Rückgang gegenüber August

Ende September rund 300.000 ohne Job

30. September 2009, 10:59

Im Vergleich zu 2008 stieg die Arbeitslosenzahl um 27,7 Prozent - 1,4 Milliarden Euro fließen heuer in die Arbeitsmarktpolitik

Wien - Die Zahl der Arbeitlosen lag in Österreich Ende September um 27,7 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, gab Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) heute in Wien bekannt. 232.752 Arbeitslose sind vorgemerkt - nicht gezählt, jene die in Schulung sind. Inklusive Schulungsteilnehmer liegt die Zahl der Menschen ohne Job bei 300.000.

Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen allerdings gefallen, verlautete Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) heute. Im August waren noch 238.803 Menschen als arbeitslos gemeldet. Die detaillierten Zahlen werden morgen bekannt gegeben. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank um 23,9 Prozent. 1,411 Milliarden Euro werden laut Faymann heuer für Arbeitsmarktpolitik ausgegeben, 44 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Europa-Vergleich habe sich Österreich gut gehalten, bemühte Faymann die Statistik. Seit September 2008 ist die Arbeitslosenquote in Österreich laut Eurostat um 0,6 Prozentpunkte gestiegen, im EU-15-Schnitt um 1,9 Prozentpunkte. Die Jugendarbeitslosenquote stieg im vergangenen Jahr in Österreich um 0,3 Prozentpunkte, im EU-15-Schnitt um 3,8 Prozentpunkte.

Konjunkturprogramme stützen

Als Indiz dafür, dass die Arbeitsmarktpolitik funktioniere und der Arbeitsmarkt in Bewegung sei, nennt Hundstorfer die Tatsache, dass seit Jänner heurigen Jahres "455.000 Menschen durch die Aktivitäten des AMS wieder in Beschäftigung gebracht wurden." 97.000 Jobs seien durch diverse Konjunkturpakete gerettet worden, berichtet Hundstorfer: "Ohne sie wäre die Arbeitslosigkeit um ein Drittel höher".

Einmal mehr warben Kanzler Faymann und Sozialminister Hundstorfer für Qualifizierung: "Wer sich in der Arbeitslosigkeit weiterbildet, bekommt mehr Geld." Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen erhalten für eine Dauer ab drei Monaten 100 Euro pro Monat, bei einer Dauer ab sechs Monaten 200 Euro je Monat. Für rund ein Sechstel aller Arbeitslosengeldbezieher erhöhe sich demnach die durchschnittliche Nettoersatzrate von 61 auf rund 70 Prozent. Rund 23.000 Personen sollen heuer in den Genuss dieses Qualifizierungsbonus kommen, 50.000 ab 2010, nachdem die Maßnahme unter anderem auf Stiftungsteilnehmer ausgedehnt wird. Zurückgegangen ist im September die Kurzarbeit. Waren Mitte Juni noch 56.860 Beschäftigte betroffen, so sank die Zahl bis Mitte September auf 45.719 Arbeitnehmer in 316 Betrieben.

Fördern und Ausbilden

Bewegung in den Arbeitsmarkt will man auch durch die Förderung von Ein-Personen-Unternehmen bringen. Aufgestockt werden sollen auch die Ausbildungsplätze für Jugendliche. "Das ist nicht wie bei den günstigen Flugtickets: Wenn Du sie brauchst, gibt es sie nicht", verspricht Faymann Unterstützung für jugendliche Arbeitslose. Schulung, Arbeitsplatz oder geförderte Beschäftigung stellt man mit dem so genannten Jugendpaket arbeitslosen Jugendlichen in Aussicht. Wer keine Lehrstelle findet, soll überbetrieblich ausgebildet werden. "Wir wollen die Menschen nicht im Stich lassen", laute das Motto so Faymann.  (rb)

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Posting 1 bis 25 von 226
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Orakel1
00
1.10.2009, 09:20
Mich ärgert immer dieser blöde EU-Vergleich (im Durchschnitt).

