eBay-User shoppen online ohne Geld

24. September 2009, 17:28

Krise bewirkt Trend zum Nullsummenspiel

eBay-Nutzer zeigen einen starken Trend zum Online-Shopping ohne Geld. Gerade in Zeiten der Krise scheinen europaweit immer mehr Menschen genau darauf zu achten, kostenneutral einzukaufen - also sich neue Anschaffungen zu ermöglichen, indem gleichzeitig auch etwas verkauft wird. Laut einer aktuellen eBay-Untersuchung führt Deutschland im Europavergleich die Rangliste in absoluten Zahlen mit 95.442 sogenannten 0-Euro-Shoppern an. Auf Platz zwei folgt Großbritannien, auf Platz drei reiht sich Frankreich ein. Österreich landet mit rund 2.700 Usern, die Online-Shopping in den vergangenen zwölf Monaten als Nullsummenspiel betrieben, auf Rang fünf, wie eBay-Sprecherin Magdalena Lechner gegenüber pressetext erläutert.

Ausgaben und Einnahmen

Grundsätzlich gelten all jene Konsumenten als 0-Euro-Shopper, die mindestens 90 Prozent ihrer Ausgaben wieder durch Einnahmen ausgleichen. Im Rahmen der eBay-Untersuchung wurden Verkaufsdaten aus den Zeiträumen Juni 2007 bis Juni 2008 sowie Juni 2008 bis Juni 2009 verglichen und dabei festgestellt, dass sich im vergangenen Jahr der Trend zum Nullsummenspiel verstärkt hat. Die sparsamsten Deutschen finden sich nach dieser Erhebung in Schleswig-Holstein. In dieser Region gibt es um 23 Prozent mehr 0-Euro-Shopper als im Bundesdurchschnitt. Insgesamt ist der Nordwesten Deutschlands das sparsamste Gebiet, dazu zählen neben Schleswig-Holstein auch Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

13 Prozent der eBay-User verkaufen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation mehr im Internet

In Österreich sind Wien, Niederösterreich und Oberösterreich die Hochburgen der Nullsummen-Konsumenten. Die 0-Euro-Shoppern verkaufen vor allem Artikel aus den Bereichen Kleidung, Sammlerstücke und Babysachen. Im Gegenzug geben sie ihr Geld ebenfalls wieder für Kleidung, Sammlerartikel, aber auch Produkte aus dem Bereich Wohnen sowie für Spielzeug aus. 13 Prozent der eBay-User verkaufen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation mehr im Internet. Besonders stark ist der Trend bei den 18- bis 29-Jährigen. "Insgesamt schlechter gehen derzeit Kategorien wie Goldschmuck, einen Anstieg sehen wir hingegen bei Markenschmuck. Ansonsten verzeichnen wir auf der Seite in den Produktkategorien die üblichen saisonalen Schwankungen", ergänzt Lechner gegenüber pressetext. So seien etwa Gartenmöbel oder Griller im Herbst naturgemäß nicht mehr so beliebt.

Neues

Rund die Hälfte der Befragten investiert das eingenommene Geld in etwas Neues. 22 Prozent sparen das Geld und ein Prozent verwendet die Einnahmen für Spenden. "Das Internet bietet viele Möglichkeiten Geld zu sparen, aber eben auch Möglichkeiten, Geld zu verdienen. In jedem Haushalt gibt es wohl funktionstüchtige aber nicht mehr verwendete Gegenstände, die für andere interessant sind. Durch den Verkauf lässt sich so die eine oder andere Neuanschaffung finanzieren", kommt Jürgen Gangoly, Pressesprecher eBay Österreich, zum Schluss. (pte)

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10 Postings
peak oil
00
26.9.2009, 19:49
das geht auch ohne ebay:

jede/r kann mitmachen:
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hier gibt es ALLES gratis!

Avalancha
03
25.9.2009, 09:28
Ich hätt genug unnützes Zeug

Aber die Verkaufsprovisionen, die Ebay kassiert, sind einfach zu hoch. Außerdem ist es schad um die Zeit, Fotos zu machen, einen Text zu erstellen usw., wenn man dann für vieles Zeug eh nur ein paar Euro kriegt und es dann dafür auch noch auf die Post bringen muss...

Ich verkaufe deshalb NUR noch Sachen, die mind. 100EUR einbringen.

Hercules
30
25.9.2009, 12:07
Warum...

...lassen sie es nicht von einem Verkaufsagenten verkaufen? Keine Arbeit mit einstellen, einpacken usw., sie kassieren nur.

Erich Hofbauer
00
3.11.2009, 14:47

und die kassiert auch noch zusätzlich. Dann wirds langsam uninteressant. Alternativen zu epay wären ev. noch willhaben&co. Die meisten Auktions-Alternativen zu epay sind leider unbrauchbar.

Eva Winter
00
24.9.2009, 22:17
Minus 0

Der Artikel beschreibt die Situation aus Sicht des Plattformbetreibers. Für den Verkäufer bzw. Käufer kommen dann noch ebay-Spesen und Portospesen hinzu, und damit ist auch ein im Artikel beschriebenes 0-Geschäft letztlich ein Verlustgeschäft, außer für Post & Co und ebay.

Erich Hofbauer
00
3.11.2009, 21:06

Painpal hast vergessen. Gehört auch zu epay. Durchschnittliche Spesen ca. 12-15% (epay+painpal) beim Verkauf. Brauchbare Alternativen gibts allerdings wenige, und ich kaufe selten bei epay. Die verdienen ganz gut an mir. Würde nix übrigbleiben, würe ichs aber nicht machen. Zum räumen des Dachbodens oder anderer "Sammelplätze für Altwaren" aber trotzdem nicht unbedingt die ideale Plattform.

Hercules
00
25.9.2009, 12:05
Nicht ganz.

Die Portokosten werden beim Umsatz nicht mitgerechnet und "sollten" auch ein Durchlaufposten sein.
Allerdings ist es bei EBAY schon fast Usus, mit erhöhten Portokosten die Verkaufsgebühren "hereinzubekommen". Beim Kauf fallen ja keine an.

Ich rechne da sehr genau und bei mir läuft´s genau auf eine schwarze Null raus.

unterwegs in Österreich
01
25.9.2009, 14:54
Tja vor allem beim Versand Deutschland-Österreich

Da gibt es dann Spezialisten, die statt 6 Euro für Deutschland nach Österreich 30-40 Euro verlangen.

Nicht mir mir:
http://www.meinpaket.at

Hercules
01
24.9.2009, 21:44
Wohl wahr!

Ich mach´s genau so und schau, dass es über´s Jahr ein Nullsummenspiel wird. Mir fehlen auf +-0 noch 17 Euro......

Jacksonson6
10
25.9.2009, 10:12

Wie waers mit Leber verkaufen. Da sollten die 17 Euro schon drinnen sein.

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