"An.schläge" auf den Maskulinismus

2. Oktober 2009, 16:23
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Frauenzeitschrift beleuchtet die Männerrechtsbewegung, von deren profeministischen Wurzeln kaum etwas übrig ist

Das 'men's right movement' lobbyiert sowohl in den USA als auch in Europa massiv für Gesetzesreformen mit dem Ziel, Scheidungsväter besserzustellen. In Deutschland ist mit 1. September ein neues Familienverfahrensgesetz in Kraft getreten, das diese rechtliche Besserstellung bereits umsetzt.

Manipulative rhetorische Strategien

"Angesichts dieser höchst beunruhigenden Entwicklungen beschäftigt sich der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe der an.schläge ausnahmsweise ausschließlich mit Männern: Lea Susemichel hat einen Mann, der lange Zeit in linken Männergruppen aktiv war, zur Geschichte der 'Maskulinisten' und den Anfängen der Männerbewegung befragt. Ursprünglich als solidarisches, profeministisches Projekt in Allianz mit der Schwulenbewegung entstanden, entwickelten sich deren reaktionäre Ableger erst ab den 1990ern. Diese formierten sich in den folgenden beiden Jahrzehnten in teils international vernetzten Organisationen und Vereinen und agitieren insbesondere im Internet äußerst aggressiv gegen Feministinnen und 'Frauenversteher'. Welcher manipulativen rhetorischen Strategien sich die Vaterrechtler in den USA dabei bedienen, analysiert Caroline J. McKenzie.

Weitere Themen der Oktoberausgabe sind der Fall Caster Semenya, der Prozess um die TierrechtsaktivistInnen, die Zweiklassen-Gynäkologie in Österreich, die Queer-Paraden in Tábor und Budapest und etliches mehr. (red)

  • Die an.schläge gibt es auch auf Okto zu sehen.
    foto: cover an.schlaege oktober 09

    Die an.schläge gibt es auch auf Okto zu sehen.

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