EU-Kommissar

Mafia als Bedrohung für EU-Eingliederung des Balkan

28. September 2009, 13:44

Barrot in Belgrad - Visa-Liberalisierung und Justizreform dominieren Gespräche

Belgrad - EU-Justizkommissar Jacques Barrot hat am Montag in Belgrad gewarnt, das Organisierte Verbrechen könnten den Integrationsprozess in Südosteuropa bedrohen. Die Organisierte Kriminalität sei zweifelsohne eine internationale Frage und beziehe sich nicht nur auf den Westbalkan. In der Region habe die Frage jedoch besonderes Gewicht, da sie die Stabilität und den EU-Annäherungsprozess gefährden könnte, sagte Barrot zu Beginn eines Regionaltreffens zur Kriminalitätsbekämpfung.

Barrot begrüßte die Initiative zur Zusammenarbeit in Südosteuropa in diesem Bereich. Ein echter Test für die Behörden würden allerdings die Gerichtsurteile und die Beschlagnahmung von Besitz der Mafia darstellen, meinte Barrot. Über Südosteuropa wurden in Richtung Westeuropas alleine im Vorjahr rund 100 Tonnen Heroin im Wert von 416 Millionen Euro geschmuggelt, gab der EU-Justizkommissar an.

Die Aufhebung der Visapflicht, welche die EU-Kommission im Juli für Mazedonien, Serbien und Montenegro ab Anfang 2010 empfohlen hatte, und die Ergebnisse bei der laufenden Justizreform standen im Mittelpunkt der Gespräche, die Barrot im Anschluss mit dem serbischen Innenminister Ivica Dacic, Justizministerin Snezana Malovic sowie dem für die EU-Integration Serbiens zuständigen Vizepremier Bozidar Djelic führte. Die serbischen Behörden haben am Freitag Brüssel über die Erfüllung der Voraussetzungen für die Visa-Liberalisierung schriftlich benachrichtigt. Eine endgültige Entscheidung der EU-Kommission dazu wird Ende November oder Anfang Dezember erwartet. Das Thema wird zuvor im November auch vom EU-Parlament debattiert.

Am Rande der Regionalkonferenz traf Barrot auch mit dem serbischen Präsidenten Boris Tadic und Premier Mirko Cvetkovic zusammen. Tadic appellierte zuvor an die Staaten der Region, sich einem gemeinsamen Kampf gegen das Organisierte Verbrechen anzuschließen. Die serbischen Behörden seien fest entschlossen, den kriminellen Strukturen sowohl in Serbien wie auch darüber hinaus einen entscheidenden Schlag zu versetzen. Dabei rechne man mit der Hilfe der Europäischen Union. Am Dienstag wird Barrot Montenegro besuchen. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
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Mostbluzer
00
19.10.2009, 16:22
die sollen daheim mal für ruhe sorgen,

und sich dann um die hoffnunglosen fälle kümmern ...

EU-Beamte und -Parlamentarier werden in Brüssel beraubt und zusammengeschlagen. Kaum eine Botschaft, die nicht schon Einbrüche erlebt hat. Aber Belgiens Polizei schaut einfach zu, wie Europas Hauptstadt in der Kriminalität versinkt. Die Stadt steckt voller Spannungen. Brüssel ist ein Dorado für Kriminelle.

http://www.welt.de/politik/a... chens.html

rubinek
03
30.9.2009, 14:09

Die Bekämpfung der organisierten Kriminalität im Balkan wird nach dem Post-Beitritts Problemen mit Bulgarien und Rumänien hoffentlich von der Kommission ernstgenommen.

Wenn die Staaten Ex-Jugoslawiens ohne strenge Auflagen in diesen Bereichen aufgenommen werden sehe ich große Probleme auf die Union zukommen. Die Lösung des Problems ist letzlich nicht nur ein Serbisches, Albanisches usw. sondern ein Europäisches und im speziellen Österreichisches weil wir als Nachbarland besonders betroffen sind.

Österreich sollte sich somit massiv für die Bekämpfung der org. Kriminalität in diesen Staaten einsetzen. Nachdem wir viele Migranten aus Ex-Jugoslawien haben die mittlweile Akademiker sind dürfte es da schon ein paar gute Leute geben.

Komita
31
30.9.2009, 17:48
Erster Vernünftiger Beitrag

Richtig erkannt, dies ist ein Europäisches Problem und muss von alle EU Staaten inkl. Balkan Staaten gelöst werden. Wobei man in dem ein oder anderen EU Land ebenfalls die Kriminalität bekämpfen muss.

