Afrika-Lateinamerika-Gipfel

Gaddafi fordert Gründung einer "NATO des Südens"

27. September 2009, 09:43

Schulterschluss zwischen Gaddafi und Chavez - Erster Gipfel fand vor drei Jahren in Abuja statt

Porlamar - Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi hat sich für die Gründung eines Gegengewichts zur NATO ausgesprochen. Afrika und Lateinamerika müssten eine "NATO des Südens" gründen, sagte Gaddafi am Samstag (Ortszeit) zum Auftakt des zweiten Lateinamerika-Afrika-Gipfels in Porlamar in Venezuela.

Während Nordamerika in allen Bereichen mit Europa verbunden sei, klaffe zwischen den Kontinenten im Südatlantik ein Loch, sagte Gaddafi. Als Zeitpunkt für die Gründung einer strategischen Militärallianz als Gegengewicht zur NATO sei das Jahr 2011 realistisch. Die "NATO des Südens" solle jedoch "keine kriegshetzerische Aktion sein", sagte Libyens Revolutionsführer.

Neues globales Gleichgewicht

Gaddafi hatte kurz zuvor gemeinsam mit Venezuelas Präsident Hugo Chávez den zweitägigen Gipfel auf der Insel Margarita eröffnet. Dabei sprachen beide von einem "neuen globalen Gleichgewicht", das künftig auch Lateinamerika und Afrika als Akteure mit einschließe. Das 21. Jahrhundert sei "multipolar", keiner werde mehr von einer bipolaren Welt sprechen, sagte Chávez.

Bei dem Treffen, zu dem 30 Staats- und Regierungschefs beider Regionen gereist waren, sollen unter anderem Abkommen zu Gesundheit, Tourismus und Energie unterzeichnet werden. Der erste Gipfel hatte vor drei Jahren im nigerianischen Abuja stattgefunden. (APA)

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Malkaye
00
27.9.2009, 22:46
an sich eine tolle initiative

aber mit den von europa und usa gesteuerten diktatoren in afrika nicht möglich.

afrikas probleme sind nicht zwischenstaatliche, sondern hauptsächlich innerstaatliche konflikte. diese werden von konzernen und "ex-kolonialmächten" über milizen und intrigen geführt. da kann keine reguläre armee helfen...

und wenn die usa in südamerika mal wieder rambazamba machen, kommt bestimmt kein kleiner afrikanischer diktator zuhilfe.

afrika muss erst anfangen, seine geschichte selbst zu schreiben.

Kowosch
 
00
28.9.2009, 23:40
"aber mit den von europa und usa gesteuerten diktatoren in afrika"

Die gibt es und vor allem gab es (inzwischen auch zunehmend aus Asien beeinflußt, wobei ich die UdSSR in Ihrer Liste bei Europa inkludiert wähne) - doch wie steht es denn um Ihren speziellen Freund, der seine Unabhängigkeit von Europa und den USA kürzlich wieder unter Beweis gestellt hatte: Robert Mugabe?

Der hatte seine Truppen auch von 1998 bis 2001 oder gar 2003 in der RD Congo (auf Seiten Kabilas)...

Na, und wie Sie die Ereignisse im Sudan bewerten, ich erahne es eh...

Ach, wenn man die Augen schön fest zudrückt, dann sieht alles ganz klar und einfach aus, nicht wahr?

Malkaye
00
29.9.2009, 00:30
immerhin ein versuch der konstruktivität

doch auf das hintergrundwissen kommt es an.

Mugabe ist/war zwar persönlich unabhängig vom westen - simbabwe aber nie - siehe sanktionen.

kabila senior war um welten besser als sein vatermörder von sohn. senior hat mobutu vertrieben! (westfreund!)

und sudan... mich mit so einem schundregime in eine ecke zu stellen... auf sowas antworte ich garnicht erst.

Kowosch
 
00
29.9.2009, 08:29
Hintergrundwissen? Aber bitte:

Zunächst einmal: Da Sie gegen jedes Land, das nicht in vollkommener Autarkie gedeiht (manche Österreicher meinen dies ja vor EU-Beitritt in AUT erreicht zu haben - aber nun ja, was die so alles meinen...), Sanktionen verhängen können, die dieses Land etwas unter Druck setzen werden, ist kein Land von der Welt unabhängig. Und was hat Bob nur im Westen, nicht aber im Fernen Osten zukaufen können?

