EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik

Maria Kapeller, 29. September 2009, 14:49

Das Berufspraktikum dient häufig als Einstieg in die Arbeitswelt - Höher qualifiziertes Personal hat im Bereich Metall/Kunststoff in der Krise die besten Chancen

Das Studium "EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik" an der Fachhochschule Oberösterreich (Campus Wels) war bis vor kurzem unter dem Namen "Material- und Verarbeitungstechnik" bekannt. Es wurde mit 1. Oktober offiziell umbenannt, um die Studieninhalte auf den ersten Blick transparenter zu machen.

Während der Ausbildung wird die gesamte Wertschöpfungskette, also vom Rohstoff zum fertigten Produkt, vermittelt. Es geht vor allem um die richtige Materialwahl sowie um die Verarbeitung eines Rohstoffes zu einem Produkt - vom Tennisschläger bis zum Flugzeugteil. "Im Gegensatz zur Konstruktionstechnik des Maschinenbaus stehen in diesem Studiengang die betriebliche Fertigung und die zu verarbeitenden Werkstoffe im Vordergrund", heißt es auf der Homepage der FH Oberösterreich.

Montanuni Leoben und Universität Linz

Der Master-Studiengang ist nach Angaben der FH Oberösterreich in Inhalt und Konzept einzigartig - in Österreich gebe es "keine vergleichbare Ausbildung als FH-Studium". Themenverwandte Studien an heimischen Universitäten sind beispielsweise "Werkstoffwissenschaft" und "Kunststofftechnik" an der Montanuniversität Leoben. Eine weitere Möglichkeit: Die Universität Linz bietet das Bachelorstudium "Kunststofftechnik" an, das es ab dem Wintersemester 2010/11 auch als Masterstudium gibt.

Fachleute weiterhin gefragt

Das AMS beschreibt die Beschäftigungskurve im Bereich "Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau" bis 2012 zwar als "tendenziell rückläufig". Die Ausnahme seien aber technische Fachkräfte sowie Akademiker - hier sei der Bedarf am Arbeitsmarkt weiterhin gegeben.

Ein Blick auf das Berufsfeld "Chemie und Kunststoffproduktion" zeigt: Laut AMS sind Fachkräfte und Hochschulabsolventen im Bereich Kunststofftechnik zwar nach wie vor gefragt. Bei den übrigen chemischen Berufen ist die Nachfrage allerdings sinkend.

Das Berufsbild "Metallgewinnung und -bearbeitung" hat laut AMS aufgrund der Wirtschaftskrise mit Absatzproblemen zu kämpfen, da die Branche sehr exportorientiert ist. Betroffen sei aber vor allem niedrig qualifiziertes Personal. Die immer stärker automatisierte Produktion führe dazu, dass eine Tendenz zu höher qualifizierten Arbeitskräften erkennbar sei. Trotz Krise seien daher spezialisierte Fachleute wie Oberflächentechniker oder Wärmebehandlungstechniker weiterhin gefragt. (red, derStandard.at, 29.9.2009)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.