Was ist Bärlauch?

31. März 2003, 11:51
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Er gehört zur Familie der Lilien- und Lauchgewächse, hat einen intensiven Knoblauchgeruch und ist sehr gesund

Bärlauch, lateinisch Allium ursinum, gehört zur Familie der Lilien- und Lauchgewächse (Alliaceae). Er ist auch unter den Namen Bärenlauch, Hexenzwiebel, Wilder Lauch, Ramsel(l), Waldknoblauch, Waldlauch, Wilder Knoblauch oder Zigeunerlauch bekannt. Er kommt in ganz Europa und Nordasien vor. Die Trugdolden mit den weißen, sternförmigen Blüten sitzen auf einem 10 bis 50 cm hohen, aufrechten Stängel. Die Blätter erscheinen ab Anfang Februar bis Mitte März und verschwinden wieder gegen Mitte Juni bis Anfang Juli - nach der Samenreife - je nach Temperatur, Standort und Wetterlage. Hauptblütezeit ist im Mai. Bärlauch wächst am besten und liebsten an Bachufern sowie lichten Laub- und Auwäldern. Die beste Qualität erntet man vom Erscheinen der Blätter bis kurz vor der Blüte. Hauptsächlich die Blätter des Bärlauchs gelten als delikates Wildgemüse - wie gleichermaßen als Gewürz. Essbar sind im Übrigen nicht nur die Blätter, sondern auch die Blütenbälle. Sie dienen meist als würzige Dekoration auf Salaten. Durch seine ätherischen Öle und seine Wirkstoffe ist Bärlauch sehr gesund, wie auch seine Namensgeber - die Germanen - bereits wussten. Die gesunde Wirkweise wird von Experten höher eingeschätzt als bei Knoblauch, aber ohne den bei Knoblauch üblichen Körpergeruch. Wissenschaftlich ist Bärlauch bisher eher ungenügend untersucht, Pflanze, Blätter und Zwiebel werden in der volkstümlichen Heilpraxis vor allem gegen Arteriosklerose, Bluthochdruck und bei Magen-Darm-Störungen eingesetzt. Bei Überdosierung kann es zu Magen- oder Darmreizungen kommen. "Gefährlich" ist Bärlauch nur, wenn man ihn mit Maiglöckchen verwechselt. Die Blätter sehen einander ähnlich. Maiglöckchenblätter sind sehr giftig - um sicherzugehen, empfiehlt es sich daher, stets ein Blattstück vorsichtig zwischen den Fingern zu zerreiben. Der intensive Knoblauchgeruch identifiziert den Bärlauch eindeutig. (Der Standard/rondo/28/03/2003)

Weitere Tipps und Rezepte unter: baerlauch.net

Siehe auch

Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten

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