LD Kabila war doch, um mal die damalige US-Außenministerin Albright zu zitieren, ein "beacon of hope" und genoß US-Unterstützung bei seinem Marsch durch Zaire! Frankreich mochte ihn weniger... Vor allem mochte er sich selbst.

Na, immerhin sind wir in der Einschätzung vom sudanesischen Regime (und dem König der Räuber Mobutu) einer Meinung.

Yomellamo Hansito Retro-Holger3
 
41
27.9.2009, 16:55
Asubreitung des Wahnsinns?

In Venezuela essen die Kinder in der Schule mit Hammer und Sichel-Besteck, kriegen die Kinder in Lybien das jetzt auch? Armes geplagtes Land!!

NONE
00
27.9.2009, 13:54

Man muss erkennen das in der NATO die USA den Ton angeben. Alles andere zu glauben ist ein Blödsinn.

Die USA waren bei der Gründung der NATO eine Supermacht, sie sind es danach noch viel mehr.

Jetzt frage ich mich welchen zentralen "global player" hier Gaddafi sehen möchte im Süden? Länder sind doch geradezu versessen darauf in die NATO zu kommen, eine SATO wäre doch 2. Wahl und nur für ärmere Länder ... ach, man braucht nicht nachdenken.

Gaddafi spinnt, hockt aber auf den Energiereserven. Reden schwingen kann er nur weil Konzerne und Politiker geil sind auf die Möglichkeiten die man erhält durch natürliche Rohstoffe.

Ivan Fedorov
02
27.9.2009, 13:30
nato des südens

sato?

Kowosch
 
01
27.9.2009, 16:19
SADO

South Atlantic Defence Organisation

wird sich evtl. später mit der ebenfalls zu gründenden

MASO (Middle Atlantic Security Organisation) zusammenschließen...

Super .
01
27.9.2009, 13:17
logische Konsequenz der vergangenen Jahre, da

wir ja alle miterleben mussten, dass die Weltgemeinschaft (UNO) tatenlos zugesehen hat, als die USA den Irak überfallen hat und einmarschiert ist.

Die logische Konsequenz eines Staates kann daher nur darin bestehen, sich selber vor dem Einmarsch eines anderen Staates zu schützen und aufzurüsten.

Genau das passiert ja auch derzeit in vielen Staaten, wenn man sich z.B. den aktuellen Bericht des SIPRI Institutes ansieht.

Super .
00
27.9.2009, 13:02
warum ist mein vor 1 Stunde abgesendetes Posting zensuriert geworden???

Super .
00
27.9.2009, 12:23
logische Konsequenz der vergangenen Jahre

Man konnte ja miterleben, dass die Weltgemeinschaft (UNO) nichts dagegen unternimmt, wenn ein Land z.B. die USA ein anderes Land wie z.B. den Irak überfällt und einmarschiert. Dass die angeblichen Gründe frei erfunden waren, hat auch damals schon jeder logisch denkende Mensch gewusst.

Die logische Konsequenz daraus für einen Staat ist, dass man nur durch Aufrüstung den Einmarsch eines anderen Staates verhindern kann.

Horst Holger
41
27.9.2009, 12:09
lustig, was die Irren Chavez und Gaddafi so vorhaben

um gegen die bösen Tyrannen anzukämpfen, die sie "wie Tiere behandelt haben" (sollte es nicht heißen: "wir: Gaddafi und Chavez haben unser Volk wie Tiere behandelt"?). U.a. ist die Gründung einer Regionalbank angedacht, die unabhängig vom IWF arbeiten soll (mit einer eigenen Währung?). Dazu braucht´s aber nur lockere 20 Mrd. US $, die Chavez ja problemlos alleine aus seinem Privatsäckel, Einnahmen die aus den Öleinnahmen der letzten Jahre stammen und nie beim ven. Volk angekommen sind, stemmen kann.

http://www.spiegel.de/politik/a... 61,00.html

Orakel1
61
27.9.2009, 10:04
Die drei Irren und Wirren. Gaddafi, Chavez der Oberirre...

..aus dem Iran, gründen eine Art Nato. Sehr gut. Das ist die Garantie für einen baldigen Krieg. Ich überlege mir schon länger, warum nicht unter Hinweis auf den (legalen) Tyrannenmord, diese Scharfmacher nicht einer adaquaten Behandlung zugeführt werden.

