Endergebnis

SP stürzt ab, FP verdoppelt, VP legt zu

28. September 2009 08:25
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    montage: derstandard.at

    FPÖ und ÖVP freuen sich, die SPÖ ist im Schockzustand.

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    Ergebnisse der Landtagswahl nach Gemeinden.

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    Die Ergebnisse der Landtagswahl im Überblick.

ÖVP 46,75 Prozent, SPÖ 24,95 Prozent, FPÖ 15,3 Prozent, Grüne 9,18 Prozent, BZÖ 2,83 Prozent

Oberösterreich hat gewählt. Die Landtagswahl hat für die SPÖ ein desaströses Ergebnis gebracht. Sie stürzt auf weit unter 30 Prozent ab. Die ÖVP konnte ihr Ergebnis halten und sogar dazu gewinnen. Die Grünen bleiben stabil, nach langem Zittern ist auch klar: Sie halten ihren Sitz in der Landesregierung. Wahlsieger ist wie schon vergangene Woche bei den Wahlen in Vorarlberg die FPÖ: Sie verdoppelte sich fast. Das BZÖ verfehlt den Einzug in den Landtag.

Wir informieren Sie in diesem Artikel und in unserer animierten Infografik über den laufend aktuellen Stand der Ergebnisse und die Wählerströme. Das noch nicht amtliche Endergebnis inklusive Briefwahl und sonstige Wahlkarten: ÖVP 46,75 Prozent, SPÖ 24,95 Prozent, FPÖ 15,3 Prozent, Grüne 9,18 Prozent, BZÖ 2,83 Prozent

Nach Mandaten bedeutet diese Hochrechnung 28 Sitze für die ÖVP (bisher 25), 14 für die SPÖ (bisher 22), neun für die FPÖ (bisher 4), die Grünen bleiben bei ihren fünf Mandaten. Die Kleinparteien, KPÖ und die "Christen", bleiben alle unter einem Prozent.

Die Sitze in der Landesregierung sind wie folgt verteilt: ÖVP 5 (+1), SPÖ 2 (-2), FPÖ 1 (+1), Grüne 1 (+/- 0)

Im Vergleich dazu die Ergebnisse der vergangenen Landtagswahl 2003: ÖVP 43,42 Prozent, SPÖ 38,33 Prozent, FPÖ 8,4 Prozent, Grüne 9,06 Prozent. Außerdem die Ergebnisse der Landtagswahl 1997 im Vergleich: ÖVP 42,7 Prozent, SPÖ 27,0 Prozent, FP 20,6 Prozent, Grüne 5,8 Prozent.

Ob es wie in den vergangenen sechs Jahren zu einem Arbeitsübereinkommen zwischen ÖVP und einer anderen Partei kommen wird, ließ Pühringer offen. Auch sein bisheriger Koalitionspartner Rudi Anschober von den Grünen hielt sich bedeckt. Pühringer kündigte jedenfalls Gespräche mit allen Parteien an.

Wahlbeteiligung erstmals seit 1949 gestiegen

Die Landtagswahl - bei der erstmals die Briefwahl zugelassen war - brachte das erste Plus in der Wahlbeteiligung seit dem Jahr 1949. Denn seit der Wahl 1955 ist in Oberösterreich die Beteiligung kontinuierlich zurückgegangen. Da es aber keine allzu großen Einbrüche gab, war und ist Oberösterreich österreichweit das Land mit der dritthöchsten Beteiligung bei Landtagswahlen.

Knapp hat es Oberösterreich - mit 80,34 Prozent - hinter Kärnten und Burgenland in die Dreier-Riege mit Beteiligung von mehr als vier Fünftel der Wahlberechtigten geschafft.