Damit reden wir uns auf schlichte Art und Weise schön.
Dieser Vergleich umfasst auch immer Staaten, auf die wir sonst herabschauen und bei Gott kein Maßstab sind. So wie die Mehrzahl der osteuropäischen Staaten, die Entwicklungsländer sind und auch ibersche Staaten, denen es extrem schlecht geht. Dann ist es ein Riesenunterschied, ob man ein Land mit 50 oder mehr Millionen Bevölkerung zu managen ist, als unseren Großstaat.

Fairer und aussagekräftiger wäre ein Vergleich, mit wirklich vergleicharen Staaten. Holland, skandinavische Länder z.B.

net-diver
 
00
1.10.2009, 11:36
Also...

... abgesehen davon, daß seit Jahren immer die gleichen "falschen" Zahlen errechnet werden und diese damit sehr wohl Aussagekraft haben, hier ein kleiner Auszug:

Zu den EU-15 gehören alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor der sogenannten Ost-Erweiterung im Jahr 2004. Das sind also Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Italien, Irland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien.

Orakel1
00
1.10.2009, 14:05
Durch die Ost-Erweiterung und den Problemen der...

..iberischen Insel hat sich der sog. EU-Durchschnitt wesentlich verschlechtert. Doch wir machen uns was vor, indem wir dankend den schlechteren Durchschnitt akzeptieren, weil wir so besser erscheinen. Selbst ein Vergleich mit Deutschland z.B. ist unzulässig, weil die Deutschen ganz andere Problemstellungen haben, als ein 10 x kleineres Land. Ich kenne deutsche Statistiken, die arbeiten mit den Gründerstaaten der EU, weil deren Anforderungen relativ gleich sind..

net-diver
 
00
1.10.2009, 14:18
Hmm...

... das mag ja alles sein, aber in diesem Artikel ist die Rede vom Vergleich mit den EU 15 und das sind nun mal nur die von mir angegebenen.

cracy spam
00
1.10.2009, 08:27
Ausgebrannt

Österreich ist ausgebrannt,
niemand wird hier anerkannt,
hackeln bis zum bittern Ende,
wann kommt denn die grosse Wende.
Als Nummer wird man heut gesehen,
da hilft kein Jammern auch kein Flehen,
ein Kostenfaktor der zu teuer,
und zahlt auch viel zu wenig Steuer.
Menschlichkeit ist nicht gefragt,
viel viel sind verzagt,
von wenig Reichen ausgepumpt,
das arme Volk es ist zerlumpt.
Nur Ressourcen das sind wir,
getrieben wie ein wildes Tier,
keine Ruhe keine Rast,
täglich Stress und täglich Hast.
Doch die Reichen werden reicher,
all die Armen immer bleicher,
und wer ist an dem Ganzen schuld,
neoliberale Ungeduld.

http://cracyspam.blogspot.com/

schafmeister
13
1.10.2009, 07:54
Krise

Schön langsam zeigt die Krise ihr wahres Gesicht!

Frotzel
14
1.10.2009, 07:45
Schörederei blockiert das analytische Denken - auch bei Behinderten!

I. O.
01
1.10.2009, 07:26
Man rechnet nicht zu

Arbeitslosen die Frauen, welche in die Hausfrau -Rolle gedrängt sind, die Scheinsselbständigen, und die anderen A-Typisch Beschäftigten....welchen eigentlich brauchen eine reguläre Beschäftigung (oder bessere Soziale -Absicherungssystemen!), damit sie soziale Stabilität erreichen können.
Die wahre Zahl die Arbeitsuchenden ist viel-viel höher!

Jim Kirk
00
1.10.2009, 09:07

ja aber das ist schon immer so gewesen, also nix neues.

natoll
11
1.10.2009, 07:37

tja und die zahl derjenigen mit vernünftiger ausbildung sodass man auch mit ihnen arbeiten kann, viel, viel geringer.
das ist das problem.

Lemure
 
00
1.10.2009, 08:09
Stimmt,

aber das ist das Ergebnis der Schulpolitik seit Kreisky und seinen capperln.

bernhardbernhard
18
1.10.2009, 03:59
Firmen und AMS-Massnahmen

.. wann schreibt und recherchiert mal wer, daß mit diesen AMs-Massnahmen primär Sp-nahe Einrichtungen finanziert werden und dann zweitrangig, was für die Arbeitlosen mit meist zweifelhaften Inhalt getan wird. Wann werden hier die eklatanten misstände aufgezeigt!! Hier traut isch kein Redakteur, wetten!!!

natoll
00
1.10.2009, 09:26

wozu brauchst einen redakteur? wenn du schon so gut bescheid weißt, recherchier es und biete es einer zeitung an (der falter würds nehmen wenns fundiert ist).
dabei könntest sogar noch geld verdienen. oder ist das alles eher doch a bisserl ins blaue geraten?

