Abkommen bis Ende Oktober

USA planen zwei Marinestützpunkte in Panama

27. September 2009, 21:38

In Buchten nahe der Grenze zu Kolumbien

Panama-Stadt - Die Vereinigten Staaten werden zwei neue Marinestützpunkte an der Karibikküste Panamas errichten. Das teilte am Sonntag völlig überraschend der panamaische Justizminister Jose Raul Mulino mit, wie die Tageszeitung "La Prensa" berichtete. Als Standorte für die Marinebasen sind Buchten nahe der Grenze zu Kolumbien vorgesehen. Mit der Verstärkung der US-Marine solle der Küstenschutz und der Kampf gegen den Rauschgifthandel entlang der Küsten ausgebaut werden, hieß es. Ein entsprechendes Abkommen zwischen beiden Ländern solle noch vor Ende Oktober unterzeichnet werden.

Die USA hatten ab Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ihre insgesamt 17 Militärstützpunkte in dem strategisch wichtigen mittelamerikanischen Land abgebaut. Erst seit den 90er Jahren hat Panama auch die Hoheit über den Panamakanal zwischen Pazifik und Atlantik erhalten. Die neuen Stützpunkte sind dem Vernehmen nach Teil der sogenannten Merida-Initiative, mit der Washington den Ländern der Region im Kampf gegen den Rauschgifthandel unterstützen will. Diese milliardenschwere Initiative war noch in der Regierungszeit des US-Präsidenten George W. Bush vereinbart worden. (APA)

Kommentar posten
16 Postings
Kunibert K
01
7.10.2009, 21:21
Tut mir leid, aber

Panama ist wirklich das politisch armseligste Land ganz Lateinamerikas. Diese Unterwürfigkeit gegenüber den Nordamerikanern hat eine traurige, "staatsgründende" Tradition. Und der einzige, der sich der US-Vormacht jemals ernsthaft in den Weg stellte, Noriega, war ein notorischer Drogenhändler.... Bitte jetzt nicht Omar Torrijos daherkommen, der entwand den USA die Kanalzone auch nur deshalb, weil sie unwirtschaftlich geworden war. Nicht der Kanal, sondern die Zone um ihn herum.

dr. kokos
 
03
8.10.2009, 17:39

panama hat es früher nicht gegeben, es war ein teil kolumbiens. die usa haben es kolumbien gewaltsam weg genommen, das erklärt das naheverhältnis.

Kunibert K
00
8.10.2009, 21:36

So ist es!

Toni Gruber
00
7.10.2009, 11:13
es findet sich immer ein Grund

Dort ist ja schon der alte Bush einmarschiert, Noriega hatte zwar keine Massenvernichtungswaffen, dafür aber Rauschgift, es findet sich immer ein Grund zum Einmarschieren, in Panama gibt es zwar kein Erdöl dafür aber einen wichtigen Kanal

pepitant
04
7.10.2009, 08:47
Rede Chavez vor der UNO

http://www.amerika21.de/hintergru... vor-der-un
Klar kann man wieder der Boten prügeln, aber die westlichen Massenmedien haben sich ja offenbar geschlossen dazu durchgerungen, ihre Leser uninformiert zu halten.
Also bitte Horsti, bevor Du wieder irgendeinen Schwachsinn gegen Amerika21 loslässt, versuch doch mal inhaltlich was vorzubringen :-)
Ja, es mag schon sein, dass Chavez einem etwas blumigen Sprachstil huldigt, nur, wenn irgendwas an der Aussage falsch ist, dann nicht drum herumjeiern sondern das ansprechen und wenn mans besser weiß die Belege dazu liefern.

Nowotila
09
29.9.2009, 10:50
USA planen zwei weitere Putschzentren in Panama.

Augusto Sandino
00
29.9.2009, 04:55
die legen sich mit den kuna an

wer die gegend dort kennt, weiss dass die buchten nur im kuna-territorium liegen können und das geniesst seit 1925 weitreichende Autonomierechte. Die Duldung des kolumbianischen Drogenhandels stellt für sie eine Überlebensfrage dar, ihr Wegfall könnte zur Existenzfrage werden. Bleibt abzuwarten wie der Kongress der Kuna auf die Ankündigung reagiert, schliesslich werden hier klar Autonomierechte beschnitten. Präs. Martinelli, dem viele Kunagemeinden demonstrativ die Wahlgefolgschaft verwehrten, sollte sich lieber hüten an den verbrieften Rechten der autonomen Gruppen zu rütteln.

Student der Magie
06
28.9.2009, 16:52
widerlich diese US-Politik

eh Hinten und Vorne kein Geld, dabei in Saus und Braus auf Kosten der übrigen Welt leben, und um das zu sichern überall Kriege anzetteln und Milítärbasen errichten, und ja nirgends irgendwelche Systeme - vor allem Linke - irgendwo aufkommen lassen, wo noch etwas für die Menschen und nicht nur für die Elite gemacht wird. In Südamerika sind halt in den meisten Staaten die Menschen von der rechten westliche Politik geheilt, und die Menschen werden nicht mehr so leicht Interventionen wie einst dulden.

Ein Staat der pleite ist und trotzdem derartig auf Krieg setzt und auf Militär ist mM nach sowieso am Ende zum Scheitern verurteilt. Irgendwann wird das auch den Amis stinken, dass zwar kein Geld für Sie aber für sinnlose Krieg da ist;)

NONE
00
23.11.2011, 20:37

Wenn die Occupy Bewegung weitergeht dann wird sie die 1% zu Fall bringen.

kai saume
01
28.9.2009, 09:32
Venezuela muß eines Tages fallen...

Ziel: das Erdöl von Maracaibo

wider den rechten Kanaillen
09
27.9.2009, 23:13
Die Obama/Clinton-Regierung auf dem Sprung

zur Militärintervention im linken Südamerika.
Da werden dann wieder "Interimsregierungen" eingesetzt.

Malkaye
06
27.9.2009, 22:51
nach den basen in kolumbien nun marine in panama

es geht schlag auf schlag. das soll wohl ein zweiter kalter krieg werden. gringos gegen aufstrebende latinos. mal wieder der altbewährte kriegstreiber aus dem westen.

hoffen wir, dass er vorher entgültig pleite geht!

das ist fix
07
27.9.2009, 22:46


Auch unter Obama geht der US-Imperialismus weiter.

Z. Ristic
01
28.9.2009, 18:51

Wartum auch nicht, schliesslich ist er auch nur der Präsident der USA.

randy handsome
08
27.9.2009, 21:51
militär gegen drogenhandel....

...wie wärs wenn man zuerst einmal den drogenkonsum bzw. die legalisierungsfrage angeht und da versucht was zu verändern?

ein weiteres paradebespiel wo US militär im spiel ist, ist afghanistan, dass seit dem US einmarsch auf 90% weltanteil in der heroinproduktion gekommen ist.

wer da wohl mitverdient??

Mostbluzer
02
28.9.2009, 11:34
air america

wie immer.

und die flog sogar nach arkansas, als einzigem us bundesstaat (wer wa da governor?) ...

früher liefs noch oft über entwicklungshilfe (us aid - die "andere agency" nach eigendefinition)
heute braucht man so ein deckmäntelchen gar nicht mehr, die zeit drängt.

heute heisst demokratie, MVW oder drogen ... und zack eine "basis". gut dass der weltraum noch nicht erkundet ist, sonst hätten wir auch dort eine galakt. (us) förderation.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.