Der Zuwachs von 1,69 Prozentpunkten ist allerdings vergleichsweise gering. In den anderen Ländern, die seit Einführung der Briefwahl gewählt haben, stieg die Beteiligung stärker - am stärksten in Tirol 2008 um fast fünf Prozentpunkte. Eine Ausnahme gab es allerdings: In Salzburg sank im heurigen März die Beteiligung trotz erstmals möglicher Stimmabgabe per Postweg.

Das Interesse an den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen war etwas geringer - aber auch größer als 2003: 79,03 Prozent der Wahlberechtigten (zu denen hier aber auch die EU-Bürger mit Wohnsitz in OÖ zählen) gaben ihre Stimme ab.

Experteneinschätzung

Politologe Peter Filzmaier befand das Ergebnis für im Trend nicht überraschend, wohl aber in der Dimension. Er erinnerte daran, dass die SPÖ mit laut Hochrechnung rund 24 Prozent nicht hinter das Ergebnis von 2003, sondern auch von 1997 zurückfiel - das historisch schlechteste Abschneiden für die Sozialdemokraten ob der Enns.

SP-Verluste wegen Mangel an Themen

Die desaströsen Verluste der Sozialdemokrate erklären sich Politologen mit dem Mangel an roten Themen. "Die SPÖ hatte im Wahlkampf kein Thema, mit dem sie emotional punkten konnte", erklärt Peter Hajek. Ähnlich sieht das Filzmaier: "Die SPÖ wird mit keinem Thema ausreichend in Verbindung gebracht - nicht einmal mit dem Thema Arbeitsplätze." So sei es umso schwieriger, gegen den ÖVP-"Landeshauptmannbonus" anzukommen. OGM-Chef Wolfgang Bachmayr glaubt, dass die SPÖ zu wenig mobilisiert habe.

Die Erfolge der FPÖ seien im Übrigen ein "Symptom", wie schwach die Großparteien seien, meint Hajek. Auf bundespolitischer Ebene müsse sich die SPÖ nun nämlich die Frage stellen, was ihre Probleme seien. Dasselbe gelte allerdings auch für die ÖVP, so Hajek: "Die ÖVP hat ähnliche Probleme wie die SPÖ - warten wir die Wien-Wahl ab." Der Stimmengewinn für Landeshauptmann Josef Pühringer und seine Volkspartei sei eine "Trendwende", meint hingegen Bachmayer, weshalb die ÖVP neben der FPÖ "Sieger" dieser Wahl sei.

Alle Detailergebnisse von Städten und Gemeinden sowie die bisherigen Ergebnisse der Gemeinderatswahlen finden Sie auf der Wahlseite der oberösterreichischen Landesregierung. (red, derStandard.at, 27.9.2009)

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Posting 1 bis 25 von 1526
Hamit_Hatemi
02.10.2009 16:40

Ganz besonders schmerzlich für die SPÖ muss ja sein, dass auch die Landeshauptstadt Linz bei der Landtagswahl mehrheitlich ÖVP wählte.

DAS ist ein Erdbeben, würde ich sagen...

more more
29.09.2009 08:02

Die Lösung ist einfach:
Die Zuwanderungsfrage durch das Volk entscheiden lassen.
Jedes Jahr sollen die Bürger ankreuzen können, wieviel Neuzuwanderer sie im nächsten Jahr ins Land lassen wollen.
D.h. z.B. von 1-000 bis 70.000.
Der Durchschnittswert soll dann herangezogen werden.
Dann kann keine Partei mehr mit dem Ausländerthema punkten.

Millionendieb Franz
28.09.2009 16:02
habe gestern den roten Haider berten. Will jetzt mein Honorar haben

Das waren immerhin ein paar Telefonate. Die Kohle kann man ja von den Sparbücherm kleiner Prolos nehmen. Das sind doch eh alles Penner, die nicht einmal Golf spielen können.

schmeiser
28.09.2009 15:03
gibts eine aufschlüsselung darüber,

wie die arbeitslosen gewählt haben? m.w. hatten die nationalsozialisten während der dreißigerjahre in diesem "segment" ziemlichen zuspruch. heute auch?

