Regierung bei Homosexuellen-Ehe angeblich kurz vor Einigung

26. September 2009, 16:47

Laut Medienberichten soll eingetragene Partnerschaft am Standesamt geschlossen werden - Strache strikt dagegen

Wien - Die Regierung steht in der Frage nach der Umsetzung der eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare offenbar vor einer Einigung. Wie die Tageszeitung "Österreich" (Samstag-Ausgabe) berichtet, soll die Homosexuellen-Ehe künftig am Standesamt geschlossen werden. Der Knackpunkt: Die ÖVP wehrt sich demnach gegen eine Zeremonie und beharrt darauf, dass lediglich ein beglaubigter Brief an das Standesamt ausreichen soll. Die Grünen zeigten sich darob erbost.

"Kein Kommentar"

Bisher war offen, ob die Partnerschaft beim Standesamt oder beim Notar eingetragen wird. Auf Anfrage wollte man allerdings weder im Büro von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (ÖVP) noch in jenem von Frauenministerin Gabiele Heinisch-Hosek (SPÖ) den Stand der Verhandlungen kommentieren. Aus dem Justizministerium hieß es lediglich, man verhandle; im Frauenministerium erklärte man, man sei auf einem "guten Weg", es gebe aber noch ein "paar Fragen", die offen seien. Sichergestellt sei, dass ab 1. Jänner 2010 die Partnerschaft eingetragen werden kann.

"Österreich" hatte berichtet, dass für die ÖVP die örtliche Anwesenheit der homosexuellen Paare vor dem Standesamt unerwünscht sei. Die Grünen warfen der ÖVP daraufhin in einer Aussendung einen "lächerlichen Eiertanz" vor. "Standesamt bleibt Standesamt und wie Ehewillige, Hetero oder Lesben oder Schwule, feiern wollen, muss ihnen überlassen bleiben", so die stellvertretende Klubobfrau der Grünen, Ulrike Lunacek. 

Strache "entschieden gegen Homo-Ehe"

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat sich am Samstag in einer Aussendung "entschieden gegen die Homo-Ehe" ausgesprochen. Die Sonderstellung der Ehe zwischen Mann und Frau resultiere daraus, dass daraus Kinder hervorgehen könnten, erklärte er anlässlich Berichten, wonach sich die Regierungsparteien darauf geeinigt haben, die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften künftig am Standesamt zu ermöglichen.

In den Bereichen der Krankenversicherung, Wohnrecht und Steuerrecht seien die Rechte unverheirateter Paare nahezu vollständig an die Rechte von verheirateten angepasst worden, so Strache. So sei die Mitversicherung möglich und der Bezug von Witwenpension könne privatrechtlich durch eine Lebensversicherung ersetzt werden. Die Argumentation, dass nicht verheiratete Paare weniger Rechte als verheiratete Paare hätten, könne nicht gelten, meinte der FP-Chef. Denn "in den Bereichen der Besserstellung" komme auch ein gewisser Ausgleich für die Pflichten zu tragen. (red/APA)

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exilkaerntner
03
29.9.2009, 15:04
passendes foto zum artikel!!

;)

herr_rechtsausleger
14
28.9.2009, 19:59
ich wünsche...

...jedem schwarzen und jedem blauen politiker ein gleichgeschlechtlich empfindendes kind.
das hat sogar den betonschädel dick cheney von seiner homophobie kuriert...

Gaytalk & Queerspeech
 
02
29.9.2009, 18:06
Warum wünschen Sie den genannten Kindern SOLCHE Eltern?

Josef Falk
 
31
29.9.2009, 23:09

Weil die es Ihnen ermöglichen, in Geborgenheit bei Mutter und Vater aufzuwachsen.

A Voice
01
30.9.2009, 10:33
Sie glauben Laun

oder wie?

galiontariaho
02
30.9.2009, 10:18
schöne geborgenheit..

.homosexuellen kindern zu wünschen bei intoleranten, ignoranten und somit schlechten eltern aufzuwachsen.

also das wünscht man naütrlich keinem kind. da lieber zwei liebende eltern, egal welchen geschlechts.
aber das ist mir schon aufgefallen, dass es ihen sowieso nicht um das wohl der kinder geht, wie man an ihrer absurden einstellung sieht.

