Englisch-Schwäche

Westerwelle ereilt die YouTube-Schmach

30. September 2009, 16:44

Die Englisch-Kenntnisse des deutschen FDP-Chefs waren bereits vor Jahren Spott-Thema im Web

Nachdem er auf einer Pressekonferenz gegenüber einem BBC-Reporter meinte, dass er nicht auf Englisch antworten werde weil er schließlich in Deutschland sei, hat sich FDP-Chef Guido Westerwelle den Spott von Medien und Internetusern auf sich gezogen. Der Grund: die Englisch-Kenntnisse des Politikers, der wohl deutscher Außenminister werden wird, gelten als sehr bescheiden.

"The Aufschwung"

ORF.at hat einen YouTube-Clip einer Pressekonferenz von 2006 ausgegraben auf der Westerwelle auf Englisch geantwortet hatte - zum Amüsement des Publikums. So bastelte er den halb englischen, halb deutschen Satz "the Aufschwung is da" zusammen. Westerwelle ist aber bei weitem nicht der einzige deutsprachige Politiker, der mit seinen Englisch-Kenntnissen nicht gerade brillieren kann. So sorgte ein auf Englisch verfasstes Bewerbungsschreiben des ehemaligen österreichischen Vizekanzlers Hubert Gorbach an den britischen Finanzminister für Gewitzel. Der Brief hat ihm aber auch eine Auszeichnung eingebracht - als "Übelsetzer der Nation". (red)

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Dopplereffekt
00
19.12.2009, 16:10
Rotationsprinzip

Vielleicht sollte man die Umgangssprache mit dem EU-Vorsitz rotieren lassen. Dann hätte auch wirklich jeder (und ja, insbesondere unsere Freunde aus GB) eine Chance, sich lächerlich zu machen.

NaderNader
07
4.10.2009, 21:15
Entbehrlich

Die Reaktion auf den BBC Reporter war unnötig, aber der Spott über Westerwelle ist mehr als entbehrlich. Tatsache ist, dass es auf internationaler Ebene komplett egal ist, mehr als Smalltalk ist nicht nötig und sonst ist ohnehin immer der Dolmetscher dabei. Natürlich fein, wenn man von Haus aus viele Fremdsprachen spricht, erleichtert wahrscheinlich die Arbeit. Nichtsdestotrotz sollte sich ein Außenminister mit der Materie auskennen und wenn er das nicht tut, bringen ihn auch zwanzig fließend gesprochene Sprachen nichts.

zippy
11
4.10.2009, 07:44

He talks ja eh very smart, and the rest is sausage.

geruetzel
34
3.10.2009, 23:02

ich find nicht dass er soooo schlecht englisch redet. er braucht halt ein bissl bis er die wörter findet...
also das video hat mich keinen lacher gekostet

DerMäx
00
4.10.2009, 20:55

Ich finde es auch nicht schlimm, vor allem im Hinblick auf die Antworten, die er in seiner Muttersprache macht, da ringt er auch immer nach Worten, überlegt sehr lange. Das hört sich auch nicht flüssig an.

Mit der mangelhaften Aussprache kann man ganz gut leben, das halte ich nicht für so wichtig. In den Schulen wurde meines Wissens früher da auch nicht so viel Wert darauf gelegt, bzw. die Lehrer konnten es auch gar nicht anders vermitteln.

Für mich (73er Jahrgang) hört es sich schon eigenartig an, ich kann mich aber noch gut daran erinnern, wie mein Vater englisch sprach, der konnte das sehr gut, die Aussprache war aber noch viel schlimmer als die von Westerwelle ;-))

haarspalter
00
4.10.2009, 20:01

ganz richtig, aber auch auf deutsch macht er bisweilen den eindruck sich immer jedes Wort einzeln zu überlegen, als in ganzen Sätzen zu denken.