Beispiel: Italien, die OK ( Organisierte Kriminalität ) wird teilweise von EU Ländern organisiert bzw. die ganzen Devisen mit denen die Organisierte Kriminalität beauftragt wird sind in EU Ländern zu finden.

Was jedoch unbedeutend und nicht wirklich von Nutzen ist, wenn ein Herr Tadic als Heilsbringer des Balkan auftritt, wo er doch weiss, das ihm keine Grosse Rolle in dem Theater Stück gebührt.

Goran Markovic
00
14.10.2009, 21:47

Naja, aber der Dealer, ähm Premier Thaci ist auch nicht gerade Heilsbringer.

Komita, Sie machen sich lächerlich, merken Sie das nicht ?
Langsam tun Sie mir leid.

Alexei Pavlov
43
29.9.2009, 19:43

Da weder der Komissar, noch Der Standard den Name der Regierung nicht explizit erwaehnen moechte, die am meisten dem Drogenhandel beitraegt, ist es mir klar, dass es sich nicht um die in Belgrad handelt.

Ginge es um die boesen, boesen Serben, wuerden sich sowohl der eine, als auch die anderen Serbenhasser nicht das Vergnuegen nehmen lassen, abermals laut daran zu erinnern, dass der Serbe boeshaft und an allem schuld sei.

Jan Sommer
00
2.10.2009, 10:16
Was zu kommunistischen Zeiten die fast exklusive Domäne


der Bulgaren war, hat sich nun - "globalisierend" - auf den gesamten Balkan ausgebreitet.

Die EU subventionierts längst bestens - Ausweitung der Visafreiheit ist ein erprobtes Mittel Rauschgift noch besser in den Absatzländern vermarkten zu können.
js

Old Surehand
00
1.10.2009, 12:21
Dies Post sagt viel aus, was nicht im Text steht.

DAfuer muessen wir IHnen danken. Es tut uns leid, dass Sie so ein Bild von der IG haben und denken, dass sie von einem antiserbsichen Bild getrieben sei. Dies enstpricht ja klarerweise nicht den Tatsachen. Trotzdem sind solche Frustrationen des PUblikums ernst zu nehmen. Man muss andererseits auch Sorge tragen, dass ob der persoenlichen Enttaeuschung mit Rundumschlaegen nicht gleich das Kind mit dem Bade ausgeschuettet wird. Ausser Frust sagt uns Ihr Post naemlich wenig.

Alexei Pavlov
22
1.10.2009, 22:27

Wie immer, nichts ausser "bla-bla-bla"

Komita
91
28.9.2009, 19:32
Der Tadic ist schon

ein lustiger Kerl.

Der soll erst mal die Kriminalitaet im eigenen Land unter Kontrolle bringen bevor er solche Toene spuckt und sich als Heilsbringer des Balkan hochsterilisiert!

kopernikus
01
30.9.2009, 01:34

Sie haben wohl den Inhalt des Artikels nicht ganz verstanden.

"Die serbischen Behörden seien fest entschlossen, den kriminellen Strukturen sowohl in Serbien [...] einen entscheidenden Schlag zu versetzen."

Jan Sommer
00
2.10.2009, 10:16
Ja - dazu holt sie schon seit so vielen Jahren aus.

js

Komita
21
30.9.2009, 11:40
Die Serbische Regierung

ist auch seit Jahren fest entschlossen Mladic und Co einen entscheidenden Schlag zu versetzen.

Naja2008
00
12.10.2009, 21:32

Ach die verstecken sich doch bestimmt im Privatbunker von Thaci, wo er alle anderen Kriminellen aus der ganzen Region versteckt, inklusive Freunde,Familie und andere UCK-Verbrecher, usw.

Komita was erwartest du bitte soll man auf deinen Post antworten. WIe immer hast du überhaupt keine Ahnung und beziehst ALLE deine Informationen nur aus voreingenommen Quellen, wie z.B. dem "Liga von Prizren" Clubheft, was nebenbei deine Lieblingslektüre ist.

Yossarian
22
29.9.2009, 14:09

Da ein Teil seines Landes zur Zeit von der UNMIK verwaltet wird, ist es ein wenig schwierig für ihn die dortige Mafia zu bekämpfen.

Komita
21
29.9.2009, 16:08
Die UNMIK

ist im Kosovo und der Kosovo hat mit Serbien nichts am Hut bzw. die Kriminalität ist im Kosovo unter Aufsicht.

Die internationale Gemeinschaft fühlt sich jedoch durch die wachsende Kriminalität in Serbien bedroht, deswegen auch die Initiative zur Zusammenarbeit mit der EU.