Hedwig
28
28.9.2009, 13:13
Solange

es keine komplette Gleichstellung mit Hetero-Ehen gibt, ist diese eingetragene Partnerschaft nicht mehr als gesetzlich verankerte Diskriminierung. So eine Wischi-waschi "Ehe" darf nicht akzeptiert werden!

Gaytalk & Queerspeech
 
12
28.9.2009, 17:52
Advokatenfutter!

Die "Wischi-Waschi-Legaldiskriminierung" wird gewiss ohnedies bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte hin angefochten werden.

Und da es schon verschiedene europäische Staaten gibt, welche einfach das Eheverbot der Gleichgeschlechtlichkeit der Eheschließenden aufgehoben haben, wird sich unsere Republik schön schwer tun mit der Argumentation, warum dies ausgerechnet in unserem Lande nicht möglich sein sollte.

DER-STANDARD-JURIST
22
29.9.2009, 19:07
unsinn

nach der emrk gibt es kein recht auf eine gleichgeschlechtliche ehe.

Zuspruch
 
00
30.9.2009, 20:45
Spätestens

nach entsprechender Judikatur werden Sie sich wundern.

DER-STANDARD-JURIST
00
30.9.2009, 21:14
ich hoff, Ihnen ist bewusst,

dass es bereits entsprechende judikatur gibt?

Nichts.muss.so.bleiben.wie.es.ist
 
01
4.10.2009, 22:02

Nichts währet ewig.

DER-STANDARD-JURIST
00
7.10.2009, 18:09
natürlich nicht

aber solange das gesetz dasselbe bleibt, ist ein judikaturwandel nicht gerade wahrscheinlich.

wunder mir
02
29.9.2009, 15:14
Ja schon,

nur dass das dann wieder Jahrzehnte dauert und für jeden einzelnen Bereich extra durchgekämpft werden muss. Es ist einfach nicht zu glauben, dass ernsthaft ein Gesetzesentwurf diskutiert wird, der keinen anderen Zweck zu haben scheint als die Diskriminierung und Verachtung noch plastischer herauszuarbeiten.

Gaytalk & Queerspeech
 
01
28.9.2009, 20:37

Übrigens:
"Allumfassend" zum Lachen und "Beim-Wort-Nehmen"(!):
youtube.com/watch?v=xjxImDmhx9Q

Josef Falk
 
70
28.9.2009, 13:30

Na, dann halt nicht.

Intra ecclesiam nulla salus
 
34
28.9.2009, 14:09

Man sollte Ehe grundsätzlich unter Todesstrafe verbieten! Und gegen Heteroehen sollte man schon präventiv vorgehen! Vor allem wenn Sie religiös motiviert ist.

Und warum?

Warum nicht? Ist doch egal. Ihr reaktionären Trolle habt ja auch keine Argumente, ausser Eure eigenen Phobien.

Hedwig
13
28.9.2009, 15:13
Ich stimme zu.

Aber wenn schon unbedingt eingetragene Partnerschaft, sollte auf jeden Fall eine komplette Gleichstellung zu Hetero-Verbindungen gewährleistet sein. Alles Andere ist Heuchelei.

Josef Falk
 
72
28.9.2009, 15:26

Ungleiches gleich zu behandeln ist ungerecht.

sognidgscheit
 
03
29.9.2009, 13:37

Gleiches ungleich zu behandel ist auch ungerecht....

Josef Falk
 
00
29.9.2009, 23:10

Da haben Sie recht.

Intra ecclesiam nulla salus
 
12
28.9.2009, 17:13

Also müsste man Euch Reaktionäre auch ächten und das Wahlrecht entziehen. Ihr seid ja auch nicht gleich mit normalen Menschen!

Josef Falk
 
11
28.9.2009, 19:55

Das mit "normal" haben aber jetzt Sie in die Diskussion gebracht. Ich will das lieber nicht weiter ausführen.

Raubkopierer
01
29.9.2009, 06:38

sie verstehen ja auch nicht viel davon

Josef Falk
 
00
29.9.2009, 23:10

Das sagt jetzt wer?

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