Muffel
 
11
4.10.2009, 01:06

Dann muß Ihr (D)Englisch aber auch miserabel sein.

geruetzel
00
4.10.2009, 13:26

na besser als westerwelle schon :P

Freigeist
23
2.10.2009, 12:09
erachte englisch für politiker als wünschenswert

aber nicht als pflicht.

dafür gibt es dolmetscher. eine persönliche schwäche zu kritisieren, ok; sich darüber lustig machen ist peinlich für den täter.

an jedem menschen gibts etwas, worüber man sich lustig machen könnte. also was solls.

Muffel
 
32
4.10.2009, 01:06

Wenn ein Außenminister nicht einmal über die selbstverändliche Kompetenz verfügt, die wichtigste Fremdsprache zu beherrschen, was kann man dann noch von ihm verlangen? Ich meine (oder es mit Westerwelles Worten zu sagen "I mean..."), das ist doch das erste, was ein Außenminister einigermaßen können sollte.

Beiddenker
12
4.10.2009, 01:59
Naja, Sie beschreiben jetzt eher das Profil eines ...

... Dolmetschers. Als Außenminister muss er über das Geschehen und politische Zusammenhänge im Ausland TOP Bescheid wissen.

Österreichisches Paradebeispiel: Außenminister Figl, der angeblich sehr schlecht englisch sprach, aber den Staatsvertrag entsprechend gut ausarbeitete.

Lukas Kirchmeyer
24
3.10.2009, 13:01

für einen außenminister sollte es schon pflicht sein

Freigeist
22
3.10.2009, 16:51
gut, nach welchen kriterien?

diplomatie -> französisch
verbreitung -> mandarin
journalisten -> englisch

oder nach den zu besuchenden staaten?

es gibt wichtigere eigenschaften für einen aussenminister als sprachen.

Jon Tomes
00
23.8.2010, 14:50
Bitte mach es nicht künstlich kompliziert

Englisch natürlich

Freigeist
00
23.8.2010, 15:45
was ist an einer einfachen frage kompliziert?

nach welchen kriterien?

englisch ist eine sprache und keine begründung als antwort auf meine frage.

welchen teil von "nach welchen kriterien" hast du nicht verstanden?

Jon Tomes
00
23.8.2010, 23:47
ich habs schon kapiert

früher war französisch die sprache der diplomatie. Als der Strom noch nicht erfunden war und die Gespräche bei Kerzenlicht geführt wurden.

mandarin ist die am weitesten verbreitete sprache. Trifft aber auf Europa eher weniger zu.

Englisch ist die Sprache der Journalisten? Aha. Wieder was gelernt.

Bevor ich weiter auf Ihre Frage eingehe: Wieso steht Englisch bei uns in Österreich am Lehrplan der Volksschule? Und nicht etwa Französisch oder Mandarin.

Freigeist
00
24.8.2010, 08:50
nachkriegszeit, kalter krieg

westliche orientierung des staates

hinter dem eisernen vorhang wurde russisch als zweitsprache gelehrt. es hat durchaus einen lenkungseffekt, welche sprache als zweitsprache gelehrt wird.

die menschen werden sich eher an kulturkreisen orientieren, dessen sprache(n) sie sprechen, als an anderen.

im täglichen leben geht es mehr um den praktischen nutzen: wie erfolgreich wäre wohl ein chinesischen internet geworden?

habe ich kriterien, kann ich sagen welche sprachen sinnvoller sind als andere. ohne kriterien geht es rein um die herausforderung eine sprache zu lernen.

Heimwerkerkönig
 
34
1.10.2009, 15:52
Womit wieder einmal bewiesen wäre,...

... dass Qualifikation für das Erlangen eines Ministeramtes nicht ausschlaggebend ist.

