Gorillas im Netz

  • Ugandas Berggorillas sind durch die bewaffneten Konflikte im Land permanent bedroht.
    foto: apa/marc hofer

    Ugandas Berggorillas sind durch die bewaffneten Konflikte im Land permanent bedroht.

Uganda betreibt eine Website zur Gorilla-Beobachtung. Die Erlöse sollen dem Schutz der bedrohten Art zugute kommen

Bwindi-Nationalpark - Tierfreunde, die nicht selbst nach Ostafrika reisen können, haben künftig die Möglichkeit, sich im Internet mit den legendären Berggorillas anzufreunden: Für einen Dollar (70 Cent) im Jahr können Fans auf einer neuen Website unter dem Motto "Friend a gorilla" (Freunde Dich mit einem Gorilla an) Berggorillas in Uganda in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.

Die ugandische Naturschutzbehörde UWA hat dazu Dutzende Kameras im Bwindi-Nationalpark installiert. Da Uganda die riesige Nachfrage nach Gorilla-Touren nicht befriedigen könne, "haben wir uns entschieden, die Gorillas in die Wohnzimmer rund um den Erdball zu bringen", sagte UWA-Chef Moses Mapes Wafula. Die Erlöse sollen dem Gorilla-Schutz zugute kommen.

Im vergangenen Jahr besuchten 600.000 Touristen Uganda eigens, um Berggorillas zu beobachten. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht und kommen nur im Virunga-Gebirge zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo vor. UN-Angaben zufolge gibt es weltweit nur noch 720 Exemplare. Nachdem sie einst hauptsächlich durch Wilderer bedroht waren, schränken heute vor allem bewaffnete Konflikte ihren Lebensraum ein. (APA)

Informationen:
friendagorilla.org

Share if you care