Sie fragen - Wir antworten

28. September 2009, 10:22

Die Redaktion von derStandard.at/Karriere beantwortet allgemeine Fragen rund um Karriere und Joballtag

Was muss die Firma über mich wissen und was darf sie nicht? Ist Notlügen im Job erlaubt? Wie verhält man sich bei bei Bewerbungen und wie einigt man sich im Kündigungsfall? Wann steht eine Gehaltserhöhung an und wann ist der Zeitpunkt ungünstig? Schwierigkeiten im menschlichen Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten: Wie Konflikte lösen?

Sie fragen sich immer wieder wie Ungerechtigkeiten im Job zustande kommen, wundern sich über die ein oder andere Gepflogenheit im Berufsalltag oder wollten sich schon immer zu einem Karrierethema informieren?

Schreiben Sie uns Ihren Kummer, Ihre Fragen und Dinge, die Sie im Job in Verwunderung versetzen! Die Redaktion von derStandard.at/Karriere nimmt sich Ihrer Fragen an und versucht zu lichten, entwirren und konkret bei Experten nachzufragen. Kontakt: online.karriere@derStandard.at oder posten Sie einfach unter diesen Artikel! Wir sind gespannt auf Ihre Anregungen. (red, derStandard.at)

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ich hätte auch eine Frage

wieso gibt es in manchen "Firmen" den goldenhandshake und in den meisten nur Rausschmiss oder Kündigung (feuchten Händedruck)?

Hier fehlt das Prickelnde, daher ...


- sind Beziehungen / Seitensprünge / One Night Stands mit Kolleg(inn)en, Vorgesetzten, Untergebenen, Chef(in), Lehrling erlaubt / gesollt / förderlich?

- ist das Hochschlafen mittlerweile auch für Männer eine gesellschaftlich / betrieblich akzeptierte Qualifizierungsmaßnahme?

- what happens at the Weihnachtsfeier stays at the Weihnachtsfeier?

- kann die Auswahl attraktiver Praktikant(inn)en der Hebung der Arbeitsmoral und des Betriebsklimas dienen, und darf man dies bei einem Abteilungsleitermeeting als corporate policy vorschlagen?

Tja

Was Lehrlinge betrifft, sollte man das zweite Lehrjahr schon abwarten, sonst interessiert sich noch der Staatsanwalt dafür ;-)

Bei einer Umfrage unter 7 Kolleginnen waren 4 (alle jünger als 30) der Meinung, dass sich Männer genauso wie Frauen hochschlafen dürfen - obwohl sie es selbst nie tun würden, schon klar ....

Was die Weihnachtsfeier betrifft - am besten mehrere oder idealerweise alle Kolleginnen gleich stark angraben bzw. begrapschen, sonst gibt's Stress weil sich einige zurückgesetzt fühlen.

warum ...

werden langjährige Mitarbeiter, die ja viel Aufbauarbeit geleistet haben, bei Beförderungen in der Regel übergangen und neue Mitarbeiter, weil die ja "frischen Wind" in die Firma bringen, in dieser Hinsicht bevorzugt ?

denn in Wirklichkeit haben die ja keinen blassen Tau von irgendetwas und sind auf Informationen der langjährigen Mitarbeiter angewiesen; von diesen langjährigen Mitarbeitern erwartet die Führung dann auch sehr wohl - im Sinne von "teamwork" - alle Informationen bereitwillig und geduldig weiterzugeben und perfekte Schulungen abzuhalten

was kann man - aus der Perspektive des langjährigen Mitarbeiters - tun, um diese Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen ?

"Alle Informationen bereitwillig und geduldig weitergeben"

Arbeiten Sie eigentlich für die Firma oder dagegen wenns grad wollen? Es ist doch wohl eine Selbstverständlichkeit, dass Sie Informationen weitergeben wenn ein Kollege die braucht! Vielleicht sollten Sie mal den Job wechseln? Dann wären Sie auch neu, hätten keine Tau und würden dafür trotzdem befördert!

schauen Sie

für die Firma oder dagegen ...

offensichtlich arbeiten Sie in keinem Konzern, sonst wüssten Sie, dass etliche Leute in einem solchen - vor allem aber das "Management" in erster Linie für sich selbst arbeitet (im Sinne von Vorgaben erfüllen - und seien sie noch so blödsinnig, weil davon der Bonus abhängt)

und bezüglich Informationen weitergeben: hier handelt es sich um Wissen, dass man sich selbst erarbeitet hat (denn man hat ja Aufbauarbeit geleistet) und der neue Kollege verkauft dann dieses Wissen als das eigene - oft genug passiert ... dies nennt man dann "Wissensmanagement"

aber natürlich, mag sein, dass in einem netten familiär geführten Mittelbetrieb alles ganz anders abläuft; in Konzernen jedoch mit Sicherheit nicht

Lassen Sie mich raten: Das Wissen haben Sie sich in der bezahlten Arbeitszeit angeeiognet, und Sie werden dafür bezahlt, dass Sie den Job machen und auch das Wissen weitergeben?

nein, nein, ganz falsch ... bin kein trainer

ich werde für diese Schulungen leider nicht extra entlohnt, diese Aufgabe (die Schulung von neuen Mitarbeitern) wird nicht wirklich als "Extra-Arbeit" anerkannt, sondern als selbstverständlich betrachtet ...

bezüglich, das Wissen habe ich mir in der bezahlten Arbeitszeit angeeignet: keineswegs, die besten Ideen und Einsichten hat man ausserhalb der Arbeitszeit, denn während der Arbeitszeit "arbeitet" man ja

Verehrter LPFe

ich krieg eine Gänsehaut wenn ich ihre Ansichten so sehe und bin froh, dass ich nicht mit ihnen "zusammen" arbeiten muss. Obwohl, bei uns in der Buchhaltung gibts auch so ein altes Egoschwein, sind sie das?

und Sie sind sicherlich einer der "Neuen" ...

es läuft Ihnen also kalt den Rücken runter ... bedanken Sie sich lieber bei dem armen Schwein, der Ihnen alles erklärt hat und Sie halbwegs brauchbar gemacht hat

Ich würde auch erwarten, dass die Mitarbeiter an der Erfüllung der vereinbarten Ziele (Sie nennen's "Vorgaben") arbeiten - dass Leute wie Sie oft nicht verstehen, wozu das gut sein soll, mag einer der Gründe sein, warum Sie nicht in die Situation kommen.

