Ein alpines Mauerblümchen

  • Die stille Schönheit der Niederen Tauern.
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    Die stille Schönheit der Niederen Tauern.

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Am Triebenfeldkogel hat der Wanderer gute Chancen, Gämsen und Steinadler zu beobachten

Der Triebenfeldkogel in den östlichen Niederen Tauern steht im Schatten der wesentlich höheren und bekannteren Erhebungen in der näheren und weiteren Umgebung - wie Großer Bösenstein, Hengst, Triebenkogel oder Gamskögel - und wird daher relativ wenig aufgesucht. Er hat aber dem Bergwanderer einiges zu bieten. Dazu gehört eine herrliche, abwechslungsreiche Urgesteinslandschaft, die liebliche Moaralm, nicht zuletzt eine trotz der relativ geringen Höhe überraschend schöne Aussicht.

Vom höchsten Punkt schweift der Blick zu den Eisenerzer Alpen, zum Gesäuse und zu den Haller Mauern, zur Bösensteingruppe und zum einem Teil der Seckauer Alpen. Der bei den Kletterern beliebte Gamskögelgrat lässt sich in seiner gesamten Länge überschauen, mit einem guten Fernglas kann man die Kraxler auch beobachten.

Bereits die Anfahrt vom Wirtshaus Brodjäger an der Straße über den Triebener Tauern durch das Triebental schafft die richtige Stimmung für diese geruhsame Tour. Die Bergerhube am Ende der Fahrstraße ist immer noch der Treffpunkt von Wanderern und Kletterern, die den Trubel meiden und die stille Schönheit in den Niederen Tauern suchen. Wenig besuchte und kaum überlaufene Ziele gibt es zahlreich in der Gegend, die keinen Vergleich zu bekannteren Regionen zu scheuen braucht.

Verhält man sich entsprechend ruhig, hat man eine gute Chance, Gämsen zu beobachten; während der Almsaison mischen sich die Tiere unter die Kühe. Auch die um diese Jahreszeit fetten Murmeltiere sind gar nicht selten. Glückspilze erspähen auch einen Steinadler, der seine Beute vor allem unter den Murmeltieren sucht. Da die Hirschbrunft eingesetzt und damit die Jagdsaison begonnen hat, ist es selbstverständlich, dass man auf den markierten Wegen bleibt und das Gebiet nur am hellen Tag aufsucht.

Die Tour: Von der Bergerhube im hinteren Triebental steigt man auf der roten Markierung zunächst auf einer Forststraße, später auf einem Steig in etwa 1¼ bis 1½ Stunden zur Moaralm, an. Nun wird es etwas steiler, die Markierung führt zum Moartörl, wo man sich nach links wendet und auf einem schmalen - stellenweise durch Heidelbeerdickicht führenden - Pfad zum höchsten Punkt des Triebenfeldkogels gelangt. Gehzeit ab Moaralm eine Stunde.

Der Rückweg erfolgt auf der Anstiegsroute, ab der Moaralm kann man auch auf dem breiten Güterweg ins Tal wandern. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/26.9.2009)

Gesamtgehzeit 4 1/4 bis 4 1/2 Stunden, Höhendifferenz 700 Meter. Hütte auf der Moaralm bei guten Verhältnissen oft bis Oktober bewirtschaftet. Sonst kein Stützpunkt. ÖK25V Blatt 4214-Ost (Johnsbach). 

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