mit ihrer Ausbildung, ihrer beruflichen Vorerfahrung usw. anschließen können. Da kann das Gesamtunternehmen total auf "straight" machen - diese Nischen gibt es dankenswerterweise. Wirklich schwierig ist der Bereich mit Kindern und Jugendlichen - also da flammt die Angst der Eltern auf z.B. bei einer geouteten lesbischen Lehrerin, auch wenn sie eigentlich tolerant und nicht diskriminierend sein wollen. Ich halte dieses Segment für das Schwierigste.

Generell rate ich ab, irgend etwas von seiner Sexualität im Unternehmen preiszugeben. Meist wird gefragt, ob verheiratet und Kind - also da sollte man gut antworten können.

Lethawae
10
8.10.2009, 16:48

LGBT blahbrabbel!

G e o r g
00
5.10.2009, 12:47

Ich fürchte nur, dass ist nicht so einfach. Im Artikel wurde es ja schon angesprochen. Wenn man über den Urlaub spricht, und da war dann ein Partner mit dem gleichen Geschlecht mit, wenn man nach der Arbeit etwas trinken geht und über Privates redet - irgendwann wird es schwierig, das angeblich Private zu verheimlichen. Allein schon der Zwang, dass tun zu müssen, ist ein Problem, das behoben gehört. Kein Heteromann, keine Heterofrau muss sich überlegen, ob er oder sie nun vom Urlaub mit dem Partner oder von einer Geburtstagsfeier erzählt. Alle sollten diese Freiheit haben, und da sind alle fortschrittlichen Menschen gefordert, in ihrem Umfeld dafür zu sorgen, dass LGBT-Menschen freier leben können.

The Man from Earth
00
6.10.2009, 22:28
Bitte was...

...sind "LBGT-Menschen"? Wieder eine Möglichkeit zu schubladisieren?

G e o r g
00
7.10.2009, 23:55

LBGT steht für Lesbian-Gay-Bisexual-Transgender. Und stimmt, das ist eine Schublade, die eine klare Trennung von hetero und anders begehrenden Menschen konstruiert, die es so klar in der Realität nicht gibt. Hier halte ich das Schubladisieren aber für nur wenig problematisch.

Anna Kuchmann
01
5.10.2009, 17:16

Ich glaube schon, dass man da auch Möglichkeiten findet, sich herauszureden, solange man nicht einen Dia-Abend mit den Urlaubsfotografien veranstaltet bzw. eine Slideshow auf die eigene Homepage stellt. Den Druck denke ich mir eher durch den Partner bzw. die Partnerin.

Ich sehe das nicht als Verheimlichung. Das ist Schutz der Privatsphäre, und den kann man unabhängig von der sexuellen Orientierung anstreben. Man muss halt gleichzeitig auch dialogfähig bleiben, also nicht dumpf schweigen über alles Private, sondern locker auch ausweichen.

Klar, nicht jede(r) schafft das - immer.

Dennoch halte ich wirkliche Offenheit für gefährlich. Ich würde im Zweifel nichts sagen, weil sicherer.

G e o r g
00
6.10.2009, 20:05

Ich verstehe Ihre Position. Ich will natürlich niemanden drängen, sich im Beruf zu outen, denn die möglichen negativen Folgen will oder kann nicht jeder in Kauf nehmen.
Leider ist diese Strategie der strikten Trennung von Beruflichem und Privatem nicht in allen Berufen möglich. So gehört es bei vielen Managementpositionen, bei Bankern, Rechtsanwälten usw. klar dazu, dass berufliche und private Beziehungen zusammengehören. Weiters muss einem bewusst sein, dass dieses Verstecken (auch wenn man es als Trennung versteht) letztlich die fehlende Sichtbarkeit und damit die fehlende Normalisierung und Akzeptanz fortschreibt.

siuszek
00
5.10.2009, 18:35

was aber dazu kommt, wie auch im artikel kurz vorkommt: dann gibt es anlässe, wo man den partner vielleicht mal mitnehmen und herzeigen soll. wie lange kann man sich wohl als überzeugter single geben ohne bemitleidet zu werden?
also (junge) frau hat man es ein bisschen einfacher, weil einem nicht gleich so viel homophobie entgegenschlägt wie einem mann. trotzdem finde ich es furchtbar, dass man überlegen muss, wem man etwas über die beziehung erzählt und wem nicht. manche sind da verschlossen, aber andere sind extrovertier und leiden darunter, wenn sie nicht alles sagen können...

Schwester Stern
00
6.10.2009, 14:29
@ siuszek

Glauben Sie mir bitte, sie schlägt auch einer jungen Frau entgegen. Und die Tatsache dass die allerreaktionärsten Typen (also die, die einem schwulen Mann dann auch gleich mit Gewalt drohen würden) eine junge Frau für "bekehrbar" halten, dient NICHT als Beruhigung.

Anna Kuchmann
00
6.10.2009, 12:08

Als Frau hat man das Problem, angebaggert zu werden von Männern, ohne dass man ein Interesse erkennen läßt. Stärker empfinde ich den Druck, sobald Kinder im Spiel sind. Sowohl die Frage nach eigenem Kinderwunsch als auch die homophoben Attacken, wenn gemerkt wird, da könnte jemand mit LGBT Orientierung sein. Da merke ich, dass Toleranz und Verständnis durch Heteros am Ende sind - ganz ganz deutlich. Ich bin froh, keine lesbische Kindergärtnerin oder Lehrerin zu sein.