Placebo
 
03
27.9.2009, 14:23
Zum Glück ist ja unsere NATO so pazifistisch und keine Scharfmacher...Realitätsverweigerer?

slartibartfaß der Umwandler
03
27.9.2009, 12:47

da du aber so minderbemittelt bist, lies einfach noch mal den artikel durch. da steht nämlich Lateinamerika und Afrika. und jetzt erklär du einfallspinsel mir mal, wo der iran in Afrika jetzt liegt ? :-)
wo überhaupt wird in diesem Artikel jetzt von Ahamadinejad und Gaddafi gesprochen ?

ach man, was mit dir los, du selbst bist das leichteste Opfer für jede Art von Diktator. unbestritten.

dein Postingname ist eh eine Schande für jedes Orakel dieser Welt.

Madame Haram
10
27.9.2009, 15:45
Aber nett wär das nicht,

wenn der Hugo seinen islamistischen Busenkumpel nicht mitspielen lassen würde.

Horst Holger
53
27.9.2009, 00:28
20 Staatschefs aus Afrika, davon einer leuchtender wie der andere (Teil 2)

- Jemen: Saleh- Einparteiensystem, Diktator
- Tschad: Débay- kontrolliert alle öffentlichen und politischen Ämter, Autokrat
- Nigeria: Jamneh: Autokrat, Probleme mit den Menschenrechten
- Kongo: Kabila, Autokrat, kam nach Mobutu, geändert hat sich nichts: das Volk ist immer noch der Leidtragende
- MAuretanien: Abdelazzis- Militär, Putschist, Einparteiensystem
- Togo: Eyadima- Putschist, von Den Hag der Menschenrechtsverletzungen angeklagt
- Algerien: Boteflika: Autokrat, Einparteiensystem, macht mit Putin hervorragende Waffengeschäfte.

Was kann sich Chavez noch mehr an Vorbildern vor Ort wünschen, die ihm schon Jahre voraus sind in Sachen Alleinherrschaft, Antidemokratie, Verletzung der Menschenrechte. Da kann der Bursche noch mehr lernen

Kowosch
 
01
27.9.2009, 16:24
Déby

Idriss Déby ist der gegenwärtige Präsident des Tschad (und dies seit 1990/91)...

Horst Holger
20
27.9.2009, 20:02
Richtig! Déby, bekannt unter dem Spitznamen "Wüstencowboy"

weiterhin: Militär, Rebell, Putschist. Also auch ein leuchtendes Beispiel eines Demokraten, der ebenfalls einen Menschenrechtstest kaum bestehen dürfte- passt also auch ganz gut in die illustre Runde um den kleinen Hugo...

Malkaye
03
27.9.2009, 22:42
huch, da ist ihnen ein fehler unterlaufen!

eigentlich sollten sie déby in schutz nehmen. er ist nämlich einer von ihnen. ein lakai des westens, von frankreich stets an der macht gehalten.

Horst Holger
00
28.9.2009, 21:10
das ist keiner von "mir",

mir sind rechte wie linke Diktat+ren beidermaßen verhasst, während für Sie die linken Antidemokraten sämtlich Heilsbringer sind, nicht wahr?!

Horst Holger
31
26.9.2009, 23:38
Fotos von Gadafis Auftritt auf Margarita

eingeladen von sinem Kumpel Hugo, der gerne in die Fusstapfen seinen großen Vorbildes (40 Jahre Diktatur) treten würde.

http://www.noticierodigital.com/forum/vie... p?t=578721

wider den rechten Kanaillen
19
26.9.2009, 13:32
Es werden 20 Staatschefs aus Afrika und 9 Staatschefs aus Lateinamerika sein

der Hinterhof macht Politik und der rausgeworfene Hausbesetzer (USA) reagiert mit 7 neuen Militärstützpunkten im verbündeten Drogenstaat Kolumbien und der Aktivierung der IV Seekriegsflotte.

NONE
00
27.9.2009, 13:55

Blödsinn. Brasilien hat überhaupt keine Notwendigkeit mit Afrika (!) Bündnisse zu suchen.

Wozu auch. Das ist eine Ente von Gaddafi der selbst auf Milliarden hockt.

With Fear I Kiss The Burning Darkness
01
27.9.2009, 11:46
29 Staaten? das bezweifle ich sehr stark!

Chile, ARG, BRA, ... werden so einer Nato-Süd mit den Wirrköpfen Gaddafi, Chavez, Mugabe (?), ...
sicher nicht beitreten und den meisten Afrikanern ist der Gaddafi eh fällig suspekt....

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