... mag einer der Gründe sein ...

es ist bitteschön erwiesen, dass sogenannte goals sehr kontraproduktiv sind, weil man quasi nur noch damit beschäftigt ist, diese goals zu erfüllen und dadurch das big picture flöten geht

... mag einer der Gründe sein, warum Sie nicht in die Situation kommen: sorry, wenn ich Vorgaben als blödsinnig erachte, bringe ich dies zum Ausdruck ... ist sicherlich für die "Karriere" nicht gerade förderlich, aber für einen Konzern sehr wichtig - dass der Konzern dies nicht honoriert, ist ja genau das Problem

Offensichtlich sieht das der Konzern anders als Sie.
Und nicht nur der.

Und Sie werden unter Anderem dafür bezahlt, dass SIe in Ihrer Arbeitszeit Ihr Wissen zur Verfügung stellen.

Das müssen Sie natürlich nicht - Sie haben sich den Job ja ausgesucht. Wenn Sie so unter Ihrem Wert behandelt werden, sollte es ein Leichtes sein, einen Arbeitgeber zu finden, der Ihre Leistungen besser honoroiert. Falls das nicht klappt, können SIe daraus auch eine Erkenntnis ableiten.

Wissen das man sich selbst erarbeitet hat.

Aber Ihr Arbeitgeber gibt Ihnen die Möglichkeit, sich dieses Wissen anzueignen oder? Oder machen Sie das am Wochenende? Und wenn ein Kollege Ihre Ideen Ihrem Chef verkauft, tja, vielleicht hätten Sie doch mal mitn Chef reden sollen um sich selbst zu präsentieren?

Ad Konzern: naja, 5000 Mitarbeiter ist auch net so wenig, gehackt wird überall.

von den Jungen wird alles und das Gegenteil davon erwartet.

Sie sollen frischen Wind bringen, alte Strukturen aufbrechen, ... und gleichzeitig sollen sie sich an die Unternehmenskultur anpassen und sich unterordnen.

Anfangs glauben die Jungen noch an die Phrasen in den Leitbildern und Visionen, spätestens nach zwei Jahren haben sie sich dann aber brav angepasst.

Wenn´s aufmucken, gibt´s ein paar hinter die Löffeln.

Beliebter Satz "Bitte, Sie können ja gehen, wenn es Ihnen nicht passt, vor der Tür stehen 20 Leute die Ihren Job haben wollen".

Und in den Leitbildern steht weiter, dass "die Mitarbeiter unser größtes Kapital sind und wir eine Kultur des Vertrauens und der Wertschätzung pflegen"

Ja, eh.


Gelegentlich Job wechseln oder zufrieden sein.

natürlich ...

dieser Vorschlag ist natürlich das erste, was der Arbeitgeber ebenfalls vorschlägt

aber Sie haben schon recht: wenn Leute länger als 10 Jahre bei einer Firma bleiben, nannte man dies früher loyal - heute nennt man das unflexibel

so gesehen, ist es sicherlich empfehlenswert, den job alle 3 Jahre zu wechseln und zu schauen was man "rausholen" kann

Sie können 40 Jahre oder mehr beim Unternehmen bleiben. Wenn Sie un dder Arbeitgeber zufrieden sind, passt das gut.

Wenn Sie allerdings unzufrieden sind, drängt sich schon die Frage auf: Warum ändern Sie's nicht? Und bringen Sie sich durch's - klarerweise bequemere - Sellelkleben möglicherweise in die Situation, weniger Optionen zum Wechsel zu haben?

Wechselt man zu oft, ist man ein Jobhopper, illoyal und verdächtig.

Man kann es denen eh nicht recht machen. Bleibt man länger, ist man ein unflexibler Sesselkleber, wechselt man öfters ist man ein illoyaler Jobhopper.

Sie sollten mal "Prinzip Selbstverantwortung" lesen. Würde ich jedem empfehlen, der so wie Sie unzufrieden mit dem Job ist.

Wie gesagt - die Andere Alternative wäre, mit der Situation zufrieden zu sein.

Oder den Nutzen für den Arbeitgeber zu erhöhen.

Weil Beförderungen

keine 'Belohnung' für brav sein sind?

Sondern dazu dienen, den gerade besten Mann / beste Frau am geeigenten Platz zu haben?


Kann es sein, dass speziell jene Leute niemals befördert werden, die glauben, eine Beförderung wäre sowas wie ein roter Marienkäfer als Lob in der Volksschule?

"Sondern dazu dienen, den gerade besten Mann / beste Frau am geeigenten Platz zu haben? "

Behalt dir deine Naivität. Oder falls es in deiner Firma wirklich so ist: wann kann ich anfangen?

IRL werden die befördert, die am besten schleimen. Manchmal können sie auch was, aber Bedingung ist das keine fürs Aufsteigen.

danke

wollte gerade dasselbe sagen

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