Jim Kirk
00
1.10.2009, 09:09

Also die ganzen coaches und schulungszentren sind sicher auf beiden reichshälften gleichermaßen zu finden. Wollen die blauen da auch mitspielen?

bernhardbernhard
22
1.10.2009, 02:39
lustige Postings...

.. bitte Leute, wenn ich euch so zushee manchmal habe ich den Eindruck ihr postets weil euch in der Arbeitslosen fad ist . sorry oba es is oft wirkli a Schas wos ihr sogts :-)))

unterschichtskind auf dem weg nach oben
00
1.10.2009, 09:29

Sie haben vollkommen recht, hier scheinen sehr viele Realitätsverweigerer am Werk zu sein. Ziemlich amüsante Pauschalverurteilungen - also wer ungebildet ist, wählt aus egoistischen Gründen die FPÖ, wer gebildet ist aus den selben Gründen die ÖVP - alt-katholische Großnazis sind sowieso alle, die nicht Grün oder Rot oder andere linken Deppenvereine wählen, die aus rein altruistischen Gedanken und für ein übergeordnetes großen Ziel hin auf alle Annehmlichkeiten des Lebens verzichten... und überhaupt nicht eigennützig agieren.

LvMises
62
1.10.2009, 02:04
die beschraenkten ideologen

die meisten sozialisten in ihrem hass auf unternehmer vergessen, dass nicht die unternehmer, sondern deren kunden, also in der regel die hassprediger selber die loehne bezahlen. geht ein soze zum billa anstatt zum spar ist er sozial gegenueber der billa kassierern und unsozial gegenueber der spar-kassiererin, nach sozialistischer logik, die bekanntlich ihren eigenen absurden gesetzen folgt.

die meisten sozen sind nicht in der lage 2 schritte zu denken.

mfg

Jim Kirk
00
1.10.2009, 09:10

Irgendwas habens da mit verwechselt, aber da es sie eh nicht interessiert ists eh wurscht.

Lemure
 
31
1.10.2009, 07:45
Absurd!

Die Kunden von Billa und Spar zahlen nicht die Hungerlöhne der Kassierinnen, sondern die Gewinne der Konzernherren - natürlich ungewollt - es bleibt ihnen nichts anderes übrig, wenn sie nicht verhungern wollen.

Porqué no te callas?
00
1.10.2009, 09:30

und wer zahlt dann den gehalt schlauberger?

was willst denn einer unausgebildeten kassierin zahlen wenn der jungakademiker in der buchhaltung 1300 netto verdient?

ich weiß nicht was du für vorstellungen hast, realistisch sind diese jedoch nicht.

R. M.
01
1.10.2009, 05:18
Ein Bißchen diskriminierend...

...ihr Posting.
Seihen wir uns ehrlich - korrekt müßte es heißen: Die meisten Menschen sind nicht in der Lage 2 Schritte zu denken.
(Ist auch kein Wunder. Wo wird denn die Fähigkeit vorauszudenken denn wirklich gefördert und kultiviert?)

Allmächtiger Satan
32
30.9.2009, 22:53
Gäbs keine Arbeitslosen...

... gäbs auch keine SPÖ, also wird es immer Arbeitslose geben.

Bundesadler frisst den falken
12
1.10.2009, 07:25
Sie wissen aber schon noch,

das dass Schüsserl als er noch beim Wirtschaftsbund war offen nach mehr Arbeitslosen gelechtzt hat, unter dem Motto das drückt auf die Höhe der Löhne.
Von wegen die SPÖ.

Porqué no te callas?
00
1.10.2009, 09:31

quelle bitte.

hanslblasta
00
1.10.2009, 07:20
die Postings,

die selbiges von der ÖVP behaupten, sind mittlerweile Legion

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