Lotta di Classe
28.09.2009 14:47
Noch ein paar Jahre Faymann

und die SPÖ scheitert an der 5%-Hürde. Wer hält diesen Wahnsinnigen auf?

Herr Faymann, treten Sie zurück, bevor es zu spät ist!

Bluesman25
 
29.09.2009 04:47
ganz egal

ob faymann in österreich oder steinmaier in deutschland: der sozialimus hat entgültig ausgedient und ist reif für die archive der geschichte. mit anderen worten: keine frage der person sondern eine frage der ideologie.

José Atento
28.09.2009 15:10
Ich denke, das hat nicht viel mit Faymann zu tun.

Denken Sie dass Gusenbauer das besser gemacht hätte?

In Zeiten der Weltwirtschaftskrise ist eine komplett andere Politik gefragt. Die von der SPÖ betriebene Umverteilung zu Privilegierten (eigenen Wählern) ist total out. Eine solche Politik hat auch mit sozial nichts zu tun. Es ist die Absicherung der Pfründe und "wohlerworbener" Rechte.
Doch was kann ein Junger z.B. mit solch einer Politik anfangen, der keine Zukunftsperspektiven erkennen kann?

Die Leute spüren auch, dass der allumfassende Versorgerstaat ein Märchen war. Dieses haben besonders die Sozialisten vertreten.

Peter Hammer 06
28.09.2009 22:00
Manche wie Sie VERMUTEN es bei Gusenbauer...

...manche wie ich WISSEN es bei Faymann.

didi111
28.09.2009 14:22
Eines ist sicher....


Österreich wird reicher, wenn es das orange Trutscherl nicht mehr gibt (zumindest in der Landesregierung).

thechief
28.09.2009 13:44
Filzmaier

kann leicht reden. Wenn ich mich recht entsinne, war er es der von der SPOOE ein schönes gehalt bekam, weil ER es war der jede woche mit der parteileitung die Themen der Woche durchging und wahlkampf empfehlungen abgab.

wombat007
28.09.2009 13:26
Ein Freudentag

Endlich werden die Sozialträumer in die bedeutungslosigkeit abgewählt.
Leistung zählt wieder. Bravo!

MarioV
28.09.2009 13:22
Die SPÖ kann nicht für Zuwanderung sein ohne das sie schafft Zuwanderung dem wähler auch "erfolgreich" zu verkaufen

Die Sache ist wohl einfach.
Wer für etwas eintritt, der muss dann eben auch für die Konsequenzen gerade stehen.
Die Wiener Integrations-Stadträtin hat erst vor ein paar Tagen erklärt:
Ein klares JA zu weiterer Zuwanderung.

Wenn die SPÖ also aus ideologischen Gründen weitere Zuwanderung befürwortet, dann muss sie dieses Produkt "Zuwanderung" den Wählern auch verkaufen können.
Sonst geht es ihr wie einem Geschäftsmann, der auf seinen Produkten sitzen bleibt.
Die SPÖ muss sich entscheiden:
Entweder sie ist für Zuwanderung, und schafft es auch die Wähler dafür zu gewinnen, oder aber sie lässt es bleiben.
Oder, 3. Möglichkeit: sie geht unter.

The Dude
28.09.2009 16:39
Die ÖVP ist auch für Zuwanderung

...ist ja gut für "die Wirtschaft", wenn billige Arbeitskräfte da sind.

nur die machen das schlauer, verschärfen dafür das Asylrecht und lassen die Schottermitzi ein wenig über die Zogajs schimpfen - weil leider ist die "Ausländerdiskussion" hierzulande ja schon so tief gesunken, dass zumindest auf Krone-Niveau zwischen Arbeitsmigranten, deren Nachwuchs, Asylsuchenden und kriminellen Banden gar nicht mehr unterschieden wird. Wozu auch - alles viel zu kompliziert.