Jan Nesbeda, MPr
00
12.10.2009, 13:55
Deutsche Sprache - schwere Sprache

Sie haben die richtigen Vokabel, aber die Satzstellung ist falsch. Es muß heißen:
Der Kosovo ist unter Aufsicht der Organisierten Kriminalität.

Deshalb, und Yossarian hats ja versucht, Ihnen zu sagen, hat es Tadic etwas schwer, die Kriminalität im ganzen Land zu bekämpfen. Auch dann, wenn er sagt, daß er auch über Serbien hinaus etwas tun will.

Da hat wohl Barrot vergeblich versucht, die Serben für die Zeit nach UNMIK/EULEX zu verpflichten. Belgrad wird nur ein von Kriminellen gereinigtes (also menschenleeres) Territorium wieder übernehmen.

Serbien hat übrigens die Teilnahme an EULEX abgelehnt - die Suppe darf die EU selbst auslöffeln.

Yossarian
11
30.9.2009, 08:57

Die UNMIK ist aufgrund der UNO-Resolution 1244 für den Kosovo zuständig. In dieser UNO-Resolution wird auch die territoriale Integretät Serbiens festgehalten. Das ändert sich nichts, auch wenn sich das UCK-Regime für unabhängig erklärt.

Komita
21
30.9.2009, 11:43
UNMIK

United Nations Interim Administration Mission In ?

Drei mal dürfen sie raten.

Wenn sie den letzten Buchstaben raus haben, dann wissen sie mit wem die UNMIK zusammen arbeitet.

Resolution 1244 ist für den Kosovo irrelevant, da es mittlerweile Unabhängig ist.

marko serbe
22
29.9.2009, 10:25
Komita

Na Südserbe ( Albaner ) hast du Angst das deine Landsmänner hinter Gitter wandern wegen Drogendealerei , Frauenhandel , Raub und so weiter ? Ja es muss sehr schwer sein zuzusehen das die EU Politiker sich auf Serbien verlassen im Kampf gegen das OK. Denkt nicht das die Welt nicht weiß woher das Geld stammt für eure versuche einen Kriminellen Staat zu gründen , auf Kosten Serbiens. Die Mühlen mahlen langsam aber Gründlich.

Zürcher
12
28.9.2009, 23:09

Wenn jemand in der Lage für so etwas wäre, dann denke ich ist es Tadic (mit Dacic). Vorausgesetzt ist natürlich die Hilfe der EU.
Sie täuschen sich gewaltig falls Sie denken, die Kriminalität auf dem Balkan sei eine inländische Angelegenheit! Nur wenn man dieses Problem auch als regionales Problem erkennt, wird man Chancen haben es zu lösen. Die Zusammenarbeit zwischen Serbien und Kroatien ist vorbildlich und dient als Beispiel für andere.
Weiter hat Tadic auch die Resourcen um gegen solche Bedrohungen vorzugehen: Bsp. ist der Jahrhundertraub von Stockholm. Serbiens Geheimdienst warnte die Schweden bereit Ende August (1 Monat vorher). Diese glaubten dies sei nicht möglich...
Fachkräfte um gegen die Kriminalität vorzugehen hätte man.

Komita
20
29.9.2009, 16:22
Wenn ich sowas lese

muss ich anfangen zu schmunzeln...

Einige Personen in Serbiens Regierung sind umgeben von einem Netz von Helfern, die mit der organisierten Kriminalität in Serbien tief verstrickt sind.

Serbien muss in den eigenen Reihen aufräumen bevor es solche Toene spuckt.

Z. Ristic
15
28.9.2009, 18:45

Als sich ide UCK mit dem Heroin finanzierte war das allerdings noch kein Problem.

Komita
20
29.9.2009, 16:23
Tatsache ist

das niemand der UCK solche Vergehen nachweisen konnte. Somit bleibt es ein Märchen von tausend und einer Nacht.

Naja2008
00
12.10.2009, 21:35

Wovon redest du bitte? Das wurde es doch!

marko serbe
02
30.9.2009, 11:54
Komita

Die Beweise liegen bei allen Relevanten Staatspolizeien der Welt das Terrororganisation UCK die Größten Drogenschmuggler in Europa sind und das Albaner 30 % vom EU Straßenmarkt beherrscht. Wir ( Serbische Polizei ) werden in unser Kosovo reinkommen und aufräumen , mache dir da keine große Hoffnungen und das alles mit Unterstützung von der EU. Eure Politische " Elite " wird vor Gericht verantwortlich sein für Drogenschmuggel und andere verbrechen die sie begangen haben.

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