> wie lange kann man sich wohl als überzeugter single geben ohne bemitleidet zu werden?

Sie müssen die Folgen abschätzen, wenn Sie in Ihrer Firma Klartext sprechen und sich zeigen. Schlimmstenfalls kündigt man sie später wegen Zuspätkommens oder so. Homophobia lebt!

Simba
23
5.10.2009, 10:32
warum muss ich meine Sexualität

in der Firma überhaupt thematisieren?

Mein Privatleben geht meine Kollgene einen sch...* an und ich will auch von deren Privatleben nichts hören und nichts wissen.

Soviel dazu.

Ben Vassy
00
5.10.2009, 16:35

Sie erzählen in der Firma nie, wo sie auf Urlaub waren? Daß Sie im Wochenende im Kino waren? haben Sie keine Kollegen, die Sie darauf anreden, wie gut sie {irgendeine Schauspielerin} aussieht? ...?

Sabine Werner
50
6.10.2009, 13:28

Was ist denn das für ein Vergleich? Ist doch wohl ein Unterschied, ob ich Kollegen vom Urlaub oder sonstwas erzähle und sie nicht mit meinen unsäglichen Vorlieben belästige!! Gilt für Homos und Heteros, beides aufs Tapet gebracht gehört nicht in die Firma, ich finde so ein Verhalten zum Spei...ben;

Ben Vassy
01
6.10.2009, 18:08

Denken gehört nicht zu ihren Hobbys, oder?


ersten redet im Moment niemand von irgendwelchen "unsäglichen Vorlieben" (für Ihre Phantasie kann ich nix). Und zweitens ist das Urlaubs-Beispiel geradezu archetypisch:

Im Zuge der Urlaubserzählungen kommt unweigerlich das "Warst allein oder ...?" - und spätestens dann muß man sagen: "Nein, ich war mit meinem Freund." Womit die Katz ausm Sack is. Das hat überhaupt gar nichts damit zu tun, daß man seine "Sexualität" thematisiert. Ma redt halt vom Urlaub, und auf einmal weiß jeder, daß man schwul is und an festen Freund hat.

Heteros machen das auch auch ständig, erzählen vom ersten Schultag ihrer Kindern, von ihrem Mann/ihrer Frau... Wissen Sie, ich find das nicht "zum Speiben".

pottery
00
6.10.2009, 11:02

Auf die Frage "Wo warst du auf Urlaub" genügt ein Wort: Der Name des Landes/Ortes. Ich bin in der Arbeit noch nie gefragt worden, mit wem ich auf Urlaub fahre (das geht ja wohl niemanden im Büro was an). Und Leute, die einem detailliert aus dem Urlaub bzw. sonstigen privaten Erlebnissen im Büro berichten, sind einfach nur nervig.

Ben Vassy
00
6.10.2009, 14:22

"Ich bin in der Arbeit noch nie gefragt worden, mit wem ich auf Urlaub fahre"

Also nach allem, was Sie so von sich erzählen... Ich glaub, mit Ihnen red't überhaupt niemand viel in der Arbeit. Sie sind da wirklich ein Sonderfall.

Lethawae
05
4.10.2009, 17:10

Ich glaube nicht mal, daß die Firmen an sich das Problem sind.
Aber unter den Kolleginnen und Kollegen wird es nach wie vor ausreichend Idioten geben.

G e o r g
01
5.10.2009, 12:42

Man kann Firma und Mitarbeiter ja so nicht trennen. Die Organisation, der zwischenmenschliche Umgang, die Programme werden alle von Menschen getragen. Hier zu sagen: "Aber die Firma ist nicht das Problem" verdeckt nur diese enge Verbindung.

Lethawae
00
8.10.2009, 16:53

Nö.
In meiner Firma, ca. 1000 MA in Wien, Mutter im Ausland, wird Diskriminierung streng geahndet, auch wenn nicht das Idiotenwort "Diversity" dafür verwendet wird.
Aber ich gebe dir schriftlich - wenn sich einer meiner Kollegen als schwul outen würde, es würde nicht lange dauern bis der erste Koffer den guten alten "Warm hier"-Schmäh bringen würde.
Und niemand könnte wirklich was dagegen machen; wenn der Diskriminierende subtil genug vorgeht, dann kann man das einfach nicht ahnden.

G e o r g
00
9.10.2009, 18:31

Ja, durch wen wird Diskriminierung nun geahndet (oder auch nicht)? Durch Menschen. Menschen nehmen sie wahr (oder nicht) und wollen etwas dagegen tun (oder nicht).
Ein Unternehmen ist ja ein soziales System. Eine Trennung in abstrakte Organisation und den sie tragenden Menschen ist bei Fragen der Diskriminierung nicht möglich.

EquinoxOmega
02
4.10.2009, 22:18

Firmen nicht, doch solche Idioten finden sich leider oft unter den Vorgesetzten und Chefs

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