Andererseits ist nicht dieses, sondern ein anderes Video Auslöser der medialen Empörung/Erheiterung.
http://www.youtube.com/watch?v=yGqRrSa5Ct0

Westerwelle macht einen BBC-Journalisten darauf aufmerksam, dass er bei einer Pressekonferenz in Deutschland erwarte, dass auch Deutsch gesprochen wird.
Tja, dazu war der entsandte BBC-Mann, aber leider nicht in der Lage.
Und da frage ich mich schon, wie präpotent muss eine Rundfunkanstalt wie die BBC sein, dass sie wie selbstverständlich erwartet, dass deutsche Spitzenpolitiker, sich den mangelhaften Sprachkenntnissen eines offensichtlich ungeeigneten Deutschland-Korrespondenten aus Großbritannien unterordnen.

Ben Griffith
11
2.10.2009, 07:50
Re: "wie präpotent muss eine Rundfunkanstalt wie die BBC sein"

Ich weiss ja nicht wo Sie, aber ich erlebe seit 3 Jahren die BBC vor Ort und ich kann Ihnen versichern, dass die BBC eines der schlimmsten Sendeanstalten ist, die ich in meinem Leben gesehen habe, wenn man das Preis-Leistungsverhaeltnis betrachtet. BBC1 hat das Niveau von RTL 2, BBC2 ist der Verkaufskanal "Cooking and Gardening", BBC3 schaltet zu ab 19 Uhr und gleicht einem Comedysender und BBC4 ebenfalls ab 19 Uhr sendend ist ein Mix aus 3sat und Arte (im Grunde der einzige Sender, den man sehen kann). BBC World sehen nur Sie in der Welt, wir, die hier dafuer bezahlen, werden mit BBC24 abgespeist, einem "Live aus dem Gerichtshaus" Sender.

Langstätter Toni
00
3.10.2009, 17:15

ja ich habe auch keinen fernseher und schaue nur arte bei freunden.

im radio horch ich übrigens nur ö1 und da nur die reportagen und hin und wieder ein stück klassik..

Chica27
01
1.10.2009, 15:09
Haben die keine anderen Probleme?

Die Regierung steht noch nicht einmal und der Mann wird schon angepatzt. Da ist sogar davon die Rede, dass er der erste homosexuelle Außenminister ist. Als ob das nicht wurscht wäre!

Abgesehen davon ist das Englische auch keine Amtssprache in Deutschland, soweit ich weiß. Das trifft nur auf Österreich zu. Oder wieso heißt diese Karte in Deutschland "Gesundheitskarte" und bei uns "E-Card" noch dazu als "I"-Card ausgesprochen?

zeamount
10
1.10.2009, 20:04

genau, weil's wurscht ist, ob's e-card oder gesundheitskarte ist, und weil die amtssprache nichts mit höflichkeit und kommunikation in einzelfällen zu tun hat.

Lew Ashby
21
1.10.2009, 17:28
weil "iihhtschard" blöd klingt

und "gesundheitskarte" wie ein kindergartenimpfpass.

Vladimir Putins Cousine
00
1.10.2009, 13:59
the ober sticht the unter, ladies and gentlemen!

http://www.youtube.com/watch?v=UZe4LzAG1lA

klausenpown
23
1.10.2009, 13:55

Klar, wenn er sich in einer Firma bewirbt, wo 'Englisch verhandlungssicher' vorraussetzung ist, hätte er wohl Probleme den Job zu kriegen. Als Außenminister klingt es jetzt etwas blöd, wenn man nicht so gut englisch kann. Übrigens, gibts vom Spindelegger (oder wer war jetzt unser Außenminister) ein Video diesbezüglich?

In der Praxis kriegst du als Außenminister alles übersetzt und englisch dient eher zum Smalltalk (je nachdem ob der Minister es sich zutraut, Reden auf Englisch zu halten). Auch einem sehr guten Englissprecher würd ich nicht zumuten, bilaterale Verträge in seiner Nicht-Muttersprache auszuverhandeln.

Wie sind eigentlich die Deutschkenntnisse von Hillary Clinton? Französichkenntnisse? Spanisch? Mandarin? Arabisch? Tja...

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