José Atento
28.09.2009 15:18

Zuwanderung wäre kein besonderes Problem, wenn nur hoch qualifizierte zuwandern würden. Davon gibt es auch nicht so viele, außerdem bleiben die oft zu Hause, weil sie auch dort gefragt sind. Aber es wandern viel mehr zu, die dann vom sozialen Netz aufgefangen werden müssen.
Es würde mich interessieren wieviele Immigranten in Wien die SPÖ wählen. Vielleicht müssen sie bald den Namen verändern?

Das verstehen die Leute immer weniger und Strache hat hier leichtes Spiel. Der wird vermutlich auch Wien aufmischen. Um das rote Wien brauchen wir nicht weinen. Eine Veränderung wäre da schon dringend notwendig. Aber Strache ist auch ein Populist und daher gefährlich.

amber103
28.09.2009 13:15
Nur auf Pensionisten ist noch Verlass

Die Sp hat viele schlecht ausgebildete Arbeitnehmer an die FP verloren, die gutausgebildeten sind in Scharen zur VP gewechselt. Nur die Pensionisten sind geblieben.
Im Zentralraum gewann die VP in typischen roten Wohngegenden durchwegs gut 5% in manchen Sprengeln sogar 10%, und damit deutlich mehr als die FP.

Die SP hat diese Wahlen in der Mitte verloren. Sie verschreckte mit der einseitig auf Verteilungsgerechtigkeit ausgerichteten Sozialprogramm die vielen fleißigen gut ausgebildeten Arbeitnehmer, die durchaus auch auf Leistungsgerechtigkeit achten. Die VP bot diesen Wählern mit einen vorsichtigen Mittelinkskurs eine neue Heimat. Pühringer hat die VP-OÖ wieder zu einer Volkspartei gemacht.


Kremser
28.09.2009 13:06
die sp wird weiterstürzen

wenn der faymann nicht endlich alle -Innen vor die tür setzt!
#

Busson
 
28.09.2009 13:00

Die Linke in Österreich/Europa kommt immer mehr unter die Räder.

Irrt sich der Wähler immer noch und wird für dumm erklärt, wird sich die Abwärtsspirale noch verstärken.

Jakob der Schwitzer
28.09.2009 12:35
wird in wien noch schlimmer werden

da habens was zu verlieren
aber wenns Bezirkskaiser a la Scheed oder Lehner gibt die außer Schwachsinn nichts anderes machen...
dann wirds im 21sten oder 22sten auch herbe verluste geben

überbezahlter kampfposter
28.09.2009 17:34
was denn verlieren?

rot-schwarz hat ja in den 90ern bestens geklappt.

José Atento
28.09.2009 15:22

Aber wieso?
Haben nicht die Roten speziell dort ihre Klientel über die lukrative Wohnbauförderung angesiedelt.
Ich denke da wird sich gar nichts ändern.

wombat007
28.09.2009 13:26
Hoffentlich!

Putin Okotie
28.09.2009 13:22
im unterschied zum haider

ist der häupl aber beliebt

i glaubs net !!
28.09.2009 12:13
was mich wundert

ist das die grünninen nicht mehr verloren haben ????
diese partei ist doch sowas von unfähig bzw inkompetent !
die grünninen gehören genau so"abgewatscht" wie die roten...vielleicht kommt dann einmal ein wandel in dieser partei !

Bippi
28.09.2009 16:08

Die Grünen haben nicht verloren - sagen zumindest die Zahlen. Auch wenn du es dir wünschen solltest.

Sebastian Auinger
28.09.2009 13:11

Nun, obwohl ich mit der derzeitigen Entwicklung der Grünen nicht einverstanden bin, wüsste ich kaum eine Alternative:

- FPÖ/BZÖ - indiskutabel
- ÖVP - widerspricht meiner Gesinnung

Übrig bleiben SPÖ/Grüne...

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