Hochrangige Gespräche Havannas mit Washington

30. September 2009, 16:55

Auch Migrations- und Wirtschaftsfragen erörtert - Besuch in Hurrikan-geschädigten Gebieten

Washington - Zum ersten Mal seit mehreren Jahren hat es zwischen den USA und Kuba wieder Gespräche auf höherer Regierungsebene gegeben. Wie das US-Außenministerin am Dienstag  bestätigte, kam die stellvertretende Abteilungsleiterin im Außenamt, Bisa Williams, bei einem jüngsten Besuch unter anderem mit dem kubanischen Vizeaußenminister Dagoberto Rodriguez zusammen. Die unangekündigten hochrangigen Gespräche seien die ersten dieser Art seit mehreren Jahren gewesen, sagten Gewährsleute aus dem US-Außenministerium.

Wie es weiter hieß, hatte die Visite am 17. September ursprünglich nur kurz sein sollen und Gesprächen über eine Wiedereröffnung des Postverkehrs zwischen beiden Staaten gegolten. Auf kubanische Einladung hin sei der Besuch dann aber auf sechs Tage ausgedehnt worden. Williams habe verschiedene kubanische Regierungsbeamte, Vertreter der Opposition und ziviler Organisationen getroffen. Zu den Gesprächsthemen mit der offiziellen Seite hätten auch Migrations- und Wirtschaftsfragen gezählt. Zudem habe Williams von Hurrikans verwüstete Gebiete besucht.

"Abkehr von einer mindestens zehn Jahre alten Standard-Praxis"

Der Sprecher des US-Außenamts, Philip Crowley, sagte, Williams habe eine "Gelegenheit genutzt, weitere Gespräche über bestimmte Fragen zu führen". Er würde dies aber nicht als "irgendeine Art von Durchbruch" charakterisieren, fügte Crowley hinzu. Die "Washington Post" zitierte indessen eine Kuba-Expertin am renommierten Forschungsinstitut Council on Foreign Relations mit den Worten, es sei das erste Mal seit Jahren, dass ein US-Diplomat die Gelegenheit zu derartigen Gesprächen erhalten habe. Dies und die Erlaubnis zum Reisen innerhalb des Landes sei "definitiv eine Abkehr von einer mindestens zehn Jahre alten Standard-Praxis", sagte die Expertin, Julia Sweig, weiter.

Bereits im Juli sprachen die USA und Kuba nach sechsjähriger Unterbrechung erstmals wieder über Einwanderungsfragen. amnlass der jetzigen Gespräche waren die Postverbindungen. Diese sind seit der Verhängung der US-Sanktionen gegen Kuba vor einem halben Jahrhundert unterbrochen.

US-Präsident Barack Obama will Schritt für Schritt die Beziehungen zu Kuba normalisieren, nachdem das Embargo nicht zu der erwünschten Demokratisierung Kubas geführt hat. Er hat sich seit seiner Amtsübernahme um eine Verbesserung der Beziehungen zu Kuba bemüht. Unter anderem hob er Beschränkungen bei Familien-Besuchen auf und gab grünes Licht für Investitionen von US-Firmen im kubanischen Telekommunikationsbereich. (APA/AP)

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15 Postings
Citizen
00
20.10.2009, 15:29
"nachdem das Embargo nicht zu der erwünschten Demokratisierung Kubas geführt hat."

...es ist wohl eher die gewünschte Unterordnung ins kapitalistische Weltsystem gemeint... aber unter dem Deckmantel der "Demokratie" hat die USA noch jeden Krieg gerechtfertigt...

Dein schönster Traum
10
17.10.2009, 11:59
Ich frage mich...

...warum richtige Politiker mit diesen Kommunisten überhaupt Gespräche führen.

uebel
00
5.10.2009, 13:05
Warum ist Bisa Williams mit einem Formel1-Rennstall verlinkt?

increible
00
16.10.2009, 06:10

Das frage ich mich auch.

Träume sind Schäume
63
1.10.2009, 16:29
Revissionistische Verräter und Knechte des Kapitals!

Genoßen, lasst euch nicht von den Irrlichtern der amerikanischen Imperialisten Freihandels Doktrin blenden!
Kuba braucht keinen Handel mit dem Klassenfeind und sollte NICHT wie ein Bittsteller darum ansuchen!

Das Embargo ist eine Wohltat für die sozialistische Wirtschaft, da es all die beourgersiesen Versuchungen von unseren sozialistischen Bürgern fernhält, nicht WIR sollten um Handel betteln sondern die ausgebeuteten Massen in den USA aufstehen und ihre Regierung zwingen an den Früchten des Sozialismus teilzuhaben.

Und was soll dieses "Immigration" Gedudel.
Laut Verfassung ist Kuba ein Paradies der Werktätigen und Bauern, es gibt KEINE Mängel beim Lebensstandard und damit keinen Grund zur Fluch..ähm Emigration.

Die rote Fahne hoch ;)

Der Neue Mensch
42
1.10.2009, 18:27
Ich muss Sie leider enttäuschen

In Kuba gibt es alles was das kapitalistische (und sozialistische) Herz begehrt. Auch so beliebte bourgeoise Marken von Coca Cola bis zum S-Klasse-Mercedes. Nur leider kommt es nicht aus der sozialistischen Produktion, sondern wird vom Klassenfeind importiert, da Kuba eigentlich nichts selber herzustellen in der Lage ist. Selbst Zucker muss aus Brasilien nachimportiert werden. Ein Großteil der importierten Lebensmittel wird gleich direkt beim Blockierenden USA eingekauft und zwar ganz offiziell.

Nowotila
25
2.10.2009, 12:51

Holger, du sollst Dir doch nicht selber antworten.
Erfreue dich lieber an deinen Freunden in Honduras, bis sie Asyl bei Clinton erhalten.

karim massoul
17
1.10.2009, 07:23

Da sich zur Zeit 11 Präsidenten sich auf Cuba zu Besuch befinden,von Algerien bis Vietnam oder Zypern,fällt die gar nicht so auf:

Träume sind Schäume
30
1.10.2009, 21:05
Ja mei

Sie sollten schlau genug sein um zu wissen, was der Titel "Präsident" in kommunistischen Staaten für eine Bedeutung hat ;)

karim massoul
13
2.10.2009, 10:01

Seit wann ist Zypern als EU-Miglied kommunistisch?Von Algerien oder Sambia kann man das auch nicht sagen,aber schauen Sie sich bitte einmal die Staaten wirklich an.

Der Neue Mensch
01
2.10.2009, 16:53
Zypern ist nicht kommunistisch, hat aber einen kommunistischen Präsidenten

Gucken Sie hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dimi... hristofias

karim massoul
23
2.10.2009, 19:59

Nun mein Lieber,es wurde aber von kommunistischen Präsidenten geschrieben,liess Dir mal Deine eigene Posting durch,

Der Neue Mensch
31
2.10.2009, 21:18

*Ich* habe weder was von kommunistischen Staaten noch von kommunistischen Präsidenten geschrieben. Ich habe nur versucht, eine eventuelle Bildungslücke zu füllen ;-)

Girgl Galgenstein
21
1.10.2009, 20:24
In Kuba gibt's halt mehr Annehmlichkeiten als anderswo

für relativ wenig Geld. Servicekräfte sind billig. Was will man mehr?

karim massoul
12
2.10.2009, 10:02

Wollen Sie damit den letzten Touristen aus Österreich oder Deutschland vertreiben?Da arbeiten doch auch nur Ihre "Sklaven".

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