"Geschlechtergerechte Sprache" in Oberösterreich

27. März 2003, 13:26
1 Posting

Landessprache als sprachliches Vorbild für Gleichstellung von Mann und Frau

Linz - Landtagspräsidentin Angela Orthner (V) und Landtagsabgeordneter Wolfgang Stanek (V) haben am Mittwoch in Linz die Broschüre "Leitlinien für eine geschlechtergerechte Sprache" präsentiert. Damit will das Land Oberösterreich einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für eine tatsächliche Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Sprache schaffen.

"Gender Mainstreaming"

Die Broschüre wurde von der Arbeitsgruppe "Gender Mainstreaming" der Landesregierung erarbeitet. Ziel der Broschüre: Wie können bei Dingen, die Männer und Frauen betreffen, auch beide angesprochen werden, also wie können Texte geschlechtergerecht formuliert werden? Die neuen sprachlichen Richtlinien, die landesintern gelten, sollen in Zukunft in Gesetzen und allen Publikationen und Veröffentlichungen des Landes angewandt werden.

Bereits bei der Konzeption eines Textes müsse an die sprachliche Gleichbehandlung gedacht werden, so die Verantwortlichen. Statt beispielsweise "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer dieser Organisationseinheit" solle auch zwecks besserer Lesbarkeit "Die Mitarbeiter/innen, welche..." geschrieben werden. In anderen Fällen sei das nachträgliche Ergänzen die einzige Möglichkeit für eine geschlechtergerechte Sprache und mache zum Beispiel auch die Neufassung eines Gesetztes notwendig. (APA)

Zum Thema

DIE STANDARD

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.