Yuracare wollten Bauern aus ihrem Reservat vertrieben
La Paz - Bolivianische Indigenas haben sich gewaltsam gegen das Eindringen von Koka-Bauern in ihr Reservat zur Wehr gesetzt. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Indigenas vom Volk der Yuracare und Bauern, die in dem Reservat und Nationalpark Kokasträucher für die Herstellung von Kokain anbauen, wurde nach Angaben der Behörden einer der Bauern getötet.
Präsident Evo Morales versicherte bei einem Besuch in dem Reservat, dass die Regierung den Anbau von Kokasträuchern in dem Gebiet der Indios verhindern werde und entsandte Militäreinheiten, berichteten nationale Medien am Dienstag.
Die Yuracares leben in dem Reservat etwa 550 Kilometer südöstlich von La Paz, dem Sitz der Regierung. Indigenas sind in Südamerika schon öfter in das Kreuzfeuer von Drogenbanden und den Streitkräften geraten. Die meisten Opfer gibt es dabei in Kolumbien, wo immer wieder Indigenas ermordet werden, weil sie weder Drogenbanden, noch rechte Paramilitärs, linke Rebellen oder die Streitkräfte auf ihrem Territorium akzeptieren wollen. (red/APA)